{"id":2951,"date":"2019-05-07T22:16:45","date_gmt":"2019-05-07T20:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2951"},"modified":"2019-05-17T12:28:05","modified_gmt":"2019-05-17T10:28:05","slug":"devin-townsend-empath-inside-out-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-empath-inside-out-2019\/","title":{"rendered":"Devin Townsend \u2013 Empath \u2013 Inside Out 2019"},"content":{"rendered":"\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-2 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"110\" height=\"110\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Devin-Townsend-Empath.jpg\" alt=\"\" data-id=\"2952\" class=\"wp-image-2952\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"110\" height=\"110\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Devin-Townsend-Empath-lim-ed-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"2955\" data-link=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-empath-inside-out-2019\/devin-townsend-empath-lim-ed-2\/\" class=\"wp-image-2955\"\/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias\nBosenick (07.05.2019)<br>\n<br>\nEin Mammutwerk, das man entweder f\u00fcr\nseine Vielseitigkeit feiert oder es weit von sich schiebt: Devin\nTownsend, erkl\u00e4rter Tausendsassa, kann alles und macht auf seinem\nneuen Solowerk \u201eEmpath\u201c auch alles, und zwar durcheinander.\nSicherlich ist es staunenswert, was Dev da auftischt, aber stringent\ngeht anders, catchy Tunes bekam er auch schon mal besser hin. Man\nbraucht ewig, um durch den Stilmix durchzusteigen, und freut sich,\ndass er auf der limitierten Bonus-CD doch eher auf so etwas wie Songs\nsetzt. Die G\u00e4steschar ist so \u00fcppig wie die Orchestrierung. Ist das\nnoch Metal?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich darf\nman, muss man sich dar\u00fcber freuen, wenn Genrevertreter nicht die\nreine Lehre predigen, denn ein weiter Horizont b\u00fcrgt f\u00fcr, nun,\neinen weiten Horizont. Es ist sch\u00f6n, wenn Komponisten und Musiker\n\u00dcberraschendes nachvollziehbar, aber unvorhersehbar in ihre Arbeiten\neinflechten. Wenn das dann aber wie mit der Brechstange geschieht\noder per Zufallsprinzip eingedroppt, geht der H\u00f6rgenuss einigerma\u00dfen\nverloren. Klar, Dev kann alles, das hat er bislang auch eindrucksvoll\ngezeigt, aber das eher auf einzelne Alben verteilt: Thrash und Speed\nMetal auf \u201eHeavy As A Really Heavy Thing\u201c, Punk auf \u201eCooked On\nPhonics\u201c, Techno auf \u201eDevlab\u201c, Ambient auf \u201eThe Hummer\u201c,\nPowerpopmetal auf \u201eAddicted!\u201c, Folklore auf \u201eGhost\u201c,\nOrchestermetal auf \u201eOcean Machine Live\u201c, Gospel auf \u201eEpicloud\u201c,\nProgmetal auf \u201eTranscendence\u201c, Unplugged auf \u201eUnplugged\u201c,\nCountry auf \u201eCasualties Of Cool\u201c und so weiter. Schon auf\n\u201eDeconstrucion\u201c aber verunsicherte er seine H\u00f6rer damit, im\nviertelst\u00fcndigen \u201eThe Mighty Masturbator\u201c alles einmal quer\ndurcheinander gemixt zu haben. Auf \u201eEmpath\u201c erhebt er diese\nVorgehensweise nun zum Albumkonzept.<br>\n<br>\nDiese ganzen Genres,\ninklusive einem hier eher missgl\u00fcckten Reggae, klebt Dev nun\n\u00fcbergangslos aneinander. Innerhalb der Tracks wechseln die\nStimmungen, die Energien, die Sounds unwillk\u00fcrlich; die Indizes\nerscheinen wahllos gesetzt, es h\u00e4tten entweder viel mehr oder gar\nkeine sein sollen. All diese Versatzst\u00fccke nun sind zwar technisch\neinwandfrei, aber ohne Kontext und damit auch ohne erkennbare Seele.\nJa, Dev kann was, aber er ber\u00fchrt damit dieses Mal leider nicht.\nZudem klingen manche Powermetalpassagen wie finnischer Chartsmetal,\n\u00fcberproduziert und auf den schlichten Effekt geb\u00fcrstet.<br>\n<br>\nPuh.\nDie limitierte Bonus-CD bietet einen vergleichbaren Stilmix, aber auf\neinzelne Tracks verteilt, die dann sogar sowas wie\nWiedererkennbarkeit anzubieten haben. Hier f\u00e4llt es leichter, sich\nden Stimmungen Townsends hinzugeben und sich sp\u00e4ter noch an manche\nSongs zu erinnern. Und: Das Artwork ist schick, mit dem gestanzten\nSlipcase sowie der esoterisch bemotivten Pappklapph\u00fclle mit den lila\nElefanten.<br>\n<br>\nUnd ach ja, die G\u00e4ste: Anneke van Giersbergen\nist wieder mit von der Partie, Devs Gitarrenlehrer Steve Vai\nebenfalls. Au\u00dferdem unter anderem: Frank Zappas Tour-Keyboarder Mike\nKeneally, Fredrik Thordendals Kumpel Morgan \u00c5gren von Mats &amp;\nMorgan, Ch\u00e9 Aimee Dorval von Casualties Of Cool sowie Chad Kroeger\nvon Nickelback, die vorw\u00e4rts so klingen wie Nickelback.<br>\n<br>\n\u201eEmpath\u201c\nist eine \u00dcberforderung, immerhin schick verpackt und auf hohem\nmusikalischen Niveau. Ein reines Reggae-Album von Dev w\u00e4re jetzt an\nder Zeit. Die T\u00fcr daf\u00fcr ist ge\u00f6ffnet, irgendwo auf \u201eEmpath\u201c\nist sie versteckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.05.2019) Ein Mammutwerk, das man entweder f\u00fcr seine Vielseitigkeit feiert oder es weit von sich schiebt: Devin Townsend, erkl\u00e4rter Tausendsassa, kann alles und macht auf seinem neuen Solowerk \u201eEmpath\u201c auch alles, und zwar durcheinander. 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