{"id":2646,"date":"2018-09-06T21:16:49","date_gmt":"2018-09-06T19:16:49","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2646"},"modified":"2018-09-06T21:16:49","modified_gmt":"2018-09-06T19:16:49","slug":"october-burns-black-fault-line-outland-media-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/october-burns-black-fault-line-outland-media-2018\/","title":{"rendered":"October Burns Black \u2013 Fault Line \u2013 Outland Media 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2647\" title=\"October Burns Black - Fault Line\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/October-Burns-Black-Fault-Line.jpg\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"110\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (06.09.2018)<\/p>\n<p>Man hat als K\u00fcnstler alle M\u00f6glichkeiten der Welt offen, besonders, wenn man schon jahrzehntelang aktiv ist. Da schlie\u00dfen sich also diverse altgediente Mucker aus der Gruftiszene 2015 zur Band October Burns Black zusammen und spielen nun eine EP ein \u2013 die dem Genre Gothic Rock aber auch gar nichts hinzuf\u00fcgt. Sie k\u00f6nnen das sehr gut, was sie machen, okay, aber das hat man so oder so \u00e4hnlich bereits im Regal stehen, zigfach. Eine Entt\u00e4uschung auf hohem Niveau.<\/p>\n<p><!--more-->In den vier Songs steckt alles, was man aus dem Genre kennt: dunkelgestimmte Gitarren, angenehme dunkle Singstimme, flottes Tempo, jubilierende U2-Akkorde (hier: The-Mission-Akkorde) \u2013 und sonst nichts. Man kann nat\u00fcrlich auch sagen, dass es an der EP nichts auszusetzen gibt, weil einfach alles stimmt, jeder Ton erf\u00fcllt die Anspr\u00fcche an klassischen Gothic Rock. So machten das die Helden der Szene, die es zum Zeitpunkt ihrer h\u00f6chsten Kreativit\u00e4t in dem Sinne noch gar nicht gab, und so machen es auch October Burns Black. Kann man gut h\u00f6ren, tut nicht weh, man h\u00e4ngt sich nicht gleich auf, man merkt sich aber auch kaum einen der Songs f\u00fcr l\u00e4nger. Nicht Mystisches, nicht Experimentelles, nichts Unvorhersehbares \u2013 eine vertane Chance.<\/p>\n<p>Die Band kokettiert hinter vorgehaltener Hand mit dem Wort \u201eSupergroup\u201c, weil ihre Mitglieder aus anderen Szenegr\u00f6\u00dfen stammen. Wenn man sich auskennt. Simon Rippin, der hier als Gast s\u00e4mtliche Schlagzeugspuren einspielte und nicht zur offiziellen Bandbesetzung geh\u00f6rt, d\u00fcrfte der bekannteste Vertreter sein: Die Liste seiner Bet\u00e4tigungsfelder ist so lang wie der Bart, den die Musik hat \u2013 von den Fields Of The Nephilim und The Nefilim \u00fcber Sensorium, NFD, Adoration, The Eden House \u00fcber Thanateros, Red Sun Revival und Grooving In Green bis eben October Burns Black.<\/p>\n<p>An zweiter Stelle d\u00fcrfte S\u00e4nger Ger Egan stehen, der in den Neunzigern mit This Burning Effigy in zweiter bis dritter Reihe die Aufmerksamkeit der Dunkelrockfans auf sich zog und dann offenbar pausierte. Die anderen drei sind: James Tramel von den Neunziger-US-Gothicrockern The Wake, Jungspund Lars Kappeler von The House Of Usher sowie diversen weiteren unbekannten deutschen Waverockbands und Tommy Olsson, der seine Karriere in den Neunzigern bei Theatre Of Tragedy startete und danach bei Elusive sowie einigen anderen \u00e4hnlichen schw\u00fclstigen Gruftgruppen weitermachte.<\/p>\n<p>Immerhin, die Band k\u00fcmmert sich r\u00fchrig um ihre Kunden. Wer direkt bei October Burns Black kauft, bekommt noch einen Button, zwei Aufkleber und eine kleine pers\u00f6nliche Nachricht dazu. So etwas lassen wieder andere sich teuer extra bezahlen. Und schlecht, das ist die Musik auf \u201eFault Line\u201c nicht, nur eben nicht besonders einfallsreich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (06.09.2018) Man hat als K\u00fcnstler alle M\u00f6glichkeiten der Welt offen, besonders, wenn man schon jahrzehntelang aktiv ist. 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