{"id":3176,"date":"2019-10-24T22:18:20","date_gmt":"2019-10-24T20:18:20","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=3176"},"modified":"2019-10-24T22:18:20","modified_gmt":"2019-10-24T20:18:20","slug":"deflore-jaz-coleman-party-in-the-chaos-subsound-records-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/deflore-jaz-coleman-party-in-the-chaos-subsound-records-2019\/","title":{"rendered":"Deflore &#038; Jaz Coleman \u2013 Party In The Chaos \u2013 Subsound Records 2019"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Deflore-Jaz-Coleman-Party-In-The-Chaos.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3177\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Von Matthias\nBosenick (24.10.2019)<br>\n<br>\nJaz Coleman ist also schwerst\nbegeistert vom r\u00f6mischen Industrial-Duo Deflore, was ihn nun dazu\ntrieb, eine gemeinsame EP einzuspielen. Seine erste Kollaboration,\nwie gern kolportiert wird, und dabei geraten unter anderem Anne\nDudley, Shihad und \u00deeyr in Vergessenheit. Die EP nun klingt\nlediglich partiell wie Killing Joke, und wenn, dann nicht zuletzt\nwegen Colemans durchdringend r\u00f6hrendem Gesang; musikalisch leistet\nsich das Duo mehr elektronische Feinheiten als Colemans Hauptband.\nDas Vinyl ist zweifarbig bunt und geetcht und nicht zuletzt den Kauf\nwert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\nDer Titeltrack poltert nun wuchtig auf den H\u00f6rer ein. Typisch\nhymnisch r\u00f6hrt Coleman vom \u201eParty In The Chaos\u201c, Christian\nCeccarelli und Emiliano Di Lodovico industrialrocken dazu wie Killing\nJoke vor 20 Jahren, also heavy, aber mit Elektro-Einschlag und deftig\ngroovend. Man h\u00f6rt den S\u00e4nger f\u00f6rmlich wie einen Zampano zappeln,\nganz wie in dem Video zu \u201eFVEY\u201c von Shihad. Zu diesem St\u00fcck\nl\u00e4sst es sich vermutlich besser headbangen als auf dem Indiefloor\nabzappeln, aber man soll ja niemanden bremsen.<br>\n<br>\n\u201eSunset\nIn The West\u201c klingt exakt so: Ein atmosph\u00e4rischer Ambient-Einstieg\ngeht in mit E-Gitarren unterf\u00fctterten und zart gebrochenen\nElectro-Beat \u00fcber, der nach kurzer Eruption dem Piano wieder den\nPlatz r\u00e4umt und nach einer Verschnaufpause wieder zur\u00fcckkehrt.\nColeman steuert hier die Keyboards bei; herauszuh\u00f6ren ist sein\nEinfluss nicht. Zur\u00fcck zum Electrometalbrett geht es mit dem letzten\nSt\u00fcck \u201eTranshuman World\u201c, f\u00fcr das Coleman wieder singt. Die\nKombination aus Elektronik und Gitarren klingt wie eine besser\nproduzierte Variante dessen, was in den Neunzigern von Bands wie\nCubanate oder K-Nitrate kam. Der Track schleppt sich gewaltig \u00fcber\nwuchtige Beats, an Fear Factory erinnernde Gitarren und ambientartige\nKeyboards. Colemans Gesang wird zun\u00e4chst verzerrt, sp\u00e4ter singt er\nklar in seiner tieferen Stimmlage.<br>\n<br>\nAlso drei komplett\nverschiedene Tracks mit Daseinsberechtigung, die dem Killing-Joke-Fan\nund -Sammler das Oeuvre angemessen erweitern. Insbesondere, wenn er\ndas zweifarbige Vinyl mit dem Etching auf der B-Seite w\u00e4hlt. Was nun\nnicht zutrifft, ist die Aussage, Coleman sei hier seine erste\nKollaboration eingegangen. Abgesehen von den Klassik-Alben sowie den\nProduzenten-Arbeiten f\u00fcr seine neuseel\u00e4ndischen Buddys Shihad gab\nes mit \u201eSongs From The Victorious City\u201c mit Anne Dudley von The\nArt Of Noise einen ersten Eindruck davon, was Killing Joke sp\u00e4ter in\nden Neunzigern in \u00c4gypten so treiben w\u00fcrden. Weitere Credits\nhinterlie\u00df Coleman als Gasts\u00e4nger bei dem Post-Grunge-Projekt Levee\nWalkers mit Mike McCreedy (unter anderem Pearl Jam), Duff McKagan\n(unter anderem Guns N\u2018 Roses) und Barrett Martin(unter anderem\nScreaming Trees), mit der neuseel\u00e4ndischen S\u00e4ngerin Minehewi Mohi\nunter dem gemeinsamen Alias Oceania, als Remixer bei der\nIndierockband Dark Star, mit der tschechischen Folkloreband \u010cechomor,\nals Gasts\u00e4nger bei Les Tambours Du Bronx, als Duettpartner von\nDeasonika und \u2013 ohne Ver\u00f6ffentlichung \u2013 in den Achtzigern bei\nden isl\u00e4ndischen Apokalyptikern \u00deeyr unter dem Namen\nNiceland.<br>\n<br>\nDeflore nun, das Duo aus Rom, ist bereits seit\n20 Jahren aktiv. Auch von den Italienern gibt es ein Nebenprojekt:\nUnter dem Namen Monte Meccano ver\u00f6ffentlichten sie vor sieben Jahren\nein Industrial-Ambient-Dub-Album. In das Oeuvre von Di Lodovico und\nCeccarelli sollte man also auch noch mal etwas tiefer eintauchen. Und\ndann hoffen wir, dass Coleman seine bereits vor Jahren vorfinanzierte\nOrchesterversion von Killing Joke auch nach dem Pleitegang von Pledge\nnoch umgesetzt bekommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (24.10.2019) Jaz Coleman ist also schwerst begeistert vom r\u00f6mischen Industrial-Duo Deflore, was ihn nun dazu trieb, eine gemeinsame EP einzuspielen. 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