{"id":420,"date":"2013-01-17T17:36:22","date_gmt":"2013-01-17T16:36:22","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=420"},"modified":"2013-11-15T13:10:34","modified_gmt":"2013-11-15T12:10:34","slug":"django-unchained-quentin-tarantino-usa-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/django-unchained-quentin-tarantino-usa-2012\/","title":{"rendered":"Django Unchained \u2013 Quentin Tarantino \u2013 USA 2012"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-667\" title=\"Kino-Film\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kino-Film1.jpg\" alt=\"\" width=\"178\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (17.01.2013)<\/p>\n<p>Alles rund bei Quentin Tarantino, alte und neue Liebhaber seines skurrilen Humors, seines film- und musikhistorischen Wissens, seiner visuellen Ausdruckskraft, seines Geschichtenerz\u00e4hlens und seiner Dialoge bedient der Regisseur auch in seinem neuesten Genre-Crossover bestens. Dieses Mal mixt der blutr\u00fcnstige Berserker das 70er-Jahre-Blaxploitation-Kino mit dem Western. Wie schon \u201eInglorious Basterds\u201c ist auch \u201eDjango Unchained\u201c erwachsener als die Werke davor; beide Filme eint zudem, dass Tarantino in ihnen historisch und politisch inkorrekt mit menschenverachtenden Systemen aufr\u00e4umt. Und erneut strickt Tarantino seinen Blutreigen um den wortgewandten Christoph Waltz \u2013 allein die Er\u00f6ffnungssequenz lohnt den Gang ins Kino.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Handlung des Films ist sehr schnell erz\u00e4hlt: Waltz als deutscher Kopfgeldj\u00e4ger Dr. King Schultz befreit den Sklaven Django, weil der ein gesuchtes Verbrechertrio f\u00fcr ihn identifizieren soll. Schultz behandelt Django nicht wie einen Sklaven, sondern wie einen Partner, und willigt ein, ihm bei der Suche nach dessen verkaufter Ehefrau Broomhilda zu helfen. Die einzelnen Stationen sind schnell erreicht, die Farm mit dem Ganoventrio ebenso wie die mit Broomhilda. Da wundert man sich als Zuschauer, wie Tarantino damit zwei Stunden und 45 Minuten Filmzeit vollbekommen will, und sollte sich doch auf dessen Einfallsreichtum verlassen: Er f\u00fcllt die Zeit mit Finten und \u2013 wie fr\u00fcher \u2013 mit spannungsgeladenen Dialogen, nur heute nicht mehr so stark auf Coolness abzielend, sondern die Geschichte voranbringend.<\/p>\n<p>Dieses Mal verschwinden die anderen Darsteller nicht so stark hinter dem wortgewandten Christoph Waltz. Der an sich uns\u00e4gliche Leonardo Di Caprio \u00fcberzeugt als absto\u00dfender Sklavenh\u00e4ndler, Jamie Foxx als wortkarge Hauptfigur (\u201eDjango \u2013 das D ist stumm\u201c ist schon jetzt das Zitat des Jahres), Samuel L. Jackson als rassistischer Schwarzer, und wie \u00fcblich verpflichtete Tarantino wieder vergessene, teilweise peinliche Ex-Stars, dieses Mal taucht etwa Don Johnson als verwahrloster Sklaventreiber auf, und selbst Franco Nero, der Ur-Django, soll irgendwo zu sehen sein. Auch der Meister selbst hat eine kleine Rolle \u2013 und darin einen bombastischen Tod. Waltz spricht hier eine so gestelzte und wohlformulierte Sprache, wie man sie sonst kaum bis gar nicht mehr im Kino h\u00f6rt; ein Riesenspa\u00df, ihm zuzuh\u00f6ren. Den Riesenspa\u00df g\u00f6nnt sich Tarantino bei aller rassenhassverachtender Ernsthaftigkeit auch mit einer typischen Blutorgie, die so \u00fcbertrieben ist, dass man unweigerlich lachen muss. Weiteren Witz erlaubt er sich mit der Darstellung tumber Ku-Klux-Klan-Kapuzentr\u00e4ger. Nat\u00fcrlich zeigt Tarantino auch filmisch wieder Witz, mit seinen Gro\u00dfaufnahmen von Steigb\u00fcgeln, Bierschaum und mehr. Musikalisch ebenso; sp\u00e4testens, wenn der Hip-Hop-Beat einsetzt, kann man \u00fcber die Blutrauschszene nur lachen. Hat er also wieder gut gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (17.01.2013) Alles rund bei Quentin Tarantino, alte und neue Liebhaber seines skurrilen Humors, seines film- und musikhistorischen Wissens, seiner visuellen Ausdruckskraft, seines Geschichtenerz\u00e4hlens und seiner Dialoge bedient der Regisseur auch in seinem neuesten Genre-Crossover bestens. 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