{"id":3627,"date":"2020-12-01T20:18:14","date_gmt":"2020-12-01T19:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3627"},"modified":"2020-12-01T21:42:46","modified_gmt":"2020-12-01T20:42:46","slug":"mr-bungle-the-raging-wrath-of-the-easter-bunny-demo-ipecac-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/mr-bungle-the-raging-wrath-of-the-easter-bunny-demo-ipecac-2020\/","title":{"rendered":"Mr. Bungle \u2013 The Raging Wrath Of The Easter Bunny Demo \u2013 Ipecac 2020"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"152\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Mr.-Bungle-The-Raging-Wrath-Of-The-Easter-Bunny-Demo-Yearbook.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3628\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Mr.-Bungle-The-Raging-Wrath-Of-The-Easter-Bunny-Demo-LP.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3629\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Mr.-Bungle-The-Raging-Wrath-Of-The-Easter-Bunny-Demo-CD.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3630\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (01.12.2020)<br><br>Vom Trash zum Thrash: Schreihals Mike Patton schart einige Ex-Kumpels von Mr. Bungle sowie zwei prominente Genreg\u00e4ste um sich, um das Deb\u00fct-Tape seiner Highschoolkapelle Mr. Bungle unter Coronabedingungen neu einzupr\u00fcgeln. Wer die Band wegen des zappaesken offiziellen Deb\u00fcts lieben lernte, wird hiervon vielleicht erstmal entt\u00e4uscht sein, weil es, und das ist wiederum das Sch\u00f6ne daran, ein lupenreines, kraftvolles, groovendes, melodi\u00f6ses und humorvolles Thrash-Metal-Album geworden ist. Die echten Wurzeln eben. So geht Erwachsenwerden, Boomer!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das originale Tape kann man sich im Grunde nicht anh\u00f6ren; nicht nur, weil es eine Rarit\u00e4t ist, sondern auch, weil es einen miesen Sound hat und eben noch von blutigen Amateuren eingepr\u00fcgelt wurde. Nix dagegen, so sollte jeder anfangen! Folgt man indes dem kompositorischen Pfad von Mr. Bungle, kann man nur staunen, was in so kurzer Zeit aus der Kapelle wurde: Den lupenreinen Thrash erweiterte die Band recht schnell um allerlei abseitigen Spielkram, Vaudeville, Latino, Schlager, Swing, Funk, Ska, was auch immer, und f\u00fcgte alles in gekonnt geklauten Zappaesken zusammen. Das offizielle selbstbetitelte Deb\u00fct ist ein Prachtwerk, dessen Qualit\u00e4t die Band selbst mit den beiden immerhin sehr guten Nachfolgern nicht mehr erreichen sollte.<br><br>Und nun also ein R\u00fcckgriff auf die Urspr\u00fcnge, die man indes nicht kennt, wenn man erst mit der ersten CD oder LP eingestiegen ist, und wenn man ein Album in jenem virtuos kunterbunten Stil erwartet, ist man von diesem vergleichsweise schlichten \u201eDemo\u201c zun\u00e4chst entt\u00e4uscht. Thrashmetal gibt\u2019s doch schon, was soll das also, denkt man sich. Erst die Recherche f\u00f6rdert den Irrtum zutage und l\u00e4sst beim n\u00e4chsten H\u00f6rdurchlauf die Ohren anders ausgerichtet. Dann h\u00f6rt man n\u00e4mlich erst heraus, wie kn\u00fcppelhart die f\u00fcnf altgedienten Metaler spielen und wie viel Humor sie in den Neuaufnahmen unterbringen. \u201eLa cucaracha\u201c geht \u00fcber in das in \u201eHabla Espa\u00f1ol o muere\u201c umbetitelte \u201eSpeak English Or Die\u201c von S.O.D. \u2013 und damit ist ein direkter Link zu den G\u00e4sten dieser Reunion gelegt.