{"id":3293,"date":"2020-01-24T15:35:59","date_gmt":"2020-01-24T14:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3293"},"modified":"2020-01-27T08:24:39","modified_gmt":"2020-01-27T07:24:39","slug":"the-cure-40-live-eagle-vision-universal-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-cure-40-live-eagle-vision-universal-2019\/","title":{"rendered":"The Cure \u2013 40 Live \u2013 Eagle Vision\/Universal 2019"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"114\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/The-Cure-40.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3294\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias\nBosenick (24.01.2020)<br>\n<br>\nMit gleich zwei \u00fcberlangen\nLivekonzerten feiern The Cure ihren 40. Geburtstag und decken damit\nihre komplette Discographie ab. Konzeptbedingt: Der erste Gig namens\n\u201eCur\u00e6tion25\u201d beinhaltet je einen Song von jedem Album, zun\u00e4chst\nvon alt nach neu und dann wieder umgekehrt, und der zweite Gig mit\ndem schlichten Titel \u201eAnniversary\u201d ber\u00fccksichtigt zus\u00e4tzlich zu\nden wenigen \u00dcberschneidungen auch die Hits und Lieblingsst\u00fccke, die\nThe Cure ansonsten noch so anzubieten haben. Die gegenw\u00e4rtige Band\nspielt sich tight und originalgetreu vom Postpunk \u00fcber Wave, Disco,\nShoegaze, Manchester-Rave, Rock bis Pop durch das vielf\u00e4ltige Oeuvre\nder Paradegruftband. Die k\u00f6nnen\u2019s noch!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\nMan fragt sich nat\u00fcrlich: Wie kommen bei 13 Studioalben und je zwei\nSongs von jedem auf \u201eCur\u00e6tion25\u201c ganze 28 Lieder zusammen? Auf\ndas 14. Album wartet die Welt doch nun seit \u00fcber elf Jahren. Und\ntats\u00e4chlich, die beiden Songs im Scheitelpunkt der Kurve sind neu\nund geben wom\u00f6glich einen Ausblick auf das, was da kommen mag. Das\nbleibt in der Spur, nicht so verk\u00fcnstlicht wie die Vorabsingles zu\n\u201e4:13 Dream\u201c, die dann auch auf dem Album wieder mehr nach The\nCure klangen, und im Sound so ins Konzept eingebettet, dass sie\nzeitlich gar nicht einzuordnen w\u00e4ren. Unaufgeregt, aber sch\u00f6n.<br>\n<br>\nIm\nRahmen des Konzeptes sehen sich The Cure zudem dazu gezwungen, auch\nmal wieder Rarit\u00e4ten ins Set aufzunehmen. So bekommt man\n\u201eBananafishbones\u201c und \u201eJupiter Crash\u201c zu h\u00f6ren; das zu\nletzterem geh\u00f6rende Album \u201eWild Mood Swings\u201c geh\u00f6rt f\u00fcr The\nCure ohnehin nur seltenst ins Set. Ebenfalls konzeptbedingt fehlen\nnat\u00fcrlich Singles, die von keinem Album stammen, aber daf\u00fcr gibt\u2019s\nin dieser Box eben noch das zweite Konzert. Es l\u00e4sst sich die\nkreative Entwicklung der Band recht sch\u00f6n nachzeichnen, obschon die\nironischen Discohits der Compilation \u201eJapanese Whispers\u201c eben\nfehlen. The Cure sind zwar l\u00e4ngst wieder eine Gitarrenband, doch\nstreuen sie an entscheidenden Stellen Samples ein und haben einen\nKeyboarder dabei, f\u00fcr die sch\u00f6nen Fl\u00e4chen mancher St\u00fccke. Und\nniemand wimmert dazu so wehm\u00fctig wie Robert Smith.