{"id":3412,"date":"2020-04-28T21:36:30","date_gmt":"2020-04-28T19:36:30","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3412"},"modified":"2020-04-28T21:36:30","modified_gmt":"2020-04-28T19:36:30","slug":"steamgenerator-black-as-coal-steamgenerator-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/steamgenerator-black-as-coal-steamgenerator-2019\/","title":{"rendered":"Steamgenerator \u2013 Black As Coal \u2013 Steamgenerator 2019"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Steamgenerator-Black-As-Coal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3413\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias\nBosenick (28.04.2020)<br>\n<br>\nDat is en Dampfmaschin! Als\nQuasi-Extrakt der Bands Grief Of God und Inner Bleeding tritt das\nWolfsburger Quintett Steamgenerator an, um den klassischen Doom der\nSiebziger mit neuem Leben zu f\u00fcllen. Black Sabbath mit Ozzy Osborne\nklingen klar durch die sechs Tracks des Deb\u00fcts, das sich mit Samples\nund atmosph\u00e4rischen Keyboardeins\u00e4tzen dennoch in der Gegenwart zu\nverorten wei\u00df und sogar vor einem Kraftwerk-Cover nicht\nzur\u00fcckschreckt. \u201eBlack As Coal\u201c ist ein gelungenes Album, und\nn\u00e4chstes Mal darf\u2019s auch gern eine metalgro\u00dfe Schippe mehr Dreck\nsein.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\nDas Tempo, so sagt es ein Sample im zweiten Track, habe gefehlt, um\nden Song gelingen zu lassen, und wenn dieser denn losgeht, dann\nerf\u00fcllt er nicht, was man nach dieser Ansage erwartet, sondern das\nGegenteil, n\u00e4mlich die Anforderungen an den Doom: Er schleppt sich\ndahin, anstatt zu beschleunigen. Hei\u00dft wohl: Steamgenerator\nverlangsamten den Song, um ihn in ihrem Sinne besser funktionieren zu\nlassen. Und er funktioniert gut, wie das ganze Album.<br>\n<br>\nIn\nSound und Gesang sind Steamgenerator sehr eng an die klassischen\nBlack Sabbath angelehnt, Cesare Piseddu singt bisweilen gar dem Ozzy\nrecht \u00e4hnlich. Nicht durchgehend: In manchen Passagen wagt die Band\nchorartige Gesangsarrangements oder auch am Ende des Titeltracks\neinen Chant; diese Sequenzen sind eigen, und das nicht als einzige\nauf dem Album. Denn wie Steamgenerator nicht nur die angesprochenen \u2013\n\u00fcbrigens deutschsprachigen, bei englisch verfassten Texten \u2013\nSamples, sondern auch das Keyboard einsetzen, bringt eine\nindividuelle Note in den wohlig verschleppten Doom.<br>\n<br>\nDabei\nist die Musik glasklar gespielt, die Dunkelheit, die sie vermittelt,\nhat einen unerwarteten Glanz; an mancher Stelle mag das sogar st\u00f6ren,\ndenn eigentlich geh\u00f6rt in diese melancholische Metal-Melange etwas\nmehr Dreck. Da darf die Band ruhig den Mut haben, ihre eigenen St\u00fccke\nzu besudeln; so klingt die Musik mitunter etwas zahmer, als sie\noffenkundig gemeint ist. Was der Qualit\u00e4t der Songs nicht schadet:\nSteamgenerator haben das Zeug zum Ohrwurm, trotz der erheblichen\nSchwere und heavy Riffs schwingt gute Laune mit, auch l\u00e4sst sich ein\nlatenter Hang zur Hymne nicht leugnen. Nicht zuletzt das \u201eWhisky\nRitual\u201c feiert im Hardrockstil die mitsingbare Freude am \u201eholy\nwater, holy shit\u201c. So klingt ein Trinklied an einem\nIndustriestandort.<br>\n<br>\nAuff\u00e4llig ist nat\u00fcrlich der\nCoversong, der in der reinen Download-Variante nicht enthalten ist,\nsondern nur auf der CDr im Digipak und im dazugeh\u00f6rigen Stream:\nSteamgenerator schicken \u201eRadioaktivit\u00e4t\u201c von Kraftwerk in ein\nParalleluniversum. Die von den D\u00fcsseldorfern 1991 vorgenommene\ninhaltliche Richtungs\u00e4nderung des St\u00fccks bleibt hier au\u00dfen vor,\nSteamgenerator ersetzen sie durch eigenen Samples und orientieren\nsich ansonsten am 1975er-Original, inklusive der wundersch\u00f6nen\nHarmonien im Instrumentalteil, nur eben eher im Stile der parallel\naktiven Black Sabbath. Ch\u00e2peau!<br>\n<br>\nZwar gibt es\nSteamgenerator erst seit drei, vier Jahren, doch sind viele der\nBeteiligten seit mehr als 30 Jahren miteinander musikalisch aktiv.\nMan kann die Band als Quersumme aus Inner Bleeding und Grief Of God\nbezeichnen: Schlagzeuger Christian Steffenhagen spielte bei beiden,\nKeyboarder Oliver Korsten, Gitarrist Marcus Milbrandt und Bassist\nTobias Gloge hinterlie\u00dfen jeweils in einer der beiden Bands ihre\nCredits, und S\u00e4nger Cesare Piseddu ist f\u00fcr sich ein Urgestein in\nWolfsburg. Weitere Stationen waren und sind unter anderem Oomph!,\nDespised und Roadkill Revolution f\u00fcr Gloge, Cryptic Voices f\u00fcr\nMilbrandt, Transmission Club f\u00fcr Steffenhagen und Milbrandt sowie\nBritallion f\u00fcr Piseddu. Und n\u00e4chstes Mal darf die Dampfmaschine\ngern noch mehr Druck aus\u00fcben, dann wird aus der Kohle gewiss ein\nDiamant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (28.04.2020) Dat is en Dampfmaschin! Als Quasi-Extrakt der Bands Grief Of God und Inner Bleeding tritt das Wolfsburger Quintett Steamgenerator an, um den klassischen Doom der Siebziger mit neuem Leben zu f\u00fcllen. 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