{"id":285,"date":"2012-11-05T13:04:04","date_gmt":"2012-11-05T12:04:04","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=285"},"modified":"2012-11-10T14:39:44","modified_gmt":"2012-11-10T13:39:44","slug":"devin-townsend-project-fear-factory-live-in-der-markthalle-in-hamburg-am-31-oktober-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-project-fear-factory-live-in-der-markthalle-in-hamburg-am-31-oktober-2012\/","title":{"rendered":"Devin Townsend Project &#038; Fear Factory \u2013 Live in der Markthalle in Hamburg am 31. Oktober 2012"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-DTP-01.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-290\" title=\"Olli Zsch\u00f6rnig - DTP 01\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-DTP-01-150x150.jpg\" alt=\"Devin Townsend Project\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-DTP-02.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-292\" title=\"Olli Zsch\u00f6rnig - DTP 02\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-DTP-02-150x150.jpg\" alt=\"Devin Townsend Project\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-FF-03.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-293\" title=\"Olli Zsch\u00f6rnig - FF 03\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-FF-03-150x150.jpg\" alt=\"Fear Factory\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-FF-04.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-294\" title=\"Olli Zsch\u00f6rnig - FF 04\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Olli-Zsch\u00f6rnig-FF-04-150x150.jpg\" alt=\"Fear Factory\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (05.11.2012)<br \/>\nFotos von Olli Zsch\u00f6rnig<\/p>\n<p>Ach, Devin war gar nicht der Hauptact? Fear Factory sind heute gr\u00f6\u00dfer als Devin? Obwohl die in der Zeit stehengeblieben sind und Devin sich weiterentwickelt hat, wie auch das Konzert belegte? Eigenartig. Nun gut. F\u00fcr die eine Stunde lustigen Metal-Prog-Devin hat sich die stumpfe Fear-Factory-Party mit der Reminiszenz an die eigene Adoleszenz aber auf jeden Fall gelohnt.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nEine Vorband zur Vorband gab es auch noch, vermutlich hie\u00df sie Syqem und kam aus Hamburg. Die Polyrhythmik entliehen die vier Metallk\u00f6pfe bei Meshuggah, den Gesang bei NuRockern wie Nickelback. Ging recht okay ab, mit ein bisschen mehr Eigenst\u00e4ndigkeit kann da etwas Amtliches draus werden.<\/p>\n<p>In der angrenzenden Umbauphase liefen Videoclips \u00fcber die Leinwand im Hintergrund. Ziltoid machte sich \u00fcber Bummbumm lustig, etwa den Techno Viking, und etwas schr\u00e4ge Werbung. Ging gut los. Dann kam die Band, zur \u00dcberraschung eben wirklich das Devin Townsend Project zuerst: Glatzkopf Devin selbst im Shirt und schwarzen Blazer, dazu an den anderen Saiteninstrumenten Kerle mit ZZ-Top-B\u00e4rten sowie ein Drummer, allesamt in Optik und Verhalten nicht eben Metal-typisch, sehr angenehm also. Der ganze Gig belegte, dass geiler, dynamischer und harter Metal auch ohne die klassischen Insignien \u00fcberzeugt. Daf\u00fcr ist Devin einfach zu sehr Spielkalb, Komiker, Clown, als dass er das im Rahmen eines Metal-Konzertes verbergen wollte. Im Gegenteil, er machte sich an manchen Stellen insbesondere \u00fcber klassische Metal-Posen lustig, etwa mit der Ansage, das n\u00e4chste Lied sei f\u00fcr die echten Metal-Guys, die immer in der letzten Reihe \u201eso\u201c dastehen, und verschr\u00e4nkte die Arme und schmollte, und das n\u00e4chste Lied war dann wirklich eine Dampframme. Die ganze Band musizierte so leichtf\u00fc\u00dfig, dass Sound und Bild gar nicht so recht zusammenpassen wollten. Eine Gitarre muss schwer aussehen, sonst kann auch die Musik nicht nach Schwermetall klingen, meint man.<\/p>\n<p>Das Repertoire machte Fans gl\u00fccklich, beschr\u00e4nkte Devin sich nicht auf die f\u00fcnf mit dem Project erschienenen Alben, sondern auf seine gesamte (Solo-)Karriere, zum Beispiel mit \u201eRegulator\u201c vom Ocean-Machine-Deb\u00fct und \u2013 passend zum Datum \u2013 \u201eVampira\u201c vom Album \u201eSynchestra\u201c der Devin Townsend Band. Die Fans bekamen also seine Pop-Balladen ebenso zu h\u00f6ren wie die Metal-Bretter \u2013 weniger heavy als die in der Setlist ausgeklammerten Strapping Young Lad war das Project an solchen Stellen auch nicht. Schade, dass Anneke van Giersbergen nicht dabei war, aber sie ert\u00f6nte dezent vom Band, wie auch so manche Keyboard-Einspielung. \u00dcberhaupt war der Gig so durchkonzipiert, dass jeder Ton exakt zum Hintergrundfilmchen passte, aber machte nix, dynamisch blieb es. \u00c0 propos Hintergrundfilmchen, einmal machte sich eine b\u00e4rtige Puppe \u00fcber den typischen Meshuggah-Sound lustig; die Frage blieb offen, wie Devin das meinte, schlie\u00dflich neigt auch er zum Frickeln.