{"id":4104,"date":"2022-02-02T22:09:59","date_gmt":"2022-02-02T21:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4104"},"modified":"2022-02-02T22:09:59","modified_gmt":"2022-02-02T21:09:59","slug":"shadow-of-intent-elegy-shadow-of-intent-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/shadow-of-intent-elegy-shadow-of-intent-2022\/","title":{"rendered":"Shadow Of Intent \u2013 Elegy \u2013 Shadow Of Intent 2022"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Shadow-Of-Intent-Elegy.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Shadow-Of-Intent-Elegy.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4105\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Guido D\u00f6rheide (01.02.2022)<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGutturaler Gesang\u201c, schreibt die deutsche Wikipedia immer. Warum nicht einfach \u201eGesang\u201c? Der S\u00e4nger hei\u00dft S\u00e4nger, weil der S\u00e4nger singt, und ihn ihm sein Beruf ist das Singen. Wenn er Bass spielen w\u00fcrde, hie\u00dfe er Bassist. Was macht eine Vokalsopranistin, wenn sie mal Alt singen will, aber bei Wikipedia steht, sie sei eine Sopranistin? Auf jeden Fall kann man bei bei Ben Duerr von Shadow Of Intent das \u201etural\u201c auch v\u00f6llig guten Gewissens weglassen, denn sein Gesang ist guter Gesang.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Shadow Of Intent aus Neuengland, USA, spielen \u201eSymphonic Death Core\u201c. Ich mag weder Symphonic Metal noch Deathcore so richtig dolle gerne, aber Shadow Of Intent liebe ich und feiere gerne das, was sie tun. Eine geschlagene Stunde lang setzt die Band auf \u201eElegy\u201c dem H\u00f6rer zu und es wird niemals auch nur ansatzweise langweilig. Und mit Phil Bozeman von Whitechapel und Chuck Billy von Testament hat sich Ben Duerr auf zwei Songs gewisserma\u00dfen gleich zwei Titanen des gutturalen Gesangs an die Seite geholt, neben denen er sich aber nicht verstecken muss. Neben jemandem verstecken w\u00e4re auch ein zugegebenerma\u00dfen bekloppter Einfall. Also, HINTER Chuck Billy verstecken, das geht, au\u00dfer man ist Corpsegrinder Fisher oder der unglaubliche Hulk. Der Gesang von Chuck Billy ist nat\u00fcrlich nicht unbedingt andauernd guttural. Au\u00dfer nat\u00fcrlich auf \u201eSilent Night\u201c, das er vor Jahren mit Scott Ian und anderen aufgenommen hat. Exkurs Chuck Billy Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eElegy\u201c beginnt auf \u201eFarewell\u201c mit bombastischen Orchester und Chor, mischt dann das Ganze mit schnellem Schlagzeug und sch\u00f6nen Riffs, und dann setzt auch schon dieser, wie hei\u00dft der noch, also dieser Gesang von Ben Duerr ein. Sch\u00f6nes tiefes Gegrunze, der die klassischen Anteile von \u201eFarewell\u201c super erg\u00e4nzt. Das f\u00e4llt mir ohnehin bei Shadow Of Intent auf: Die klassischen Instrumente und Ch\u00f6re wirken nie so, als w\u00e4re jemand beigegangen und h\u00e4tte gesagt, \u201eJetzt werten wir mal die Stromgitarrenmusik mit etwas Hochkultur auf\u201c, sondern alles f\u00fcgt sich toll ineinander. Trotz allem Gegrowle singt Ben Duerr f\u00fcr meine Ohren sehr melodisch, die Musik dazu treibt nach vorne und die \u201eCore\u201c-Anteile bestehen meines Erachtens gl\u00fccklicherweise nicht darin, indiemuckem\u00e4\u00dfige Klargesang-Refrains voller Herzschmerz in den Songs unterzubringen, sondern vielmehr darin, dass immer wieder zwischendurch abgehackte Gitarrenparts mit ordentlich Schlagzeugdonner eingeworfen werden, die ebenso wie die Klassik-Anteile in \u00e4u\u00dferstem Ma\u00dfe songdienlich sind. Es gibt zwar diese Indiemucke-Momente, aber die sind immerhin sehr kompetent gebr\u00fcllt. Wundersch\u00f6n f\u00fcgt sich das alles beispielsweise auf \u201eIn Fury\u201c zusammen: Grunzen, Keifen, Kreischen, mittendrin wundersch\u00f6ne Gitarrensoli und dann wieder Parts, die beinahe zum Mitschunkeln einladen und zu allem \u00dcberfluss auch noch ein Klavier, ein Klavier. \u00dcberfrachtet, das Ganze? Nein, absolut nicht, fragen Sie mich blo\u00df nicht, wie sowas geht, fragen Sie das lieber die Band. Aber es geht zweifelsohne, und zwar sehr gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Texte? Zum einen geht es um die Computerspiel-Serie \u201eHalo\u201c, der Bandname ist von einem dortigen Raumschiff entlehnt, aber da ich nicht nur nicht fernsehe (Erbeermarmelade, einige Leser werden sich erinnern), sondern au\u00dfer Amazon und WebEx auch keine Computerspiele spiele, kann ich mich dazu nicht wirklich kompetent \u00e4u\u00dfern. D\u00fcstere Dystopien, Tod, Verderben, da ist irgendwie alles dabei. Aber sch\u00f6n und eindrucksvoll gemacht. In Teil II und III des dreiteiligen letzten St\u00fccks des Albums, \u201eElegy\u201c, taucht der folgende, hymnisch vorgetragene Refrain auf, der irgendwie h\u00e4ngenbleibt und auch sch\u00f6n zum Cover-Artwork (Gr\u00e4ber buddelnde M\u00e4nner vor einer brennenden\/explodierenden\/auf jeden Fall in irgendwie d\u00fcsteren Farben leuchtenden Stadt) passt:<br>So, we sing ourselves to sleep<br>When the strong overtake the weak<br>The cities burn, the bridges bend<br>Now we lay our heads to rest<\/p>\n\n\n\n<p>Scheint wohl doch am ehesten zu brennen, die Stadt. Und was noch h\u00e4ngenbleibt von \u201eElegy\u201c, sind die sch\u00f6nen Stakkatoges\u00e4nge, die sich mit mehrstimmigem Chorgesang und frickelig-verspielten Gitarrensoli abwechseln. Und zwischendurch wummert die Bassgitarre. Ein sch\u00f6ner Abschluss eines wirklich sch\u00f6nen Albums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (01.02.2022) \u201eGutturaler Gesang\u201c, schreibt die deutsche Wikipedia immer. Warum nicht einfach \u201eGesang\u201c? Der S\u00e4nger hei\u00dft S\u00e4nger, weil der S\u00e4nger singt, und ihn ihm sein Beruf ist das Singen. Wenn er Bass spielen w\u00fcrde, hie\u00dfe er Bassist. 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