{"id":4031,"date":"2021-12-09T21:20:15","date_gmt":"2021-12-09T20:20:15","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=4031"},"modified":"2021-12-09T21:20:15","modified_gmt":"2021-12-09T20:20:15","slug":"dream-invasion-6-6-36-db2fluctuation-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/dream-invasion-6-6-36-db2fluctuation-2021\/","title":{"rendered":"Dream Invasion \u2013 6.6.36 \u2013 db2fluctuation 2021"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Dream-Invasion-6.6.36.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Dream-Invasion-6.6.36.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4032\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias Bosenick (09.12.2021)<br><br>Ambient und Chill-Out-Musik sind weit gefasste Felder, im Falle von Dream Invasions neuem Album \u201e6.6.36\u201c hei\u00dft das: Soundscapes, die beinahe kopfkinoartige Geschichten erz\u00e4hlen, wechseln sich mit klassischen beatlosen Sequencersequenzen und epischen Fl\u00e4chen ab. F\u00fcr sein drittes Album in 16 Jahren nutzt Erwin Jadot angenehm oldschooliges Instrumentarium, dessen Sounds wohlig knarzen, wo sie keine glasklaren Pastellfl\u00e4chen ergeben. Der Mann ist h\u00f6rbar mit dem Synthiepop der Achtziger und der Berliner Schule der Siebziger sozialisiert und hat keine Eile. Kleiner im Titel verankerter Clou: Jeder der sechs Tracks ist exakt 6 Minuten lang.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit diesem Zahlenspiel schlie\u00dft Jadot direkt an das Vorg\u00e4ngeralbum \u201e7.7.49\u201c an, mehr Deutung ist darin gar nicht zu finden. Daf\u00fcr in seiner Musik: Mit dem Namen seines Projektes gibt Jadot an, sich in die Tr\u00e4ume seiner H\u00f6rer einzuschleichen. Was sich zun\u00e4chst wie eine Bedrohung liest, stellt sich beim H\u00f6ren der Musik als behutsam und sanftm\u00fctig heraus. Also kein Horror, sondern Entspannung; seine Sounds sind warmherzig, seine Strukturen leicht zug\u00e4nglich, seine Absichten mithin gutartig. Der Track mit den meisten Ver\u00e4nderungen ist gleich der Opener \u201eI Can See The Atoms Move\u201c, die n\u00e4chsten f\u00fcnf behalten ihre anf\u00e4nglichen Strukturen weitgehend bei.<br><br>Aus seinen Ger\u00e4tschaften filtert Jadot vorrangig Sounds heraus, die eben wirklich zum Tr\u00e4umen einladen, aber er kann auch Knarz: Manche Melodiel\u00e4ufe nehmen die Zwei-Ton-B\u00e4sse vom Achtziger-Synthiepop auf, und \u201eToo Much Is Never Enough\u201c tr\u00e4gt mit seinem dronigen Bass die gr\u00f6\u00dfte Wucht des Albums in sich. Wenn das also eine Trauminvasion ist, dann mag man sich ihr gern hingeben.<br><br>Interessant ist Jadots Ver\u00f6ffentlichungsrhythmus: Sein experimentelles Deb\u00fct \u201eInspiration For A Daydreaming Nation\u201c erschien 2005, damals bereits in Zusammenarbeit mit Daniel Bressanutti von Front 242, der das Album masterte. 2012 verpflichtete Bressanutti Jadot f\u00fcr \u201eNot Bleeding Red\u201c, das Deb\u00fct des Projektes Nothing But Noise, an dem als drittes Daniel Bergen beteiligt war, seinerseits Gr\u00fcndungsmitglied von Front 242. Jadot verlie\u00df das Trio anschlie\u00dfend und re\u00fcssierte erst 2020 mit seinem zweiten Album \u201e7.7.49\u201c. Erstaunlich genug also, dass er nur ein Jahr sp\u00e4ter schon nachlegt. Hauptsache, das n\u00e4chste Album hei\u00dft nicht \u201e5.5.25\u201c, das w\u00e4re eine bessere EP. Exakt 36 Minuten dauert \u201e6.6.36\u201c nur auf CD, dem Download liegt ein unbetitelter Bonus-Track bei, der indes 4:30 Minuten lang ist. Kleiner Schummler!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (09.12.2021) Ambient und Chill-Out-Musik sind weit gefasste Felder, im Falle von Dream Invasions neuem Album \u201e6.6.36\u201c hei\u00dft das: Soundscapes, die beinahe kopfkinoartige Geschichten erz\u00e4hlen, wechseln sich mit klassischen beatlosen Sequencersequenzen und epischen Fl\u00e4chen ab. 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