{"id":266,"date":"2012-10-24T17:38:59","date_gmt":"2012-10-24T15:38:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=266"},"modified":"2012-11-10T14:40:26","modified_gmt":"2012-11-10T13:40:26","slug":"steve-hackett-genesis-revisited-ii-insideoutemi-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/steve-hackett-genesis-revisited-ii-insideoutemi-2012\/","title":{"rendered":"Steve Hackett &#8211; Genesis Revisited II &#8211; Insideout\/EMI 2012"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-272\" title=\"Steve Hackett - Genesis Revisited II\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Steve-Hackett-Genesis-Revisited-II.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Guido H\u00f6rster (24.10.2012)<\/p>\n<p>Da ist sie nun also, Hacketts zweite &#8222;Retro-Werkschau&#8220; seiner eigenen musikalischen Vergangenheit.<br \/>\nWar beim Erstling (&#8222;Genesis Revisited&#8220;, 1996) noch der Ansatz, durch teilweise abenteuerliche Neuarrangements den alten Genesis-Klassikern neue Aspekte abzugewinnen, was imho zumindest im Instrumentalteil von &#8222;Firth Of Fifth&#8220; in die Hose ging, ging es Herrn Hackett diesmal darum, die Songs weitgehend werkgetreu neu einzuspielen, um dank der 35-40 Jahre j\u00fcngeren Studiotechnik Nuancen herauszuarbeiten, die damals im detail\u00e4rmeren Klangbild einfach drohten, unterzugehen.<br \/>\nUnd tats\u00e4chlich &#8211; ist man in der Lage, die zwangsl\u00e4ufig nicht wie Gabriel bzw. Collins klingenden Stimmen der Gasts\u00e4nger mental auszublenden, hat man im direkten Vergleich h\u00e4ufig den Eindruck, die Originale kl\u00e4ngen, als st\u00fcnden die Boxen hinter einem Vorhang. So viel differenzierter und klarer kommen die Neueinspielungen aus den Boxen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDie instrumentale Werktreue freilich erzeugt f\u00fcr mich ein unerwartetes Problem: Die alten Genesis-Scheiben hat man meistens nicht song-selektiv, sondern am St\u00fcck geh\u00f6rt, soda\u00df sich in der H\u00f6rerwartung eine bestimmte Reihenfolge bei den Songs einstellt. Dieser wurde Hackett zwar bei der Kombination &#8222;Horizons&#8220; mit nachfolgendem &#8222;Supper&#8217;s Ready&#8220; gerecht, soda\u00df ich ihm den gef\u00fchlt 1317. Aufgu\u00df seines Signatur-St\u00fcckes verzeihe, aber nach dem bombastischen Finale von &#8222;Entangled&#8220; erwarten meine Ohren eigentlich &#8222;Squonk&#8220;, welches hier nicht vertreten ist.<\/p>\n<p>Die Songzusammenstellung ist ansonsten soweit ok, wobei ich nach mehrerem H\u00f6ren schon den Eindruck habe, da\u00df das Ganze auch noch ein Ideechen besser h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Z.B. h\u00e4tte &#8222;The Return Of The Giant Hogweed&#8220; als Song der Gabriel-\u00c4ra besser auf CD 1 zu den restlichen Gabriel-Songs gepasst. Daf\u00fcr h\u00e4tten die vier Solost\u00fccke, die laut Booklet Bez\u00fcge zu Genesis haben, teils, weil sie von den \u00fcbrigen Mitgliedern abgelehnt worden waren, teils, weil es sich um Co-Kompositionen mit anderen Genesis-Mitgliedern handelt, besser auf eine Bonus-CD gepasst &#8211; obwohl selbst bereits Klassiker im Schaffen Hacketts, fehlt ihnen doch im Vergleich die Dichte bei Komposition bzw. Arrangement. In der gleichen Zeit passiert in einem Genesis-Song einfach mehr.