{"id":3201,"date":"2019-11-18T21:36:23","date_gmt":"2019-11-18T20:36:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3201"},"modified":"2019-11-18T21:36:23","modified_gmt":"2019-11-18T20:36:23","slug":"sacred-son-arthurian-catacombs-sacred-son-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sacred-son-arthurian-catacombs-sacred-son-2019\/","title":{"rendered":"Sacred Son \u2013 Arthurian Catacombs \u2013 Sacred Son 2019"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Sacred-Son-Arthurian-Catacombs.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3202\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias\nBosenick (18.11.2019)<br>\n<br>\nAus seinem Soloprojekt machte der\nEngl\u00e4nder Dane Cross in nur zwei Jahren eine komplette Band: Nicht\nnur deshalb klingt \u201eArthurian Catacombs\u201c ausgereifter als das\nselbstbetitelte Deb\u00fct von Sacred Son. Die gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit\nwurde dem Musiker indes wegen des Covers zuteil: Darf man sich im\nBlack Metal mit Sonnenbrille vor einer Meeresk\u00fcste ablichten lassen?\nEine Ohrfeige f\u00fcr Puristen also und auf dem vorliegenden Nachfolger\nein amtliches atmosph\u00e4risches und wechselvolles St\u00fcck\nSchwarzmetall. Dem indes eine wuchtigere Produktion gut getan h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dieses Mal steht\nDane Cross unter dem klassisch unleserlichen Bandnamen-Schriftzug vor\neiner Kirchenruine, ohne Sonnenbrille, aber im ausgebleichten\nJeanshemd unter dem schwarzen Sakko. Damit n\u00e4hert sich der\nverunglimpfte Satiriker optisch seinem Sujet an, dem Black Metal.\nMusikalisch trifft er es ohnehin: Die Gitarre gniedelt schneller, als\ndas Ohr es erfassen kann, das Schlagzeug pr\u00fcgelt blastend dazu und\nder Gesang br\u00fcllt und kreischt anscheinend irgendwas von \u201etorture\u201c.\nPasst also alles.<br>\n<br>\nZumindest partiell: Cross g\u00f6nnt seiner\nVersion von Black Metal, von dem es zahllose Versionen gibt und recht\nviele, die sich viel zu sehr \u00e4hneln, auch Gitarrensoli und Passagen\ndunkelsten Ambients. Zum Beispiel zum Auftakt: Erst nach den knapp\ndrei Minuten unterschwelligen Dr\u00f6hnens springt einem die Wucht des\nabrupt einsetzenden zweiten St\u00fcckes erst so richtig ins Gesicht. Von\nSonne keine Spur.<br>\n<br>\nZum Partiellen geh\u00f6rt indes auch, dass\nman den Bass nicht so gut heraush\u00f6rt. Die Musik scheint sich auf nur\neiner Ebene zu bewegen, der Sound erscheint beinahe etwas schrill.\nUnd das, obwohl sich Cross eine komplette Band zusammenstellte: Dazu\nholte er sich Gitarrist Mark Norgate, mit dem er bereits bei\nSwanwalker spielt, sowie Wrott-Schlagzeuger Jamie Tatnell und Bassist\nStuart Gardham.<br>\n<br>\nUnd wenn man dann denkt, dass einem das\nGeboller \u00fcber die gesamte Spielzeit erhalten bleibt, schiebt Cross\nwieder ein Dark-Ambient.St\u00fcck ein und l\u00e4sst den Track danach in den\nvon Death-Metal-Sounds getragenen Doom gleiten.Das Tempo bleibt\nschleppend, die Gitarren aber h\u00f6her gespielt als beim klassischen\nDoom, au\u00dferdem gemahnt die Stimme nach wie vor an die Zuordnung zum\nBlack Metal. Allm\u00e4hlich rappeln sich die Musiker auf und spielen\nschneller, aber bis zuletzt ohne die Blasts.<br>\n<br>\nDanach wird\ndas Album wieder atmosph\u00e4risch-dunkel, das St\u00fcck passt bestens in\neinen Horrorfilm. \u201eWritten and performed by Wandering Rocks\u201c sei\ndieses, sagen die Credits, doch scheint es sich dabei um einen\nweiteren Scherz zu handeln, denn diese Form des akustischen Ausatmens\nerfordert nicht zwingend die Teilnahme eines anderen Projektes.\nDerweil suggeriert dieses ausfadende St\u00fcck, dass es sich dabei\nanalog zum Opener um den Rauschmei\u00dfer handelt, und wieder grinst\nsich Cross eins, denn danach knallt er einem noch zwei St\u00fccke um die\nOhren, von denen gleich das n\u00e4chste wieder die typische\nBlack-Metal-Ohrfeige beinhaltet. Dieser Song birgt einige\nThrash-Passagen, mit galoppierendem Groove, aber nur kurz\neingestreut; eine angenehme Erweiterung des Sounds. In \u00fcber elf\nMinuten ist auch Zeit, sich an den modernen Post-Black-Metal\nanzupassen, also den Postrock einflie\u00dfen zu lassen, indem Cross f\u00fcr\neine Weile dezent an der unverzerrten Gitarre zupft, bis er wieder\nlosbr\u00fcllt. Die Gitarre s\u00e4gt fortan, und man mag sie daf\u00fcr feiern.\nZuletzt bleibt Cross seiner Linie doch noch treu und fabriziert\nendg\u00fcltig den Rauswerfer, der dem Reinkommer \u00e4hnelt.<br>\n<br>\nMan\ndarf nicht den Fehler begehen und das Projekt Sacred Son als reine\nSpa\u00dfangelegenheit abtun. Seine Musik nimmt Cross sehr wohl ernst,\nlediglich den Habitus des Genres eher nicht. Wer nicht \u00fcber sich\nselbst lachen kann, soll eben weiter Kirchen anz\u00fcnden. Die Sonne tut\ndem Black Metal gut!<br>\n<br>\nDas Album gibt es als Download und\nleider wie das Deb\u00fct viel zu schnell vergriffen auch als\nSchallplatte. F\u00fcr Haptiker existiert als Kompromiss immerhin eine\nCDr im Cardboard. Und wer ist eigentlich Alessandro Salzano?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (18.11.2019) Aus seinem Soloprojekt machte der Engl\u00e4nder Dane Cross in nur zwei Jahren eine komplette Band: Nicht nur deshalb klingt \u201eArthurian Catacombs\u201c ausgereifter als das selbstbetitelte Deb\u00fct von Sacred Son. 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