<br><br>Denn Mike Patton, der sich seinerzeit mit den Mr.-Bungle-Tapes f\u00fcr die S\u00e4ngerposition bei Faith No More empfahl, reaktivierte vom Original-Lineup lediglich Trevor Dunn und Trey Spruance \u2013 und f\u00fcr die verbleibenden Instrumente Dave Lombardo von Slayer und den gemeinsamen Projekten Dead Cross und Fant\u00f4mas sowie Scott Ian von Anthrax und ebenjenen S.O.D. Und wo Mr. Bungle nicht mehr so sehr nach Mr. Bungle klingt, h\u00f6rt man eben deutlich die Galoppriffs von Anthrax oder die Pr\u00fcgelbeats von Slayer heraus. So erfrischend tight war Thrash Metal seit diversen Jahren nicht mehr, das ist ein Verdienst dieser Neuauflage.<br><br>Zudem bilden Mr. Bungle ihr Demo nicht komplett eins zu eins ab, sondern ver\u00e4ndern die Reihenfolge, lassen Teile weg, nehmen unver\u00f6ffentlichte Tracks aus der Zeit hinzu und reichern es mit Coverversionen an, neben S.O.D. auch \u201eLoss For Words\u201c von Corrosion Of Conformity. Im neu eingef\u00fcgten \u201eMethmetics\u201c klingt das Riff von \u201eLove Is A Fist\u201c an, bereits bekannt vom Deb\u00fct sowie Insidern vom Tape \u201eOU818\u201c. Immerhin f\u00fcr eine akustische Verwirrung sorgten Mr. Bungle schon im Original: Der Opener \u201eGrizzly Adams\u201c ist ein entspannter Chill-Out-Gitarren-Track, der schlicht vor sich hin gniedelt, bevor die Band richtig loslegt. Und mit \u201eEracist\u201c ist ein gnadenloser Ohrwurm drauf, der auf dem Original nicht enthalten ist, danke daf\u00fcr!<br><br>Wer sich im Internet umh\u00f6rt, kann die spannende kreative Entwicklung von Mr. Bungle nachvollziehen: Von der ersten C30-Cassette \u201eThe Raging Wrath Of The Easter Bunny\u201c 1986 \u00fcber ein Split-Tape mit Rancid Decay sowie das zweite Tape \u201eBowel Of Chiley\u201c 1987, das Tape \u201eGoddammit I Love America!!!$\u026b!!\u201c 1988 und das finale Tape \u201eOU818\u201c 1989 bis zur ersten offiziellen Platte \u201eMr. Bungle\u201c 1991 sowie nat\u00fcrlich den beiden Nachfolgern \u201eDisco Volante\u201c 1995 und \u201eCalifornia\u201c 1999. Da w\u00e4re es nat\u00fcrlich schick gewesen, im Zuge des vorliegenden \u201eDemos\u201c die alten Tapes \u2013 in welcher Soundqualit\u00e4t auch immer \u2013 ebenfalls f\u00fcr alle wieder zug\u00e4nglich zu machen, und wer wei\u00df, was Patton da als Labelchef noch in petto hat. Auf der Neuaufnahme fehlt \u00fcbrigens das St\u00fcck \u201eEvil Satan\u201c, der Rest ist enthalten, also sieben von nun elf St\u00fccken. Was hier auch fehlt, ist der Einsatz von Saxophon, Kazoo und Maultrommel wie auf dem Tape. Ebenfalls nicht enthalten ist leider die Online-Single \u201eUSA\u201c, die Mr. Bungle Anfang 2020 ver\u00f6ffentlichten. Das Album gibt es in diversen Formaten, neben Download und CD auch in verschiedenen Vinylfarben sowie als CD im schicken \u201eYearbook\u201c. Party like it\u2019s 1986!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (01.12.2020) Vom Trash zum Thrash: Schreihals Mike Patton schart einige Ex-Kumpels von Mr. Bungle sowie zwei prominente Genreg\u00e4ste um sich, um das Deb\u00fct-Tape seiner Highschoolkapelle Mr. Bungle unter Coronabedingungen neu einzupr\u00fcgeln. 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