<br>\n<br>\nAuf\nder \u201eAnniversary\u201c bekommt man dann endlich \u201eThe Walk\u201c, aber\nauch die fr\u00fchen Non-Album-Hitsingles \u201eBoys Don\u2019t Cry\u201c und\n\u201eJumping Someone Else\u2019s Train\u201c sowie \u201eBurn\u201c vom \u201eThe\nCrow\u201c-Soundtrack und \u201eNever Enough\u201c von der \u201eMixed\nUp\u201c-Compilation, offenbar das einzige St\u00fcck seiner Art \u00fcbrigens,\ndas f\u00fcr The Cure selbst relevant ist, denn \u201eWrong Number\u201c von\nder \u201eGalore\u201c-Compilation sowie \u201eJust Say Yes\u201c von der\n\u201eGreatest Hits\u201c ber\u00fccksichtigen sie nicht nur hier nicht. Das\nSet endet mit den ersten Hits von vor 40 Jahren, als letztes spielen\nsie mit \u201eKilling An Arab\u201c ihre allererste Single aus dem Jahr\n1978, das sie noch vor einiger Zeit selbst zensierten, um nicht als\nislamophob zu gelten, derweil aber offenbar hinreichend\nAufkl\u00e4rungsarbeit dahingehend leisteten, dass sich das Lied auf\nAlbert Camus bezieht, und \u00e4ndern den Text hier daher nicht mehr ab,\netwa in \u201eKissing An Arab\u201c.<br>\n<br>\nWas beide Konzerte eint,\nist das Tempo: Die Band l\u00e4sst kaum Raum, die Songs wirken zu lassen,\nda hat man The Cure schon anders erlebt. Insbesondere das allseits\ngefeierte \u201eA Forest\u201c verliert hier an Wirkungskraft, weil es sich\neinfach jeweils an das St\u00fcck davor anschlie\u00dft; das hat man auch\nschon anders erlebt. Auf gro\u00dfartige Ansagen von Robert Smith wartet\nman zudem vergebens, einen kurzen Text zum 40. Geburtstag gibt es\nimmerhin w\u00e4hrend \u201eAnniversary\u201c. Das hat wiederum den Vorteil,\ndass man die Musik eben ohne Unterbrechungen genie\u00dfen\nkann.<br>\n<br>\nTrotzdem fehlen einige Hits und pers\u00f6nliche\nFavoriten, aber wer 40 Jahre lang Musik macht, hat eben ein\ngigantisches Oeuvre, das selbst in sechs Stunden Spielzeit und\nabz\u00fcglich gelegentlicher Dopplungen nicht umfassend ber\u00fccksichtigt\nwerden kann. Zudem stellt man fest, dass Robert Smith in seinem\neigenen Schwerpunkt bestimmte Alben bevorzugt und andere komplett\nausklammert. Gerade deshalb ist so ein enges Konzept wie das von\n\u201eCur\u00e6tion25\u201c so bemerkenswert.<br>\n<br>\nNeben Robert Smith\nsind hier bei The Cure: Bassist Simon Gallup (bereits 1979 mit einer\nkurzen Pause bei The Cure), Schlagzeuger Jason Cooper (seit 1995\ndabei), Gitarrist Reeves Gabrels (Anfang der Neunziger von Tin\nMachine ausgehend Gitarrist bei David Bowie, seit 2012 bei The Cure)\nund Keyboarder Roger O\u2019Donnell (seit 1997 mit Unterbrechungen an\nBord). Seit acht Jahren ist das urspr\u00fcngliche Trio also mal wieder\nzu f\u00fcnft.<br>\n<br>\nBeide Konzerte gibt es separat erh\u00e4ltlich, in\ndieser Box finden sie sich alternierend als DVD oder BluRay sowie auf\nvier zus\u00e4tzlichen CDs inklusive einem bunt bebilderten Begleitbuch\nvereint. Gerade diese Kombination lohnt sich, wegen des breiter\ngefassten \u00dcberblicks. Und weil die Box h\u00fcbsch anzusehen\nist.