<\/p>\n<p>Zur Werktreue: Hier hat Hackett sich wirklich erstaunlich selbst diszipliniert: Spontan fallen nur die neuen verl\u00e4ngerten Intros von &#8222;Dancing With The Moonlit Knight&#8220; und &#8222;Blood On The Rooftops&#8220; auf, au\u00dferdem hat er ein Keyboard-Solo in &#8222;Supper&#8217;s Ready&#8220;s &#8222;Apocalypse in 9\/8&#8220; teilweise durch ein Gitarrensolo ersetzt. Als Teil eines Musikerkollektivs mu\u00dfte er bei Genesis aber sicher \u00f6fters auch mal beim Arrangement Abstriche machen, wenn es darum ging, wie pr\u00e4sent seine Gitarre im Klangspektrum abgemischt wird.<\/p>\n<p>Zur Auswahl der S\u00e4nger:<br \/>\nEinige versuchen, durch eigene Phrasierungen eine pers\u00f6nliche Note zu hinterlassen, was zumindest bei Mikael \u00c5kerfeldt (Opeth), Steven Wilson (Porcupine Tree) und Gary O&#8217;Toole (langj\u00e4hriger Hackett-Drummer und live schon &#8222;Blood On The Rooftops&#8220;-erfahren) gut funktioniert.<br \/>\nSimon Collins singt seinen &#8222;Supper&#8217;s Ready&#8220;-Part ungef\u00e4hr so, wie Papa Phil das auf der Liveversion der &#8222;Seconds Out&#8220; 1977 machte.<br \/>\nFrancis Dunnery bekommt f\u00fcr sein &#8222;Dancing With The Moonlit Knight&#8220; den 1. Preis als bester Gabriel-Imitator, daf\u00fcr f\u00e4llt Nad Sylvan bei &#8222;The Chamber Of 32 Doors&#8220; und &#8222;The Musical Box&#8220; v\u00f6llig durch &#8211; er versucht so krampfhaft nach Gabriel zu klingen, da\u00df er auf eine unfreiwillig komische Weise an Fishs Gesang zu Marillion-Zeiten erinnert.<\/p>\n<p>Als Fazit bin ich wirklich zwiegespalten:<br \/>\nEinerseits verehre ich die alten Genesis-Songs wie nichts Zweites und freue mich \u00fcber die &#8222;Aktualisierungen&#8220; im differenzierteren Klangbild,<br \/>\nandererseits waren die Originale auch so erhaben, da\u00df man eigentlich nichts mehr daran verbessern kann &#8211; die Gefahr einer Verschlimmbesserung hingegen ist sehr gro\u00df, wobei den S\u00e4ngern da eine tragende Rolle zukommt.<br \/>\nEinerseits ist es sch\u00f6n, da\u00df die Ver\u00f6ffentlichung zu einer dazugeh\u00f6renden Tour f\u00fchrt (ich suche noch eine MFG f\u00fcr Mai 2013 von BS nach Hamburg!),<br \/>\nandererseits habe ich aber auch schon irgendwo gelesen, da\u00df augerechnet Nad Sylvan (s.o.) bei Hacketts Tourband der Haupts\u00e4nger sein wird.<\/p>\n<p>P.S.: genug Material f\u00fcr ein &#8222;Genesis Revisited III&#8220; bleibt immer noch \u00fcbrig: Mit &#8222;Squonk&#8220;, &#8222;The Cinema Show&#8220; oder z.B. &#8222;One For The Vine&#8220; g\u00e4bs da noch einiges, auch w\u00fcrde ich gern das von den anderen gehasste &#8222;After The Ordeal&#8220; \u00fcberarbeitet h\u00f6ren.<br \/>\nHerr Hackett sollte sich aber nicht wieder 16 Jare Zeit lassen, denn sonst ist er beim Erscheinen von Teil III 78 Jahre alt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido H\u00f6rster (24.10.2012) Da ist sie nun also, Hacketts zweite &#8222;Retro-Werkschau&#8220; seiner eigenen musikalischen Vergangenheit. 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