{"id":4100,"date":"2022-02-01T20:36:04","date_gmt":"2022-02-01T19:36:04","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4100"},"modified":"2022-02-01T22:45:26","modified_gmt":"2022-02-01T21:45:26","slug":"the-absurd-cancel-the-wall-bent-knee-records-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-absurd-cancel-the-wall-bent-knee-records-2021\/","title":{"rendered":"The Absurd \u2013 Cancel The Wall \u2013 Bent Knee Records 2021"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/The-Absurd-Cancel-The-Wall.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/The-Absurd-Cancel-The-Wall.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4101\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (31.01.2022)<br><br>Keine vier Jahre alt, erf\u00e4hrt das Deb\u00fctalbum von The Absurd aus Los Angeles die bereits dritte Wiederver\u00f6ffentlichung, dieses Mal als \u201eCancel The Wall\u201c. Physisch leider nur als CDr, au\u00dferdem mit anderen Tracks als im Begleit-Download, aber hey, allein f\u00fcr den Hit \u201eBoots On The Ground\u201c ist es den Erwerb wert. Die Trump-Anleihe des Ur-Titels \u201eBuild The Wall\u201c ist inzwischen umgekehrt, da ist man politisch eindeutiger geworden. Musikalisch bewegt man sich mit Black-Sabbath-Anleihen nahe am Stoner, rifft wuchtig, schreit eindringlich, groovt amtlich, gniedelt episch, und dem Zuh\u00f6rer bricht der Nacken, wenn er gerade keinen Platz zum Tanzen hat. The Absurd sind lediglich zu dritt \u2013 und da steckt m\u00e4chtig gewaltige Gewalt drin!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><a><\/a> So ein fetter Sound, da kann man nur staunen. Ben Foerg, Josh Loney und Colin Jensen weben einen dichten und dicken Teppich, in dem sie Platz lassen f\u00fcr zartere Fl\u00e4chen, als Kontrast f\u00fcr die, das liegt jetzt nahe, Wand, die sie ansonsten errichten. Was sie hier als Musik erzeugen, l\u00e4sst sich nicht in eine simpel beschriftete Schublade einsortieren: Es rockt gewaltig, sehr heavy, aber kein Metal, sehr psychedelisch, aber kein Hippiezeug, sehr spacig, sehr Acid Rock, sehr verdrogt, sehr Stoner, sehr Neunziger-US-Alternativerock. Sobald Foerg singt, anstatt zu schreien, klingt er wie der junge Ozzy, und dann zieht auch die Musik etwas nach. Auch Led Zeppelin, Alice In Chains oder Kyuss mag man durchh\u00f6ren, ansonsten bleibt das Trio bei sich.<br><br>Allein das siebeneinhalbmin\u00fctige \u201eBoots On The Ground\u201c ist ein herrlicher Grund, sich das Album zuzulegen. Im Midtempo schleppt sich das St\u00fcck voran, wiederholt sich Mal um Mal, pro Durchgang immer leichten bis mittelschweren Ver\u00e4nderungen unterworfen, und erstaunlicherweise rei\u00dft es jeden H\u00f6renden sofort mit. Das Titelst\u00fcck ist beinahe ein funky Discotrack mit fr\u00f6hlichen Melodien, der indes heavy herumrotzt. Trotz der vorrangig psychedelisch malmenden Strukturen finden die drei immer wieder L\u00fccken, die sie mit verspielten Einsprengseln auflockern. Und \u201eWar Hogs\u201c kn\u00fcppeln sie durch die W\u00fcste, in direkte Richtung auf Kyuss zu.<br><br>Das Album liegt deshalb als Remaster vor, weil die Band mit der Urversion nicht zufrieden war. Dummerweise wurden dem Trio die Originalb\u00e4nder aus dem Studio geklaut, doch holte der Masterer Grant Cornish aus den bisherigen Ver\u00f6ffentlichungen das Beste heraus. Und weil grad Platz war, f\u00fcgte die Band noch einige Bonus-Tracks hinzu, darunter Single-B-Seiten, Live-Aufnahmen und Radio-Sessions. Kurioserweise unterscheiden sich die Boni von CD und Download: Auf der CD, die den ersten (\u201eA Big, Beautiful Wall\u201c), neunten (\u201eLyin\u2018 Ted\u201c) und elften (\u201eHow Tall Will The Wall Be\u201c) Track namentlich nicht auff\u00fchrt, finden sich die limitierte Live-Version von \u201eWake\u201c, die es nur auf der \u201eBoots On The Ground\u201c-Single gab, sowie \u201eA.S.P.D\u201c live von der Single mit dem achsolustigen Titel \u201eSquashing Pumpkins\u201c. Dazwischen prangt \u201eEnemy_\u201c in einer anderen Live-Version als auf dem 2019er Album \u201eLive From The Satellite\u201c. \u201eBoot \u2018n Rally\u201c live von der \u201eLoco Motives\u201c-Single fehlt, ebenso auf der Download-Version. Ebenfalls nicht enthalten ist die \u201eMotherless Child EP\u201c aus dem Jahr 2016, die passte schlichtweg nicht in die Zeit, klar.<br><br>Die erste Version des Albums hatte nur acht Tracks, die zweite elf, von der das dreizehnsek\u00fcndige \u201eLyin\u2018 Ted\u201c nun auf der Download-Version dritten fehlt, auf der CD indes enthalten ist. Ab der \u201eWolf!\u201c-EP ist auch nichts weiter auf diesem Rerelease ber\u00fccksichtigt, das kommt dann auf der zweiten Platte \u201eThe Sun Still Rises\u201c aus dem Jahr 2020. Daf\u00fcr hat die Download-Version aber eben f\u00fcnf Radio-Sessions, die The Absurd bei KXLU mitschnitten, darunter mit \u201eRadio Slave USA\u201c ein Song, den es zuvor nur auf \u201eLive From The Satellite\u201c aus dem Jahr 2019 zu h\u00f6ren gab. Was ein Chaos! Und aushalten muss man wohl, dass The Absurd ein Faible f\u00fcr sp\u00e4rlich bekleidete Frauen auf den Covers haben. Die Mucke ist krass geiler Schei\u00df!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (31.01.2022) Keine vier Jahre alt, erf\u00e4hrt das Deb\u00fctalbum von The Absurd aus Los Angeles die bereits dritte Wiederver\u00f6ffentlichung, dieses Mal als \u201eCancel The Wall\u201c. 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