{"id":3986,"date":"2021-11-01T21:39:49","date_gmt":"2021-11-01T20:39:49","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3986"},"modified":"2021-11-01T21:39:49","modified_gmt":"2021-11-01T20:39:49","slug":"iron-maiden-senjutsu-sanctuary-parlophone-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/iron-maiden-senjutsu-sanctuary-parlophone-2021\/","title":{"rendered":"Iron Maiden \u2013 Senjutsu \u2013 Sanctuary\/Parlophone 2021"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Iron-Maiden-Senjutsu-Deluxe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"154\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Iron-Maiden-Senjutsu-Deluxe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3987\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Iron-Maiden-Senjutsu-Vinyl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Iron-Maiden-Senjutsu-Vinyl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3988\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (01.11.2021)<br><br>Schunkeln und Gniedeln: Das Epische walzen Iron Maiden auf ihrem neuen Album \u201eSenjutsu\u201c noch weiter aus als auf denen davor, strecken \u2013 wie schon vor sechs Jahren bei \u201eThe Book Of Souls\u201c \u2013 ihre zehn Tracks auf zwei CDs und verlieren den Punkt aus den Augen, auf den sie kommen sollten. Nat\u00fcrlich bekommt man, was man von den NWoBHM-Miterfindern bekommen will, Operetten-Gesang, Powerchords, Galopp-Riffs, eing\u00e4ngige Melodien, schnieke Soli, doch h\u00e4tten die Briten aus dem Material gern ein kurzes und knackiges Album formen sollen. Ist doch alles etwas viel und verliert sich bisweilen in Klischees, in denen sich bis dato vorrangig die Epigonen tummelten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Auf manche der musikalischen Ideen auf \u201eSenjutsu\u201c w\u00e4ren Santiano auch gekommen. An zu vielen Stellen klingt das Album nach Seemansmetal, mit Shanty-Gesang und Schunkelrhythmus, und man hatte ja schon gedacht, dass das Thema mit Running Wild abgefr\u00fchst\u00fcckt gewesen w\u00e4re. Japanisch hingegen, wie es Titel und Cover suggerieren, klingt die Musik hier nicht. Sobald dann die fast anderthalb Stunden \u201eSenjutsu\u201c dann vorbei sind, hat man von Bruce Dickinsons hoher Stimmlage und den reichlich verwechselbaren Refrains Kopfschmerzen. Dream Theater meidet man wegen so etwas.<br><br>An der Musik selbst kann man jedoch Gefallen finden, mehr als an den Songs. Die Basssaiten klingen nach schwerem Metall, das Schlagzeug ist kantig und variantenreich, die Gitarren brillieren in Solo wie in Melodie und Rhythmus, ohne sich zu verheddern, und es gibt einige nette Ideen, mal einen kurzen punkigen Einschlag wie 1980, mal ein Chorgesang, mal eine akustische Passage, mal tats\u00e4chlich kurzzeitig etwas wie riffige Heaviness; so richtig metallisch zur Sache geht es jedoch kaum, was das Album zus\u00e4tzlich z\u00e4h macht. Und dann gibt es da noch das Keyboard, das seit 1988 den Maiden-Metal unterkleistert. Muss man mit klarkommen. Jedoch ergibt sich Progressivit\u00e4t weder aus unendlichen Wiederholungen noch aus zuf\u00e4lligen Br\u00fcchen im Song, da haben Maiden selbst deutlich schl\u00fcssigere lange St\u00fccke in ihrem Oeuvre. Diese hier sind zudem gef\u00fchlt alle gleich aufgebaut, mit Ambient-Intro, Galopp-Mittelteil und Ambient-Outro. Bei ungef\u00e4hr halbierter Laufzeit und st\u00e4rkerer Konzentration auf die ungew\u00f6hnlichen und wiederholungsfreien Passagen w\u00e4re \u201eSenjutsu\u201c eindrucksvoller ausgefallen.<br><br>\u201eSenjutsu\u201c wirkt wie die Erf\u00fcllung eines Auftrags, den Iron Maiden ihrem Status entnehmen. Dadurch geht leider auch der Humor verloren, den die Band noch in den Achtzigern und fr\u00fchen Neunzigern deutlich zur Schau stellte; klar, Songs wie \u201eHoly Smoke\u201c stie\u00dfen bei Fans auf Kritik, aber hey, die Ironie steht der Band gut. Deutlichster Hinweis auf Humor ist wohl die Teilnahme von Monty Pythons Graham Chapman am Musikvideo zu \u201eCan I Play With Madness\u201c, damals, 1988. Und \u00fcberhaupt, so ein Maskottchen wie Eddie, kombiniert mit den alten Plattencovern, das ist schon lustig. Dagegen nimmt sich \u201eSenjutsu\u201c wie ein Arbeitsauftrag aus, dessen einzige Freude sich immerhin im Zusammenspiel der Musiker ausdr\u00fcckt.<br><br>Diese Kopflastigkeit liegt Maidens Musik seit Dickinsons Weggang Anfang der Neunziger inne und verschwand auch nicht, als er gegen Ende des Jahrzehnts zur\u00fcckkehrte. Vielmehr tragen s\u00e4mtliche Alben seitdem diese \u00dcberpower, die es anstrengend macht, sie durchzuh\u00f6ren. Oder gar hintereinander weg. Immerhin die Buchversion der Doppel-CD ist schick, wenngleich der Plastikeinleger f\u00fcr die beiden Tontr\u00e4ger sehr oldschool ist, da gibt es l\u00e4ngst attraktivere Papierideen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (01.11.2021) Schunkeln und Gniedeln: Das Epische walzen Iron Maiden auf ihrem neuen Album \u201eSenjutsu\u201c noch weiter aus als auf denen davor, strecken \u2013 wie schon vor sechs Jahren bei \u201eThe Book Of Souls\u201c \u2013 ihre zehn Tracks &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/iron-maiden-senjutsu-sanctuary-parlophone-2021\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-3986","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3986","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3986"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3986\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3989,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3986\/revisions\/3989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3986"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3986"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3986"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}