{"id":3518,"date":"2020-09-08T22:30:49","date_gmt":"2020-09-08T20:30:49","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3518"},"modified":"2020-09-08T22:30:49","modified_gmt":"2020-09-08T20:30:49","slug":"tetema-necroscape-ipecac-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/tetema-necroscape-ipecac-2020\/","title":{"rendered":"T\u0113t\u0113ma \u2013 Necroscape \u2013 Ipecac 2020"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tetema-Necroscape.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3519\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (08.09.2020)<br><br>Nur schwer zu fassen ist das zweite Album von T\u0113t\u0113ma, \u201eNecroscape\u201c. Mike Patton und Anthony Pateras b\u00fcndeln darauf eine schier un\u00fcberblickbare Vielzahl an Stilen, dass sich schon deshalb kein stringentes H\u00f6rerlebnis einstellen kann. Die Stimmungen schwanken zwischen atmosph\u00e4rischen Merkw\u00fcrdigkeiten und brutalen Gewaltausbr\u00fcchen, jeder Track ist anders instrumentiert und arrangiert \u2013 \u201eNecroscape\u201c ist eine Herausforderung f\u00fcr die Aufmerksamkeit, keine akustische Tapete. Zug\u00e4nglich geht anders, aber anstrengend ist ja nicht zwangsl\u00e4ufig schlecht. Braucht nur eine Weile, aber dann haut es um.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die musikalische Qualit\u00e4t eines Mike Patton ist unbestritten, auch wenn man nicht alle seine Songs oder Alben lieben kann. Seine Stimmvielfalt bringt er hier genau so zum Ausdruck wie in seinen unz\u00e4hligen anderen Projekten und Bands, er croont, schreit, schmachtet, b\u00f6lkt, tr\u00e4llert, und ist immer eindeutig erkennbar Mike Patton. Musikalisch sind er und seine Compagnons nicht weniger vielf\u00e4ltig, bedienen sich daf\u00fcr sogar noch der unterschiedlichsten Mittel: handels\u00fcbliches Rockinstrumentarium, Chorarrangements, Kammermusik, Industrial-Electro, Latino-Schlager sowie s\u00e4mtliche rhythmus- und melodielosen Experimente, die sich unter Avantgarde subsummieren lassen. Vom harmonisch-entspannten Eso-Ambient-Weltmusik-Intro sollte man sich daher nicht in die Irre f\u00fchren lassen: Es kommt noch dicke. Und zwar bereits direkt danach.<br><br>Selbstverst\u00e4ndlich kommen hier auch die Patton-Fans auf ihre Kosten, die ihn f\u00fcr seine im Metal verankerten Wutausbr\u00fcche lieben: etwas Tomahawk hier, reichlich Mr. Bungle dort. Auch den Ausflug in den italienischen Schlager \u00e0 la \u201eMondo Carne\u201c verkneift er sich hier nicht, der Faith-No-More-S\u00e4nger, und als einziges Cover dieses Albums ist \u201eFunerale di un contadino\u201c von Chico Buarque und dem k\u00fcrzlich verstorbenen Ennio Morricone ans Ende des Albums gestellt. Dazwischen pr\u00fcgelt sich das Quartett durch sein Instrumentarium.<br><br>Man kann nur staunen, wo sich diese aufgeschlossenen und wild experimentierenden Avantgardemusiker so finden. Pateras ist Australier, und die f\u00fcr dieses zweite Album frisch rekrutierten Mitmusiker sind der in Australien lebende Finne Erkki Veltheim und der in Paris lebende Australier Will Guthrie. Ersterer bearbeitet Saiteninstrumente mit B\u00f6gen, letzterer das Schlagzeug. Da Pateras auch auf John Zorns Label Tzadik Alben ver\u00f6ffentlichte, liegt der Link nahe: Mit dem musizierte Patton ebenfalls in unterschiedlichen Konstellationen. Und die anderen beiden brachte Pateras einfach aus seinem Umfeld mit.<br><br>Schwere Kost also, aber geil. Zug\u00e4nglicher als Maldoror ist es allemal, so zug\u00e4nglich wie Pattons Album \u201eCorpse Flower\u201c mit Jean-Claude Vannier wiederum l\u00e4ngst nicht. Die 13 Tracks von \u201eNecroscape\u201c gibt es als Download und als CD \u2013 und auf wei\u00dfem Vinyl, aber das d\u00fcrfte l\u00e4ngst ausverkauft sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.09.2020) Nur schwer zu fassen ist das zweite Album von T\u0113t\u0113ma, \u201eNecroscape\u201c. Mike Patton und Anthony Pateras b\u00fcndeln darauf eine schier un\u00fcberblickbare Vielzahl an Stilen, dass sich schon deshalb kein stringentes H\u00f6rerlebnis einstellen kann. 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