{"id":2670,"date":"2018-10-15T21:39:40","date_gmt":"2018-10-15T19:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2670"},"modified":"2018-10-15T21:39:40","modified_gmt":"2018-10-15T19:39:40","slug":"cowboy-junkies-all-that-reckoning-latentproper-records-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/cowboy-junkies-all-that-reckoning-latentproper-records-2018\/","title":{"rendered":"Cowboy Junkies \u2013 All That Reckoning \u2013 Latent\/Proper Records 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2671\" title=\"Cowboy Junkies - All That Reckoning\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Cowboy-Junkies-All-That-Reckoning.jpg\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"110\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (15.10.2018)<\/p>\n<p>So vielf\u00e4ltig kann es ausfallen, wenn eine Band immer das Gleiche macht: Das Stilspektrum muss nur weit genug gef\u00e4chert sein, dann ist auch ein neues Album, das sich beim bisherigen Oeuvre bedient, trotzdem reichhaltig. F\u00fcr die Cowboy Junkies bedeutet dies: Folklore und Alternative Country, Walzer, Indierock, dargereicht sowohl in fragiler Sch\u00f6nheit als auch in dronigen, schweren Rocksongs. Da kann einem noch so viel bekannt vorkommen, das neue Album ist so abwechslungsreich, dass man es dennoch mit Freude genie\u00dft.<\/p>\n<p><!--more-->Die Fragilit\u00e4t, mit der man die Cowboy Junkies seit 30 Jahren verbindet, fu\u00dft auf den damals erschienenen zweiten Album \u201eTrinity Sessions\u201c, in einer Kirche eingespielten Songs, so zart und bisweilen traurig, dass man der Band gar nicht so etwas wie Subversivit\u00e4t oder Aggressivit\u00e4t zugetraut h\u00e4tte \u2013 und dabei stammt das nicht nur durch einen Soundtrack bekannteste St\u00fcck jenes Albums \u201eSweet Jane\u201c von den definitiv subversiven Velvet Underground. Mit diesem Werk im Ohr, wunderte man sich \u00fcber die Jahre, dass die Cowboy Junkies auch mal den Gitarrenverzerrer einschalteten, die Songs durchgehend nicht glasklar spielten, sondern mit dronigen St\u00f6rsounds arbeiteten, oder dass Margo Timmins sich nicht scheute, auch mal \u201eFuck\u201c zu singen. Genau, das macht die Cowboy Junkies aus, und genau das, nicht wortw\u00f6rtlich vielleicht, bekommt man auch auf \u201eAll That Reckoning\u201c.<\/p>\n<p>Sch\u00f6nheit liegt nicht zwingend in Glattheit, und die Cowboy Junkies wissen, wie sie mit unerwarteten Gitarrensounds ihre eigentlich wunderh\u00fcbschen Songs torpedieren k\u00f6nnen, ohne sie zu zerst\u00f6ren, sondern ihnen vielmehr eine zus\u00e4tzliche Sch\u00f6nheitsebene zu geben, die sie von anderen St\u00fccken schlichtweg unterscheidet. Mit der zaghaft wirkenden Stimme gaukelt Margo Timmins eine Verletzlichkeit vor, die die Musik nicht transportiert; destruktiv ist diese mitnichten, kann aber genau so leicht, wie sie klingt, auch mal schwer werden, wuchtig, dr\u00f6hnend. Und dann freut man sich, weil so eine komplett ruhige Platte gibt\u2019s von den Kanadiern ja schon, da k\u00f6nnen sie ruhig h\u00e4ufig unruhig werden.<\/p>\n<p>Seit 1986 macht die Timmins-Familienbande als Cowboy Junkies Musik, \u201eAll That Reckoning\u201c ist Album Nummer \u2013 irgendetwas zwischen 16 und 18, je nach Z\u00e4hlweise. Nach jener geh\u00f6rt \u201eNotes Falling Slow\u201c von 2015 nicht dazu, weil es drei Wiederver\u00f6ffentlichungen \u00e4lterer Alben beinhaltet, aber als viertes eine CD mit unver\u00f6ffentlichten St\u00fccken aus der Zeit, die im Grunde wiederum ein Album ergeben (und die Bonus-EP \u201e\u2018neath The Covers\u201c ausspart). Aber so sind eben die vier Alben der \u201eNomad Series\u201c von 2010 bis 2012 die Vorg\u00e4ngeralben von \u201eAll That Reckoning\u201c. Ist ja auch egal: Jedes Album lohnt sich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.10.2018) So vielf\u00e4ltig kann es ausfallen, wenn eine Band immer das Gleiche macht: Das Stilspektrum muss nur weit genug gef\u00e4chert sein, dann ist auch ein neues Album, das sich beim bisherigen Oeuvre bedient, trotzdem reichhaltig. 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