<br>\n<br>\nCur\u00e6tion25 Tracklist:<br>\nFrom There To Here:<br>\n01\nThree Imaginary Boys (von \u201eThree Imaginary Boys\u201d, 1979)<br>\n02\nAt Night (von \u201eSeventeen Seconds\u201c, 1980)<br>\n03 Other Voices\n(von \u201eFaith\u201c, 1981)<br>\n04 A Strange Day (von \u201ePornography\u201c,\n1982)<br>\n05 Bananafishbones (von \u201eThe Top\u201c, 1984)<br>\n06 A\nNight Like This (von \u201eThe Head On The Door\u201c, 1986)<br>\n07 Like\nCockatoos (von \u201eKiss Me Kiss Me Kiss Me\u201c, 1987)<br>\n08 Pictures\nOf You (von \u201eDisintegration\u201c, 1989)<br>\n09 High (von \u201eWish\u201c,\n1992)<br>\n10 Jupiter Crash (von \u201eWild Mood Swings\u201c, 1996)<br>\n11\n39 (von \u201eBloodflowers\u201c, 2000)<br>\n12 Us Or Them (von \u201eThe\nCure\u201c, 2004)<br>\n13 It&#8217;s Over (von \u201e4:13 Dream\u201c, 2008)<br>\n14\nIt Can Never Be The Same (neu)<br>\nFrom Here To There:<br>\n15 Step\nInto The Light (neu)<br>\n16 The Hungry Ghost (von \u201e4:13 Dream\u201c)<br>\n17\nAlt.End (von \u201eThe Cure\u201c)<br>\n18 The Last Day Of Summer (von\n\u201eBloodflowers\u201c)<br>\n19 Want (von \u201eWild Mood Swings\u201c)<br>\n20\nFrom The Edge Of The Deep Green Sea (von \u201eWish\u201c)<br>\n21\nDisintegration (von \u201eDisintegration\u201c)<br>\n22 If Only Tonight We\nCould Sleep (von \u201eKiss Me Kiss Me Kiss Me\u201c)<br>\n23 Sinking (von\n\u201eThe Head On The Door\u201c)<br>\n24 Shake Dog Shake (von \u201eThe\nTop\u201c)<br>\n25 One Hundred Years (von \u201ePornography\u201c)<br>\n26\nPrimary (von \u201eFaith\u201c)<br>\n27 A Forest (von \u201eSeventeen\nSeconds\u201c)<br>\n28 Boys Don&#8217;t Cry (von \u201eThree Imaginary\nBoys\u201c)<br>\n<br>\nAnniversary 1978-2018 Tracklist:<br>\n01\nPlainsong (von \u201eDisintegration\u201c)<br>\n02 Pictures Of You (von\n\u201eDisintegration\u201c)<br>\n03 High (von \u201eWish\u201c)<br>\n04 A Night\nLike This (von \u201eThe Head On The Door\u201c)<br>\n05 The Walk (von\n\u201eJapanese Whispers\u201c)<br>\n06 The End Of The World (von \u201eThe\nCure\u201c)<br>\n07 Lovesong (von \u201eDisintegration\u201c)<br>\n08 Push\n(von \u201eThe Head On The Door\u201c)<br>\n09 Inbetween Days (von \u201eThe\nHead On The Door\u201c)<br>\n10 Just Like Heaven (von \u201eKiss Me Kiss Me\nKiss Me\u201c)<br>\n11 If Only Tonight We Could Sleep (von \u201eKiss Me\nKiss Me Kiss Me\u201c)<br>\n12 Play For Today (von \u201eSeventeen\nSeconds\u201c)<br>\n13 A Forest (von \u201eSeventeen Seconds\u201c)<br>\n14\nShake Dog Shake (von \u201eThe Top\u201c)<br>\n15 Burn (von \u201eThe Crow\u201c\nO.S.T., 1994)<br>\n16 Fascination Street (von \u201eDisintegration\u201c)<br>\n17\nNever Enough (von \u201eMixed Up\u201c, 1990)<br>\n18 From The Edge Of The\nDeep Green Sea (von \u201eWish\u201c)<br>\n19 Disintegration (von\n\u201eDisintegration\u201c)<br>\n20 Lullaby (von \u201eDisintegration\u201c)<br>\n21\nThe Caterpillar (von \u201eThe Top\u201c)<br>\n22 Friday I&#8217;m In Love (von\n\u201eWish\u201c)<br>\n23 Close To Me (von \u201eThe Head On The Door\u201c)<br>\n24\nWhy Can&#8217;t I Be You? (von \u201eKiss Me Kiss Me Kiss Me\u201c)<br>\n25\nThanks @ 40 <br>\n26 Boys Don&#8217;t Cry (von \u201eBoys Don\u2019t Cry\u201c,\n1980)<br>\n27 Jumping Someone Else&#8217;s Train (von \u201eBoys Don\u2019t\nCry\u201c)<br>\n28 Grinding Halt (von \u201eThree Imaginary Boys\u201c)<br>\n29\n10.15 Saturday Night (von \u201eThree Imaginary Boys\u201c)<br>\n30 Killing\nAn Arab (von \u201eBoys Don\u2019t Cry\u201c)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (24.01.2020) Mit gleich zwei \u00fcberlangen Livekonzerten feiern The Cure ihren 40. Geburtstag und decken damit ihre komplette Discographie ab. 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