{"id":3385,"date":"2020-04-06T11:44:23","date_gmt":"2020-04-06T09:44:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3385"},"modified":"2020-04-06T11:44:23","modified_gmt":"2020-04-06T09:44:23","slug":"ethernet-orchestra-oceans-between-sound-pueblo-nuevo-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/ethernet-orchestra-oceans-between-sound-pueblo-nuevo-2020\/","title":{"rendered":"Ethernet Orchestra \u2013 Oceans Between Sound \u2013 Pueblo Nuevo 2020"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ethernet-Orchestra-Oceans-Between-Sound.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3386\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von\nMatthias Bosenick (05.04.2020)<br>\n<br>\nMehr als zwei Stunden\nEntspannungsmusik mit kakophonischen, aber sch\u00f6nen Strukturen\ngenerierte das personell offene und wortw\u00f6rtlich weltweit verstreute\nEthernet Orchestra um den australischen Trompeter Roger Mills auf\nseinem neuen Album \u201eOceans Between Sound\u201c. Alles flie\u00dft, kein\nL\u00e4rm unterbricht den Strom der Improvisationen, auch absurde\nGer\u00e4usche f\u00fcgen sich in die Stimmung ein. \u201eOceans Between Sound\u201c\nist eine Traumreise mehrmals um die Welt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hier von Weltmusik zu sprechen, geht reichlich an der Sache vorbei, auch wenn es sie trifft. In den Reigen an klassisch europ\u00e4ischen Instrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier reiht sich eine Reihe f\u00fcr Europ\u00e4er exotischer Musikalien wie Oud, Tar, Shakuhachi und Mongolische Pferdekopfgeige ein: Der Mix ist breit, die ganze Welt von Orient bis Okzident ist abgedeckt. Doch hat die dabei entstandene Musik nichts Folkloristisches: Vielmehr \u00fcberwiegen Drone, Ambient, Experiment und Entspannung. Jedes St\u00fcck entf\u00fchrt in eine andere Stimmung, w\u00e4hrend die Grundausrichtung stets ruhig bleibt. Manches erinnert an Sq\u00fcrl oder Neily Young, wenn die Gitarre mal bratzt, einmal pumpt ein unterschwelliger Afrobeat, exotisches Zirpen verleiht eine Urwaldatmosph\u00e4re, der Funk und der Jazz schl\u00e4ngeln sich durch die weit ge\u00f6ffneten Stilt\u00fcren, Anleihen aus Fernost und den Avantgardekellern New Yorks sind ebenfalls auszumachen. Ein Schlagzeug indes, das etwa wuchtig treibende Rhythmen vorgibt, tritt hier nicht zutage.<br> <br> Es ist erstaunlich, dass bei diesen Improvisationen quer \u00fcber Zeitzonen und Kontinente hinweg kein L\u00e4rm entstand. Jeder der Beteiligten h\u00e4lt sich zwar zur\u00fcck, wei\u00df sich aber eindrucksvoll auszudr\u00fccken. So entsteht Raum f\u00fcr Leere, ohne leer zu sein; es ist der titelgebende \u201eOzean zwischen den T\u00f6nen\u201c, der hier das Entspannende ergibt. Und Ozeane lagen auch w\u00e4hrend der Aufnahmen zwischen den Musikern.<br> <br> So geht das n\u00e4mlich: Jeder sitzt bei sich zu Hause in seinem Studio und ist live per Internet mit den Kollegen verbunden. Gemeinsam kreiert man dann diese St\u00fccke, bei denen jeder auf jeden achtet und sich analog zu dem, was die anderen generieren, in den sich ergebenden Track einbringt. Es ist dabei nicht so, dass jedes Mal alle an diesem Album beteiligten Musiker gleichzeitig online sind, vielmehr hat man bei jeden der 16 Tracks eine Auswahl an K\u00fcnstlern, im Schnitt jeweils drei.<br> <br> Involviert sind: Ensemble-Gr\u00fcnder Roger Mills alias Eartrumpet aus Sydney, der auch schon in Bristol zur Hochzeit des Trip Hop an entsprechenden Projekten mitwirkte sowie mit der Braunschweiger blackhole-factory improvisierte. Hier spielt er Trompete und designt Sounds. Die G\u00e4ste sind dieses Mal: Der britische Gitarrist Chris Vine ver\u00f6ffentlichte mit seiner Band Blurt auf Factory Records, seine Aufnahmen f\u00fcr dieses Album hingegen vollzog er in Brasilien. Versiert an Saxophon, Laptop und der Shakuhachi (Bambusfl\u00f6te) und in diversen Bands aktiv ist der in Gro\u00dfbritannien beheimatete Herv\u00e9 Perez. Das Klavier und die Synthies steuert Holger Deuter aus Deutschland bei, Kehlkopfgesang und Mongolische Pferdekopfgeige bringt Bukhchuluun Ganburged mit. Zudem sind die letzten Synthie-Aufnahmen von Richard Lainhart aus New York enthalten, der als Komponist und Musiker unter anderem mit Steve Reich und John Cage arbeitete. Zum Ensemble geh\u00f6ren au\u00dferdem Yavuz Uydu an der Oud, Aref Tolorei an der Tar (Langhalslaute), Achim Tang am Double Bass, Peyman Sayyadi an der Tanbour (Langhalslaute), Wesley Ribeiro am Schlagzeug, Shaun Premnath an den Tablas sowie Mir Shahabeddin Chilan mit Balaban (Holzblasinstrument), Doneli (Doppelfl\u00f6te), Setar (Langhalslaute) und Ney Jofti (Fl\u00f6te). Die Aufnahmen erstreckten sich \u00fcber einen Zeitraum von sechs Jahren.<br> <br> <a href=\"https:\/\/pueblonuevo.cl\/oceans-between-sound\/\">h<\/a><a href=\"https:\/\/pueblonuevo.cl\/oceans-between-sound\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"ttps:\/\/pueblonuevo.cl\/oceans-between-sound\/ (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">ttps:\/\/pueblonuevo.cl\/oceans-between-sound\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.04.2020) Mehr als zwei Stunden Entspannungsmusik mit kakophonischen, aber sch\u00f6nen Strukturen generierte das personell offene und wortw\u00f6rtlich weltweit verstreute Ethernet Orchestra um den australischen Trompeter Roger Mills auf seinem neuen Album \u201eOceans Between Sound\u201c. 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