{"id":3710,"date":"2021-02-24T21:23:00","date_gmt":"2021-02-24T20:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3710"},"modified":"2021-02-24T21:23:00","modified_gmt":"2021-02-24T20:23:00","slug":"theatre-of-hate-utsukushi-sa-a-thing-of-beauty-eastersnow-recording-company-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/theatre-of-hate-utsukushi-sa-a-thing-of-beauty-eastersnow-recording-company-2020\/","title":{"rendered":"Theatre Of Hate \u2013 Utsukushi-sa (A Thing Of Beauty) \u2013 Eastersnow Recording Company 2020"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Theatre-Of-Hate-A-Thing-Of-Beauty.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"112\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Theatre-Of-Hate-A-Thing-Of-Beauty.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3711\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (24.02.2021)<br><br>Unerm\u00fcdlich, dieser Kirk Brandon! Mit irgendeiner seiner vielen ewigen Bands bringt er ganz bestimmt ein neues Album heraus, zumeist unbemerkt von breiter \u00d6ffentlichkeit, aber stets gefeiert von seiner Folgerschaft. Bei \u201eUtsukushi-sa (A Thing Of Beauty)\u201c handelt es sich um das neueste Album seiner Postpunk-New-Wave-Combo Theatre Of Hate, das ist die mit dem un\u00fcblichen Saxophon. Melancholie und Glam k\u00f6nnen so eing\u00e4ngig sein! Ber\u00fchrend ist wie immer Brandons \u2013 nun \u2013 Tenorgesang, lang anhaltend und durchdringend, der \u00fcber allem schwebt, was er musikalisch veranstaltet. Dieses Album ist ein grandioses in einer Folge grandioser Alben, eine sichere Bank f\u00fcr die alten Fans und einfach mal v\u00f6llig uninteressant f\u00fcr den Rest der Welt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Musik ist warm, was nicht zuletzt am Saxophon liegt, das alternierend den Gesang untermalt und frei im Song schwebt. Das erstaunt insofern, als dass Theatre Of Hate in ihrer Anfangszeit gerade mit diesem Saxophon und einem eher aggressiven Post-Punk eine reichlich harte K\u00e4lte ausstrahlten, nicht zuletzt befeuert von den Inhalten, mit denen sich Brandon auseinandersetzte; Titel wie der des bekanntesten Songs \u201eDo You Believe In The Westworld?\u201c sprechen da deutliche Worte. Warme Musik machen Theatre Of Hate also heute, Rockmusik im weitesten Sinne, im Midtempo zumeist, der der Post Punk und der New Wave der Gr\u00fcndungszeit noch aus allen Poren dringen, nur eben nicht in der Temperatur: Trotz einer gewissen Hymnenhaftigkeit ist die Melodief\u00fchrung nicht poptauglich, sondern fordert mit eingestreuten Halbt\u00f6nen die H\u00f6rgewohnheiten heraus, und rhythmisch bedient sich die Band auch gern mal beim Blues des Glam Rock, wie es in dem Genre zu Beginn der Achtziger bisweilen geschah, weil es sich noch nicht bei sich selbst bedienen konnte, ohne aber des Glams \u00dcberkandideltheit zu \u00fcbernehmen. Die Band bleibt nahbar. Und bei sich, ein Anbiedern ein zeitgen\u00f6ssische Trends findet gar nicht statt.<br><br>Die erste CD dieses Doppel-Albums ist voll ausproduziert, auf der Bonus-CD gibt es neun der 13 Lieder nochmal in reduzierter Form, als \u201eAlt Mix\u201c bezeichnet. Der Sound ist da dunkler, leerer, dubbiger, die Songs haben dadurch etwas weniger Wucht, die K\u00e4lte der fr\u00fchen Zeiten dringt wieder durch, das Ma\u00df an Melancholie ist h\u00f6her. Eine sch\u00f6ne Erg\u00e4nzung zum Hauptalbum, und bei vielen Liedern hat man bereits beim ersten H\u00f6ren den Eindruck, sie bereits gut zu kennen, was sich beim Genuss der zweiten H\u00e4lfte nur vertieft, da es sp\u00e4testens dann ja tats\u00e4chlich zutrifft. Bedauerlich ist lediglich, dass Brandon seit einiger Zeit dazu \u00fcbergegangen ist, alles Physische, das nicht Vinyl ist, als schn\u00f6de CDr zu verkaufen; die geringe Haltbarkeit dieses Mediums ist allgemein bekannt und das Format tr\u00e4gt somit den Beigeschmack des Wertlosen, was der Musik nicht gerecht wird. Daf\u00fcr verlangt Brandon f\u00fcrs freundliche Signieren des Covers kein Extrageld.<br><br>Unerm\u00fcdlich deshalb, weil Brandon nicht nur st\u00e4ndig mit Theatre Of Hate und Spear Of Destiny neue Platten rausbringt, sondern auch permanent live auftritt, selbst in der Pandemie, und k\u00fcrzlich auch noch seine Allstar-Band Dead Men Walking f\u00fcr kommende Auftritte reformierte, ein liebenswertes Projekt mit wechselnden Veteranen aus Bands wie Stiff Little Fingers, The Ruts, The Cult, Sex Pistols, The Alarm, Big Country, Stray Cats und weiteren, die voller Inbrunst zur Akustischen ihre gr\u00f6\u00dften Hits von der B\u00fchne gr\u00f6hlen und trotz der leicht r\u00e4udigen Darbringung unterstreichen, wie geil die Originale schon sind.<br><br>Nach der Umbenennung von The Pack in Theatre Of Hate 1980, nach Split 1982 und Reunion 1991 ist \u201eUtsukushi-sa (A Thing Of Beauty)\u201d das erst siebte Studioalbum der Band, Livealben und Compilations hingegen gibt es noch fast 30. Zur Besetzung geh\u00f6ren neben Brandon auf diesem Album Gitarrist Adrian Portas (New Model Army, Sex Gang Children, Spear Of Destiny), Schlagzeuger Chris Bell (Gene Loves Jezebel, Specimen, Thompson Twins, Spear Of Destiny), Saxophonist Clive Osborne (Blue Cats, The Playboys, The Surfin\u2018 Gorillas) sowie Bassist Stan Sammers, seit Bandgr\u00fcndung bei Theatre Of Hate und seitdem ewiger Weggef\u00e4hrte Brandons.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (24.02.2021) Unerm\u00fcdlich, dieser Kirk Brandon! Mit irgendeiner seiner vielen ewigen Bands bringt er ganz bestimmt ein neues Album heraus, zumeist unbemerkt von breiter \u00d6ffentlichkeit, aber stets gefeiert von seiner Folgerschaft. 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