{"id":4188,"date":"2022-04-04T21:00:00","date_gmt":"2022-04-04T19:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4188"},"modified":"2022-04-04T21:00:00","modified_gmt":"2022-04-04T19:00:00","slug":"skim-skim-schneider-collaborations-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/skim-skim-schneider-collaborations-2022\/","title":{"rendered":"Skim \u2013 Skim \u2013 Schneider Collaborations 2022"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Skim-Skim.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Skim-Skim.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4189\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (04.04.2022)<br><br>Endlich. Endfuckinlich!!!! Generationen von Indie- und Noiserock-Fans warten auf diesen Moment: Das bislang unver\u00f6ffentlichte und absolut zeitlose Album des tempor\u00e4ren Projektes Skim ist \u2013 um es zu wiederholen \u2013 endlich! verf\u00fcgbar, als Download bei Bandcamp und als CDr im Digipak. 20 Jahre lang lag diese Preziose in einer Schublade, jetzt atmen die Freunde rheinischer L\u00e4rmmusik auf, die auf den Pfaden von BluNoise, Yvonne Nu\u00dfbaum, J\u00f6rg A. Schneider und Carsten \u201eCazy\u201c Schmidt unterwegs sind: \u201eSkim\u201c von Skim ist da. Und das Album ist gut, Noiserock in entspannt, pianodominiert, elektrifiziert, songorientiert \u2013 und der H\u00f6rer hyperventiliert. \u00dcbrigens inklusive der zur Legende gewordenen Coverversion von \u201eBlueprint\u201c, im Original von den Rainbirds. Und Guido Lucas war hier beteiligt. Und: Endlich!!!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mit einem Piano geht das Album los, das kommt reichlich unerwartet, aber wenn man wei\u00df, was Nu\u00dfbaum und Schneider heute so treiben, wenn sie sich unter dem Alias Wolfskull ihre improvisierten Alben aufnehmen, findet man das gar nicht mehr so sonderbar wie vermutlich noch 2002, als \u201eSkim\u201c entstand. Von Leuten, die zuvor als Les Hommes Qui Wear Espandrillos zusammen Musik machten, den wohl lautesten und druckvollsten Noiserock der Republik, h\u00e4tte man dieses zur\u00fcckgenommene Kleinodium seinerzeit jedenfalls eher nicht erwartet. Mit einem Piano nun also geht das Album los, und dieses Piano tr\u00e4gt die Stimme von Yvonne Nu\u00dfbaum, die Skim mit einem nachdr\u00fccklichen, festen, bestimmten Gesang veredelt, ganz abgesehen davon, dass sie das Piano, das eigentlich ein Keyboard ist, ebenfalls spielt. Und den Bass und auch Gitarre. Wenn sie singt, bekommt man den Eindruck, sie sei ganz bei sich, nicht bei Erwartungen und Str\u00f6mungen. Sie atmet die Lieder ein und aus, klar, mal kraftvoll, mal zur\u00fcckgenommen, eigenwillig, eigensinnig.<br><br>Zu dieser Zeit, also um 2002, spielte Schneider sein Schlagzeug noch gerade so songdienlich, bevor er damit begann, im Wortsinne taktlos zu werden. Damit ist \u201eSkim\u201c aus heutiger Sicht quasi ein Dokument von historischem Wert von kurz vor dem Start ins Regellose. Die Erwartungen von Indierockh\u00f6rern erf\u00fcllt \u201eSkim\u201c vermutlich dennoch nur marginal, am ehesten noch im noisigen \u201eCandypipe\u201c und im verzerrt groovenden \u201eHold On The Storm\u201c, da es eben nicht die Wand aus L\u00e4rm beinhaltet, die man noch von LHQWE kannte, sondern das Trio behutsamer, ausdifferenzierter, experimenteller und doch kraftvoll zuwege geht. Selbst eine Analogie zu Tori Amos trifft es hier nicht, nicht nur, weil Nu\u00dfbaum tiefer singt. Und f\u00fcrs Rockradio taugt maximal \u201eDo Another Try\u201c, das in Sachen Melodie und Gitarreneinsatz am leichtesten nachvollziehbar ist.<br><br>Dritter im Bunde bei Skim ist \u201eCazy\u201c Schmidt, der wie Nu\u00dfbaum versiert an allen Saiteninstrumenten und an elektronischen Effektger\u00e4ten ist. Der Musiker vom Niederrhein war bereits an weit \u00fcber 30 Alben beteiligt, hat seit einiger Zeit Theatermusik als Schwerpunkt und betreibt in Krefeld ein Tonstudio. Seine Elektronik bedeutet auf \u201eSkim\u201c \u00fcberdies nicht, dass man hier Synthiepopfl\u00e4chen bekommt, sondern allenfalls experimentelle Einsch\u00fcbe und Effekte, etwa wie in \u201eFunky Bubbles\u201c, sofern die Synthies eben nicht wie ein Piano zum Einsatz kommen. Bedauerlich, dass diese drei Musiker ihre Arbeit nie fortsetzten \u2013 \u201eSkim\u201c ist ein fantastisches Album geworden.<br><br>Und \u201eBlueprint\u201c, so entschleunigt, so reduziert, so wundersch\u00f6n, wie es die Berliner nicht vorgesehen hatten. Diese Version erinnert an \u201eMessage In A Bottle\u201c, im Original von The Police, wie es das Projekt International Friendship Society auf dem Album \u201eShadows, Wind Blows, Hurry Up, Protect The Fire \u2026\u201c nur wenige Jahre sp\u00e4ter und ebenfalls unter Beteiligung von Nu\u00dfbaum, Schneider und Lucas auf ein an Stina Nordenstam angelehnt heruntergedimmtes Ma\u00df darbot. Tja, und heute \u2013 Melodien, Rhythmen, alles aufgebrochen, alles perdu, alles derma\u00dfen eigen, dass es sich in Nischen verzieht, in denen es bl\u00fcht und begeistert. Glaubw\u00fcrdigen L\u00e4rm k\u00f6nnen ebene nur Leute machen, die wissen, wie Nichtl\u00e4rm geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.04.2022) Endlich. Endfuckinlich!!!! 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