{"id":2640,"date":"2018-08-31T16:00:11","date_gmt":"2018-08-31T14:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2640"},"modified":"2018-08-31T16:00:11","modified_gmt":"2018-08-31T14:00:11","slug":"jimi-tenor-order-of-nothingness-philophon-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/jimi-tenor-order-of-nothingness-philophon-2018\/","title":{"rendered":"Jimi Tenor \u2013 Order Of Nothingness \u2013 Philophon 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2641\" title=\"Jimi Tenor - Order Of Nothingness\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jimi-Tenor-Order-Of-Nothingness.jpg\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"110\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (31.08.2018)<\/p>\n<p>Noch so einer, der vom Plattenver\u00f6ffentlichen nicht genug bekommen kann: Mit \u201eOrder Of Nothingness\u201c bildet Jimi Tenor das weite Spektrum seines k\u00fcnstlerischen Schaffens auf eine gute halbe Stunde komprimiert ab. Man h\u00f6rt also elektrischen Jazz und Afrobeat sowie alles, was sich dazwischen und miteinander kombinieren l\u00e4sst. Einzig Housebeats wie bei seinem \u00fcberraschenden Love-Parade-Hit \u201eTake Me Baby\u201c kehren nicht in seinen Sound zur\u00fcck. M\u00fcssen sie ja auch nicht, daf\u00fcr ist der Finne viel zu freigeistig.<\/p>\n<p><!--more-->Der Jazz liegt Tenors Musik seit jeher inne, ohne die Freiheit kann er wohl keine Musik machen. Tenors Jazz ist nun kein in Formen gepresster, ihm liegt der \u00dcbergang vom Hardbop zum Free Jazz n\u00e4her als das Dixieland. Diesen Geist transferiert er in die Moderne, im Grunde sogar in die Zukunft, nicht umsonst kategorisieren ihn manche Experten unter \u201eFuture Jazz\u201c. Grund daf\u00fcr ist, dass Tenor elektronische Muskikerzeugung und freies Musizieren verbindet und h\u00e4ufig neben dem geliebten Tenorsaxophon und der Fl\u00f6te sein Keyboard in den Mittelpunkt des Geschehens r\u00fcckt. Dabei bleibt er aber so eigenbr\u00f6tlerisch, dass er etwa Fans von popul\u00e4ren Neojazzern wie Kamasi Washington nicht explizit erreichen wollen w\u00fcrde, um von deren Hype zu profitieren.<\/p>\n<p>Tenors zweite Leidenschaft ist der Afrobeat, den er seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit versierten Musikern des Kontinents zelebriert. So ist es auch auf \u201eOder Of Nothingness\u201c, hier gehen sein Future Jazz und der Afrobeat eine heilige Allianz ein, teils nebeneinander, teils miteinander. Freunde s\u00e4mtlicher Spielarten des Tenor-Oeuvres finden also Ber\u00fccksichtigung auf dem Album. Damit erreicht er frei H\u00f6rende auch weitaus eher als Uneingeweihte: Der Mix aus Stop-And-Go-Jazz und Polyrhythmik mag f\u00fcr manche eine Herausforderung sein.<\/p>\n<p>So richtig solo ist \u201eOrder Of Nothingnes\u201c aber nicht: Im Berliner Studio standen ihn die Percussionisten Ekow Alabi Savage und Max Weissenfeldt zur Seite, diverse weitere Windinstrumentalisten gesellten sich dazu, darunter Hilary Jeffery (unter anderem bei Zeitkratzer, The Mount Fuji Doomjazz Corporation und The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble). Dennoch gilt es als Solo-Album, sein zehntes d\u00fcrfte dies sein, nach dem Ende von Kosmos und Himo (Achtziger) sowie der Shamans (1988 bis 1992) und Suburban Sax Anfang der Neunziger und parallel zu den Alben mit Tony Allen, Abdissa Assefa, Kabukabu, Nicole Willis, Willie West, The Soul Investigators, dem UMO Jazz Orchestra, Hj\u00e1lmar, dem Impostor Orchestra, Cola &amp; Jimmu, Peikko &amp; Lassi, PMS, Reinin Myrkky, Soft Focus, Tenors Of Kalma, Toys\u2019r\u2019us, The Business City Orchestra und der Flat Earth Society sowie als J. Remont oder Lassi Lehto (sein Geburtsname). Viel Spa\u00df beim Sammeln!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (31.08.2018) Noch so einer, der vom Plattenver\u00f6ffentlichen nicht genug bekommen kann: Mit \u201eOrder Of Nothingness\u201c bildet Jimi Tenor das weite Spektrum seines k\u00fcnstlerischen Schaffens auf eine gute halbe Stunde komprimiert ab. 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