{"id":3820,"date":"2021-06-10T23:04:49","date_gmt":"2021-06-10T21:04:49","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3820"},"modified":"2021-06-10T23:04:49","modified_gmt":"2021-06-10T21:04:49","slug":"gojira-fortitude-roadrunner-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/gojira-fortitude-roadrunner-2021\/","title":{"rendered":"Gojira \u2013 Fortitude \u2013 Roadrunner 2021"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Gojira-Fortitude.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Gojira-Fortitude.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3821\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (10.06.2021)<br><br>25 Jahre Gojira aus Bayonne! Das siebte Album \u201eFortitude\u201c kombiniert die meisten Elemente der progressiven Metalerneuerer, die man auf den vorherigen Alben schon zu lieben lernte, also verschachtelte Breaks, einiges Gebretter, Hymnen, fein ausgestaltete Tracks, hier indes konzentriert auf griffige k\u00fcrzere Songs mit gr\u00f6\u00dferem Popappeal als fr\u00fcher, aber trotzdem weitgehend heavy. Beim ersten H\u00f6ren also eher entt\u00e4uschend, da die epischen komplexen Wutausbr\u00fcche hier sehr stark zur\u00fcckgenommen sind, der Rest aber daf\u00fcr konziser auf den Punkt fokussiert. Und mit einigen neuen Elementen: Maultrommel! \u00c4h, ja? Fr\u00fcher war mehr Stahlh\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der Gesang von Joe Duplantier ist so abwechslungsreich, dass man ihn im Opener \u201eBorn For One Thing\u201c durchaus f\u00fcr Jaz Coleman halten k\u00f6nnte, insbesondere, da auch die Musik nach Killing Joke der neueren Zeit klingt. Zumindest, bis Gojira wieder ihre Br\u00fcche und Blastbeats dazuschalten, dann ist es typisch Gojira, und niemand sonst. Die typischen Passagen wiederum sind so typisch, dass man sie bereits von alten Alben kennt, mit geleierten Riffs, geschnauzten Texten und Chorgesang im Refrain; die Vorabsingle \u201eAnother World\u201c etwa bedient einfach mal alles Eing\u00e4ngige, das der Fan an Gojira liebt, quasi eine komprimiert zusammengefegte Rumkugel aus gut gespielten Versatzst\u00fccken. Und da steckt dann auch der Kritikansatz: Die brutaleren Elemente sind sp\u00e4testens seit dem Vorg\u00e4ngeralbum \u201eMagma\u201c sehr zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, wenn nicht verschwunden. Die Musik ist weicher, aber immerhin noch komplex genug, um trotzdem besonders zu sein. \u201eNew Found\u201c in der Mitte ist das l\u00e4ngste St\u00fcck des Albums und mit seinem an epische Historienfilme gemahnenden ewigen Outro auch das ungew\u00f6hnlichste.<br><br>Dennoch, so gef\u00e4llig waren Gojira vor zehn bis 20 Jahren nicht. Man muss halt auch auf seine Rente gucken: Die Band wird eben erwachsen und lernt, dass sie mit ihrem Konzept Massen erreicht, wenn sie es massentauglicher macht. Gut f\u00fcr die Kasse, schlecht f\u00fcr die Altfans. Neu ist hier h\u00f6chstens der Einsatz von Maultrommel und Obertongesang, die aber eher wie Zierwerk, ein Gimmick wirken, nicht in Songs integriert. Das gilt sogar f\u00fcr das traditionelle Klickerst\u00fcck, in diesem Fall repr\u00e4sentiert durch das Titellied, das direkt in das Formatradiotaugliche \u201eThe Chant\u201c \u00fcbergeht, dessen Titel genau wiedergibt, worum es sich handelt: Einen Chorgesang zum Weichsp\u00fclmetal im Dreivierteltakt. F\u00fcr Songs wie diese h\u00f6rt man Gojira nicht. Da h\u00f6rt man sofort heraus, dass es die Band von den Massen bei Festivals mitgechantet bekommen will.<br><br>Es ist schon reichlich entt\u00e4uschend, dass die einstigen Erneuerer des Metal so auf der Stelle treten. Aber nun. Daf\u00fcr gibt es \u201eFortitude\u201c in diversen Vinylfarben; die im kotzgr\u00fcnen Splatter ist die sch\u00f6nste. Traditionell d\u00fcrfte als n\u00e4chstes ein Livealbum zu erwarten sein, auf dem das \u00e4lteste Lied maximal von der \u201eL\u2019Enfant Suavage\u201c stammt, aber angesichts der Pandemie ist das ja derzeit eher unwahrscheinlich. Immerhin: Die Franzosen holten f\u00fcr den Mix die Koryph\u00e4e Andy Wallace aus der Rente zur\u00fcck. Das ist den Erwerb des Albums allemal wert. Und die Nostalgie. Sollten sie doch lieber endlich mal die alten Godzilla-St\u00fccke wiederver\u00f6ffentlichen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (10.06.2021) 25 Jahre Gojira aus Bayonne! 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