{"id":3186,"date":"2019-11-08T15:35:40","date_gmt":"2019-11-08T14:35:40","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3186"},"modified":"2019-11-08T15:35:40","modified_gmt":"2019-11-08T14:35:40","slug":"opeth-in-cauda-venenum-moderbolaget-nuclear-blast-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/opeth-in-cauda-venenum-moderbolaget-nuclear-blast-2019\/","title":{"rendered":"Opeth \u2013 In cauda venenum \u2013 Moderbolaget\/Nuclear Blast 2019"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Opeth-In-cauda-venenum.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3187\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias\nBosenick (08.11.2019)<br>\n<br>\nMan m\u00f6chte mit Wane Hussey rufen:\n\u201eGive me \u201aDeliverance\u2018!\u201c Aus den schwedischen\nBlack-Death-Prog-Metallern ist eine Dudelcombo geworden, deren\nPseudo-Retro-Rock wie ein Verbund aus Plastik und Pappe klingt. \u201eIn\ncauda venenum\u201c, \u201eDas Gift ist im Schwanz\u201c, ist das inzwischen\nvierte Album, das vom Ur-Sound der Band in diese Richtung abweicht,\nund damit das vierte Argument, sich anderen Metalk\u00fcnstlern\nzuzuwenden oder eben das Altwerk zu bevorzugen. Dieses Album nervt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\nWarum \u00fcberhaupt Retro? Okay, weil es sich gut verkauft, aber\neinfallsreich ist es nicht, seine Karriere auf bereits entwickelte\nSounds zu gr\u00fcnden. Damit mag man auf Altstadtfesten Erfolge feiern\nsowie bei Nachgeborenen oder Altfans, die Deep Purple, Led Zeppelin\noder die klassischen Progbands im Geiste neu erleben wollen. Wer\nOpeth indes wegen Opeth mochte, kann sich nur mit Best\u00fcrzen\nabwenden: Davon ist n\u00e4mlich fast nichts mehr \u00fcbrig.<br>\n<br>\nFast\nnichts: Die Songs haben komplexe Strukturen, das war schon immer so,\ndas macht Opeth aus. Wo sie aber fr\u00fcher nach intensivierter\nPixies-Manier zwischen melancholischer Wehmut und brutalster H\u00e4rte\nherumsprangen, fallen die H\u00e4rteteile nun zugunsten von Gedudel weg.\nDas geht beinahe in die Schlagerrichtung, was hier passiert, mit\nOrgel, Streichern (\u00fcbrigens arrangiert von Altprogger Dave Stewart)\nund \u201eAh\u201c-Ch\u00f6ren. Sobald die Band dann doch noch mal eine\nvielversprechende Richtung einschl\u00e4gt, springt die Beliebigkeit in\ndie Bresche und rettet die Mucke vor der gestreckten Pommesgabel. Und\ndas auch noch bei unterirdischem Sound.<br>\n<br>\nVon wegen, \u201eDas\nGift ist im Schwanz\u201c, S\u00e4nger Mikael \u00c5kerfeldt hat nicht einmal\nmehr Eier. War die Abwesenheit von Growls auf \u201eDamnation\u201c noch\nlogisch und vor allem musikalisch nachvollziehbar, wirkt sie seit\n\u201eHeritage\u201c wie die Erkl\u00e4rung seines stimmlichen Unverm\u00f6gens.\nDaf\u00fcr tr\u00e4gt er die Texte erstmals auf Schwedisch vor, was ganz\nfreundlich klingt und sicherlich auch \u00e4lteren Alben gut gestanden\nh\u00e4tte. Die Idee ist also fein, aber der Kontext nicht. Und offenbar\ntraut die Band der Idee selbst nicht weit genug \u00fcber den Weg, denn\nsie ver\u00f6ffentlicht das Album wahlweise parallel oder als\nBonus-Tontr\u00e4ger auch noch auf Englisch; bei Kraftwerk lernen hei\u00dft\nabzocken lernen, denn k\u00fcnstlerisch hat das keine Relevanz.<br>\n<br>\nMehr\ngibt es dazu auch kaum zu sagen. Im drei\u00dfigsten Jahr ihres Bestehens\nmachen Opeth seit zehn Jahren Schei\u00dfmusik, das macht immerhin neun\ngute von 13 Alben. Und Opeth gehen Hand in Hand mit Tool, einer\nebenfalls progressiven Band gehobener H\u00e4rte, die mit ihrem neuen\nOutput langweilt. Mal gucken, was gerade im Black Metal so abgeht, da\ntrauen sich die Musiker noch etwas. Aber was hilft es: Die Charts\ngeben Opeth leider Recht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.11.2019) Man m\u00f6chte mit Wane Hussey rufen: \u201eGive me \u201aDeliverance\u2018!\u201c Aus den schwedischen Black-Death-Prog-Metallern ist eine Dudelcombo geworden, deren Pseudo-Retro-Rock wie ein Verbund aus Plastik und Pappe klingt. \u201eIn cauda venenum\u201c, \u201eDas Gift ist im Schwanz\u201c, ist &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/opeth-in-cauda-venenum-moderbolaget-nuclear-blast-2019\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-3186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3186"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3188,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3186\/revisions\/3188"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}