{"id":3448,"date":"2020-06-19T21:45:53","date_gmt":"2020-06-19T19:45:53","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3448"},"modified":"2020-06-19T21:45:53","modified_gmt":"2020-06-19T19:45:53","slug":"petrolio-glvwxuerdqvldjhqhudoldwr-hgm-music-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/petrolio-glvwxuerdqvldjhqhudoldwr-hgm-music-2020\/","title":{"rendered":"Petrolio \u2013 GLVWXUER#DQVLD#JHQHUDOL]]DWR \u2013 HgM Music 2020"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Petrolio-GLVWXUERDQVLDJHQHUDOLDWR.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3449\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (19.06.2020)<br><br>Oldschool-Industrial, der aus St\u00f6rger\u00e4uschen und Atmosph\u00e4ren besteht, ohne Gitarren und ohne plakative Samples: Petrolio verst\u00f6rt und zerst\u00f6rt auf seiner neuen EP mit dem programmatisch-sperrigen Titel \u201eGLVWXUER#DQVLD#JHQHUDOL]]DWR\u201c. So ungef\u00e4hr klingen die vier St\u00fccke auch. Nichts f\u00fcr die Electro-Disco, sondern f\u00fcrs gepflegte Chillen daheim, wenn man ansonsten auch zu Free Jazz und Black Metal zu chillen in der Lage ist und gerade kein beklemmender Horrorfilm im Stream l\u00e4uft. Diese EP des Italieners gibt\u2018s nat\u00fcrlich standesgem\u00e4\u00df physisch nur als Tape!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Mucke haut zun\u00e4chst in die Fresse, da kennt Enrico Cerrato aus Asti mal nix. Mit voller Wucht startet das Tape, s\u00e4gt an Metallobjekten und an den Nerven, und weil das so sch\u00f6n wehtut, bettet er diesen rhythmisch pulsierenden L\u00e4rm in ein wohliges Ambientkissen. Der Hintergrund des Openers ist so dunkel-sch\u00f6n, dass die Aggressivit\u00e4t drumherum nicht destruktiv wirkt, sondern erbaulich. Der zweite Track klingt wie der Soundtrack zu einem \u201eSaw\u201c-Film, der noch gedreht werden muss, ohne Blut, aber mit der permanenten Androhung, welches vergie\u00dfen zu m\u00fcssen; keine Beats, nur Sounds, etwa von einem defekten Piano, Zirpen, Dr\u00f6hnen, Knirschen, bestimmen die sechs kreischenden Minuten.<br><br>Track drei setzt das zun\u00e4chst fort, weil der aber satte zehn Minuten zur Verf\u00fcgung hat, l\u00e4sst Cerrato alsbald einen schleppenden Beat und verzerrte Soundscapes einflie\u00dfen. Vor\u00fcbergehend, denn eine Stimmung aus Noise, verzerrten Samples und Drones, wie er sie arrangiert, funktioniert auch zwischendurch ganz gut ohne Beats. Sobald die wiederum in das Ger\u00e4uschkonglomerat zur\u00fcckkehren, kommt sogar mal etwas Tempo auf; ohne die fette Bassdrum zwar nicht tanzfl\u00e4chengeeignet, aber zum energischen Mitnicken, und mit den unbestimmten Stimmsamples einmal mehr spooky. Ein Rausch! Die letzten f\u00fcnf Minuten geh\u00f6ren einem in einem ruin\u00f6s verlassenen Haus sporadisch angespielten verstimmten Klavier, das alsbald von kettenrasselnden Wiederg\u00e4ngern heimgesucht wird.<br><br>Wenn Cerrato Industrial macht, orientiert er sich an den europ\u00e4ischen Urspr\u00fcngen, die aus rhythmisch angeordneten Sounds bestanden, noch ohne die amerikanischen Gitarren oder die postmodernen Filmsamples. Zudem hat er eine Vorliebe f\u00fcr dunklen Ambient und Drones, die er mit den Rhythmen vermengt. Seine Zielgruppe findet er somit weniger im Gruftbereich als in der Neoavantgarde, wenn man so will. Cerrato empfiehlt sich als Experimentator mit Vision.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (19.06.2020) Oldschool-Industrial, der aus St\u00f6rger\u00e4uschen und Atmosph\u00e4ren besteht, ohne Gitarren und ohne plakative Samples: Petrolio verst\u00f6rt und zerst\u00f6rt auf seiner neuen EP mit dem programmatisch-sperrigen Titel \u201eGLVWXUER#DQVLD#JHQHUDOL]]DWR\u201c. So ungef\u00e4hr klingen die vier St\u00fccke auch. 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