{"id":2682,"date":"2018-10-19T16:04:42","date_gmt":"2018-10-19T14:04:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2682"},"modified":"2018-10-19T16:04:42","modified_gmt":"2018-10-19T14:04:42","slug":"project-pitchfork-fragment-trisol-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/project-pitchfork-fragment-trisol-2018\/","title":{"rendered":"Project Pitchfork \u2013 Fragment \u2013 Trisol 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2683\" title=\"Project Pitchfork - Fragment\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Project-Pitchfork-Fragment.jpg\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"110\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (19.10.2018)<\/p>\n<p>Je weiter sich Peter Spilles von seinen F\u00e4higkeiten als Komponist entfernt, desto gr\u00f6\u00dfer wird sein Output \u2013 keine gl\u00fcckliche Entwicklung f\u00fcr Project Pitchfork. Viel hilft eben nicht viel, da w\u00e4re eine Pause angeraten, doch ist dies mit Ansage derzeit nicht in Aussicht, denn die Band befindet sich inmitten einer Albumtriologiever\u00f6ffentlichung. Das aktuelle \u201eFragment\u201c setzt das neue Triptychon kaum ein Jahr nach \u201eAkkretion\u201c fort und impliziert die baldige Fortsetzung. Die man nicht braucht, wenn die Pitchies die Tendenz beibehalten, von Album zu Album schlechter und beliebiger zu werden. \u201eFragment\u201c ist D\u00fcsterschlager mit Schunkelgarantie.<\/p>\n<p><!--more-->Spilles\u2018 Output erschl\u00e4gt einen. Jahr um Jahr neue Alben mit im Grunde kaum ver\u00e4nderten Liedern, da hilft auch kein spirituell-gesellschaftskritischer \u00dcberbau: Seine Synthetikmucke wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich, und je h\u00e4ufiger sie dies tut, desto mehr schleift sie ihre Ecken und Kanten ab. Wenn Spilles dann doch mal Dirk Scheuber eine Gitarre bratzen l\u00e4sst, klingt das wie ein \u00c4quivalent zum schlechten Photoshop. Und die Strukturen der Songs feiern auch Helene-Fischer-Fans.<\/p>\n<p>Man kann nat\u00fcrlich auch befinden, dass die Mucke einen hohen Wiedererkennungswert hat: Spilles bleibt sich treu, man kriegt, was man erwartet, hier werden keine Versprechen gebrochen. Stimmt: Seit die Band auf Trisol ver\u00f6ffentlicht, klingen alle Alben beinahe gleich, also seit \u201eContinuum Ride\u201c 2010. Das betrifft nunmehr sieben Alben und gilt vermutlich auch f\u00fcr das n\u00e4chste.<\/p>\n<p>Vorbei die Zeiten, als die Pitchies sogar als Chartsband noch gruftig waren, vor rund 20 Jahren. Ganz abgesehen von denen, bis sie zur Chartsband wurden, mit einem noch gitarrenfreien Electro, der deutlich von Skinny Puppy beeinflusst war und mit harscheren Sounds und kompromissloseren Songstrukturen eigene Akzente setzte, nicht nur in der Szene. Auf die sollte man ohnehin l\u00e4ngst nicht mehr h\u00f6ren \u2013 wenn \u201eFragment\u201c tats\u00e4chlich den Szenegeschmack trifft, gibt es keinen Grund, sich dieser neuerlich zugeh\u00f6rig zu f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Wie immer kommt auch \u201eFragment\u201c limitiert als Buch mit h\u00fcbschen Bildern und einer Bonus-CD mit zwei exklusiven Tracks und drei Remixen. Der Auftakt der Bonus-CD l\u00e4sst einmal aufhorchen, dann vergeht das auch wieder und man findet sich erneut in leicht gedimmter Schlageratmosph\u00e4re wieder. Da gl\u00fcht nichts mehr wie Io im All.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (19.10.2018) Je weiter sich Peter Spilles von seinen F\u00e4higkeiten als Komponist entfernt, desto gr\u00f6\u00dfer wird sein Output \u2013 keine gl\u00fcckliche Entwicklung f\u00fcr Project Pitchfork. 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