{"id":2659,"date":"2018-10-08T21:33:22","date_gmt":"2018-10-08T19:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2659"},"modified":"2018-10-08T21:33:22","modified_gmt":"2018-10-08T19:33:22","slug":"spiritualized-and-nothing-hurt-bella-union-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/spiritualized-and-nothing-hurt-bella-union-2018\/","title":{"rendered":"Spiritualized \u2013 And Nothing Hurt \u2013 Bella Union 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2660\" title=\"Spiritualized - And Nothing Hurt\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Spiritualized-And-Nothing-Hurt.jpg\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"110\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (08.10.2018)<\/p>\n<p>Ganz allein kriegt er\u2019s auch hin: Aus Kostengr\u00fcnden ist das neue Album von Spiritualized mehr oder weniger ein Soloprojekt von Bandchef Jason Pierce. Weil er mal wieder Bock hatte, seine eigene Musik in Albumform zu bringen, macht er genau das, ein Album voll mit genau der Musik, die man unter Spiritualized erwartet \u2013 mit keiner Abweichung, keiner Neuerung, keinem Experiment. Was f\u00fcr ein experimentelles Projekt schon beinahe gewagt ist. \u201eAnd Nothing Hurt\u201c ist in sich gut, Drogengospelspacerock auf hohem Niveau, aber komplett frei von Innovation. Aber das Cover ist sch\u00f6n!.<\/p>\n<p><!--more-->Wenn man Spiritualized seit 28 Jahren verfolgt, hat man eine ungef\u00e4hre Erwartung an ein neues Album und daran, wie die Musik zu klingen hat, und die erf\u00fcllt Pierce auch artig. Die Musik basiert grob auf Rock, ist gern elegisch und auf Schwerelosigkeit ausgerichtet, transportiert diese wie auch immer induzierte Spiritualit\u00e4t mit einem Gospelanstrich, l\u00e4sst gelegentlich ein wohliges dissonantes Tr\u00f6ten vernehmen und bem\u00fcht ansonsten recht gern den zum Mitwiegen animierenden Dreivierteltakt. Also alles korrekt auf \u201eAnd Nothing Hurt\u201c.<\/p>\n<p>Und doch wundert man sich, dass man nicht das Gef\u00fchl hat, wirklich ein neues Spiritualized-Album zu h\u00f6ren. Selbst innerhalb der Platte fallen manche Unterschiede kaum ins Gewicht, verglichen mit dem Rest der Diskographie \u2013 sieben Alben seit 1992 \u2013 wirkt \u201eAnd Nothing Hurt\u201c eher wie eine Best-Of als wie eine Sammlung neuer Songs. Als n\u00e4chstes wundert man sich, dass einem die Lieder zwar vertraut vorkommen, dass man sie aber nicht konkret wiedererkennt; das ist dann wohl das eindeutige Indiz, es doch mit bislang unver\u00f6ffentlichten Kompositionen zu tun zu haben.<\/p>\n<p>Und so ganz allein war Pierce nat\u00fcrlich auch nicht. So viel Gospelchor liegt dann doch nicht in seiner Stimme, und so ganz mag er auf seine bei aller Wechselhaftigkeit inzwischen teilweise doch langj\u00e4hrigen Mitmusiker verzichten. Denn obwohl das Vorg\u00e4ngeralbum auch schon sechs Jahre alt ist, dauert es doch erheblich, eine solche Opulenz wie auf \u201eAnd Nothing Hurt\u201c allein zu generieren, zumindest, sofern man noch ein Leben drumherum hat.<\/p>\n<p>Anders als bei den drei Alben davor, \u201eAmazing Grace\u201c, \u201eSongs In A&amp;E\u201c und \u201eSweet Heart Sweet Light\u201c, ist das Artwork nicht mehr nur noch gut bis lustig, sondern auch noch der Musik entsprechend opulent: Die CD kommt in einem Doppelklappcover, das in einem Schuber steckt. H\u00fcbsch ansehnlich und aufw\u00e4ndig, wenn auch nat\u00fcrlich nicht so sehr wie die Zw\u00f6lf-Tabletten-Schachtel von \u201eLadies And Gentlemen We Are Floating In Space\u201c. Immerhin! Und auch, wenn die Musik nicht so einfallsreich ist: Schlecht ist sie auch nicht. Wer \u201eAnd Nothing Hurt\u201c h\u00f6rt, h\u00f6rt es gern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.10.2018) Ganz allein kriegt er\u2019s auch hin: Aus Kostengr\u00fcnden ist das neue Album von Spiritualized mehr oder weniger ein Soloprojekt von Bandchef Jason Pierce. 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