<\/p>\n<p>Kann nat\u00fcrlich sein, dass das in seine Haltung passte, sich \u00fcber den typischen Metal lustig zu machen. Als er \u201eGrace\u201c ank\u00fcndigte, behauptete Devin, es handele von Liebe, und dass er das Publikum bittet, zu Hause mal wieder die Katze zu streicheln, den Hund zu f\u00fcttern oder \u2013 sofern er noch lebt \u2013 sich mit dem Papageien zu besch\u00e4ftigen, und fragte: \u201eIst das Metal?\u201c Und gab selbst die Antwort: \u201eDas ist Metal.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Gigs nahm Devin unabl\u00e4ssig Kontakt zum Publikum auf, und nicht allein, indem er es ansprach: Er ging mitten hinein, ber\u00fchrte, lie\u00df sich ber\u00fchren. Zuletzt warfen die Musiker Plektren und Sticks in die Menge, die Pleks sch\u00f6n mit DTP-Logo drauf und Musiker-Portr\u00e4t auf der R\u00fcckseite. Ein Reisenspa\u00df, wenn auch der Sound etwas breiig war.<\/p>\n<p>Nicht so bei Fear Factory, bei denen sich die Halle tats\u00e4chlich mehr f\u00fcllte als bei Devin. F\u00fcr die Kalifornier sei der 31. Oktober mehr als nur Halloween, wie Burton C. Bell mehrfach betonte: \u201eHeute vor genau 22 Jahren haben Dino und ich Fear Factory gegr\u00fcndet\u201c, einmal mit dem Zusatz: \u201eDa waren einige von euch noch gar nicht geboren.\u201c Die Redundanz in der Wiederholung dieser Tatsache gipfelte indes in einem witzigen Akt: Devin kam gegen Gig-Ende, um mit der Band eine Flasche Champagner zu k\u00f6pfen, w\u00e4hrend das Publikum brav \u201eHappy Birthday To You\u201c sang, wenn auch nicht wie gew\u00fcnscht auf Deutsch.<\/p>\n<p>So redundant wie die Ansage war auch die Musik, muss man mal ehrlich feststellen. Fear Factory sind heavy, eine br\u00fcllende Pr\u00e4zisionsmaschine, in ihrer Technik einzigartig, aber leider selbstlimitiert. Die neueren Alben sind eine Kopie des Erfolgsalbums \u201eDemanufacture\u201c, nur ohne die Atmosph\u00e4re, und somit klangen auch im Konzert die neuen St\u00fccke verwechselbar. Fear Factory \u2013 seit kurzem nur noch aus Burton und Dino mit zwei namenlosen Begleitmusikern bestehend \u2013 starteten den Gig mit den Hits aus ihrem zu NuMetal-Zeiten erschienenen Erfolgsalbum \u201eObsolete\u201c und neueren St\u00fccken. Klar, \u201eShock\u201c, \u201eEdgecrusher\u201c, das brachte die Meute zum H\u00fcpfen, das sind auch geile Songs. Die anderen waren dann eher nackenbrechende Br\u00fcllmonster. Zur zweiten H\u00e4lfte dann hob das Quartett den Geburtstag in den Vordergrund und beschr\u00e4nkte sich bis zum Schluss nur noch auf die ersten beiden Alben \u201eSoul Of A New Machine\u201c und \u201eDemanufacture\u201c. Ja, die Songs damals waren auch schon so brutal hart wie die neuen, aber irgendwie besser strukturiert, catchier, mit mehr Hooks. Und die Party eben bei den \u00c4lteren im Publikum umso h\u00e4rter. \u201eSelf Bias Resistor\u201c mal wieder live h\u00f6ren, das war schon gro\u00dfartig, und die zweite Konzerth\u00e4lfte eben eine tolle Retro-Party.<\/p>\n<p>So blieb das Gute an Fear Factory in der Vergangenheit, w\u00e4hrend Devin selbst seine alten Songs frischer und druckvoller klingen lie\u00df und sowieso mehr in die Zukunft blickte. Und die Zukunft hielt einen angenehm schlaff\u00f6rdernden Tinnitus bereit.<\/p>\n<p>Setlist Devin Townsend Project:<\/p>\n<p>Supercrush!<br \/>\nKingdom<br \/>\nRegulator<br \/>\nPlanet Of The Apes<br \/>\nWhere We Belong<br \/>\nWar<br \/>\nColonial Boy<br \/>\nVampira<br \/>\nLucky Animals<br \/>\nJuular<br \/>\nGrace<\/p>\n<p>Setlist Fear Factory:<\/p>\n<p>The Industrialist<br \/>\nRecharger<br \/>\nShock<br \/>\nEdgecrusher<br \/>\nFear Campaign<br \/>\nAcres Of Skin<br \/>\nLinchpin<br \/>\nNew Messiah<br \/>\nMartyr<br \/>\nScapegoat<br \/>\nSelf Immolation<br \/>\nDemanufacture<br \/>\nSelf Bias Resistor<br \/>\nZero Signal<br \/>\nReplica<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.11.2012) Fotos von Olli Zsch\u00f6rnig Ach, Devin war gar nicht der Hauptact? Fear Factory sind heute gr\u00f6\u00dfer als Devin? Obwohl die in der Zeit stehengeblieben sind und Devin sich weiterentwickelt hat, wie auch das Konzert belegte? 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