{"id":4158,"date":"2022-03-07T21:19:27","date_gmt":"2022-03-07T20:19:27","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4158"},"modified":"2022-03-07T21:19:27","modified_gmt":"2022-03-07T20:19:27","slug":"toundra-hex-inside-out-sony-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/toundra-hex-inside-out-sony-2022\/","title":{"rendered":"Toundra \u2013 Hex \u2013 Inside Out\/Sony 2022"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Toundra-Hex.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Toundra-Hex.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4159\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (07.03.2022)<br><br>Sobald nur die Gitarre einsetzt, ist es wie eine Heimkehr, das gilt f\u00fcr die melancholische Dudelgitarre wie f\u00fcr das episch verzerrte Brett: Toundra ist eine Band, die man am Sound erkennt, einzigartig. Den instrumentalen Postrock der Spanier unterscheidet das Progressive von anderen Vertretern, die St\u00fccke sind komplex und abwechslungsreich. Damit Musik nicht wie in diesem Genre \u00fcblich alsbald ins Weinerliche driftet, reichern Toundra sie mit einem kraftvollen Schlagzeug und einer streckenweise unerwarteten H\u00e4rte an. Auch wenn instrumental hier das absolut aufgehende Konzept ist, w\u00fcnscht man sich doch zus\u00e4tzlich eine R\u00fcckkehr von Ni\u00f1o de Elche zur\u00fcck, also die Fortsetzung des vorz\u00fcglichen gemeinsamen Flamenco-Projektes Exquirla.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich f\u00fcttern auch Toundra den gierigen Schlund des Postrock-H\u00f6rer mit vertrauten und erwartbaren Elementen: Gitarren neigen zum Flirren, generieren epische Fl\u00e4chen, schrauben sich in die H\u00f6he, breiten die Fl\u00fcgel aus zur ganz gro\u00dfen weltumspannenden Geste. Und dann mostet das griffige Schlagzeug mittenrein, fuzzt der Bass wie einst im Grunge, f\u00e4llt die Gitarre in ein Spiel wie im Neunziger-Gothrock zur\u00fcck, begleitet ein Glockenspiel das einsetzende Metalbrett, dr\u00e4ngt sich ein Saxophon in den flirrenden Sound, flie\u00dfen auch immer wieder die folkloristischen Elemente wie bei Exquirla in die St\u00fccke ein, schwanken die Stimmungen wie die wilde See.<br><br>Auch wenn der Verzicht auf einen Gesang automatisch eine L\u00fccke l\u00e4sst, versuchen es Toundra nicht, diese zwingend mit Gitarrenmelodien zu f\u00fcllen. Sicherlich sind weite Passagen auch auf \u201eHex\u201c grunds\u00e4tzlich melodisch, aber nicht vordergr\u00fcndig, hier dominieren Stimmungen, Atmosph\u00e4ren, Gef\u00fchle, und dies alles dr\u00fccken die Spanier eben mit Musik aus, mit ihren Kompositionen, die nicht selten intuitiv wirken, als stelle die Band das R\u00fcckenmark \u00fcber das Gehirn. \u201eHex\u201c ist sicherlich Anw\u00e4rter auf die Toplisten 2022.<br><br>\u201eHex\u201c, also Album Nummer sechs, gez\u00e4hlt ohne den nachtr\u00e4glichen Soundtrack zu \u201eDas Cabinett des Dr. Caligari\u201c und ohne Exquirla, ist wieder wuchtiger und n\u00e4her am eigenen Sound als der genannte eher stille Soundtrack. Spa\u00dfv\u00f6gel, wie sie sind, strukturieren Toundra das Album nach klassischem LP-Format: Seite 1 besteht vollst\u00e4ndig aus dem dreiteiligen \u201eEl Odio\u201c, so kennt man das auch vom Progrock. Und wenn man den Witz schon anf\u00e4ngt, dann zieht man ihn auch durch: \u201eHex\u201c ist in der CD-Variante limitiert, daf\u00fcr liegt dem unlimitierten Vinyl eine CD bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.03.2022) Sobald nur die Gitarre einsetzt, ist es wie eine Heimkehr, das gilt f\u00fcr die melancholische Dudelgitarre wie f\u00fcr das episch verzerrte Brett: Toundra ist eine Band, die man am Sound erkennt, einzigartig. 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