{"id":2602,"date":"2018-07-19T23:10:22","date_gmt":"2018-07-19T21:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2602"},"modified":"2018-07-19T23:10:22","modified_gmt":"2018-07-19T21:10:22","slug":"the-pachinko-fake-flakes-a-collection-of-fine-songs-sireenabroken-silence-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-pachinko-fake-flakes-a-collection-of-fine-songs-sireenabroken-silence-2018\/","title":{"rendered":"The Pachinko Fake \u2013 Flakes: A Collection Of Fine Songs \u2013 Sireena\/Broken Silence 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2603\" title=\"The Pachinko Fake - Flakes\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/The-Pachinko-Fake-Flakes.jpg\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"110\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (19.07.2018)<\/p>\n<p>Kleiner Dienst unter Freunden: \u201eThe Perc\u201d Tom Redecker ver\u00f6ffentlicht auf seinem Label Sireena eine Best-Of der Band The Pachinko Fake seines Buddies Rolf Kirschbaum. Bis auf den kleinen Indie-Hit \u201ePush Me Before I Fall\u201d ging die Existenz dieser minimalistischen alternativen Rockband mit Waveeinschlag an der gro\u00dfen Aufmerksamkeit vorbei. Kein Wunder: Eing\u00e4ngig oder gef\u00e4llig ist die Musik der Band nie, also tats\u00e4chlich indie. Und wert, entdeckt zu werden, was indes einigen Aufwand erfordert, denn der Zugang ist entsprechend unleicht.<\/p>\n<p><!--more-->In rund 20 Jahren Existenz, also von 1987 bis 2007, behielt The Pachinko Fake einen Sound bei, der sich der Band eindeutig zuordnen l\u00e4sst: minimalistisch, frei von Hall, trotz synthetischer Instrumentierung ohne Fl\u00e4chen, trotz versiertester Gitarrenarbeit ohne Bretter, also karg, beinahe spr\u00f6de, stoisch in Rhythmus und Wiederholung. Eine gelegentliche N\u00e4he zu The Perc Meets The Hidden Gentleman l\u00e4sst sich nicht verleugnen, da nimmt es nicht Wunder, dass sich die Vorstehenden beider Projekte anfreundeten (und sogar Mitmusiker tauschten und eine Split-Single herausbrachten). Beide bedienten sich grunds\u00e4tzlich beim weiten Feld der Rockmusik, die sie nach ihrer Nase frei interpretierten und mit einer eigensinnigen Dunkelheit versahen, mindestens mit Hilfe der tiefen Gesangsstimme, die in Wavekreisen f\u00fcr Aufhorchen sorgten. Doch sind The Pachinko Fake f\u00fcr handels\u00fcbliche Gruftis viel zu experimentell.<\/p>\n<p>Und das klingt beinahe wie ein Paradoxon: Ist der Sound zwar reduziert, sind es die Ideen pro Song mitnichten. Die Band begann, unter starkem Einfluss von Haruo Togashi, einem Keyboarder aus Japan, in Japan als \u201ePachinko Fusion\u201c mit experimentellen Jazz-Fusion-St\u00fccken, die sie alsbald in zappaeske Bahnen ordneten und hernach in wohlsortierte und von klassischen Rock befreite Rocksongs auff\u00e4cherten. Sp\u00e4testens ab dem zweiten Album \u201eYo Kundam\u201c, von dem auch der Indie-Hit \u201ePush Me Before I Fall\u201c stammt, verfeinerte die Band diesen Sound und nahm ihr Ungest\u00fcm zur\u00fcck. Es hat h\u00e4ufig den Eindruck, The Pachinko Fake verweigerten den reinen Flow. Die Elemente stehen in den Liedern klar separierbar beieinander, \u00fcberdeckt von mal einem elektronisch erzeugten Effekt, mal einer unverzerrten Gitarre, stets dem unaufgeregten Gesang Uwe Kirschbaums, den er bisweilen \u2013 und da offenbart er, dass er sehr wohl eine Neigung zum Pop hat \u2013 chor\u00e4hnlich aufpeppt. Sch\u00f6nheit ist ihm nicht fremd, er definiert sie lediglich anders.<\/p>\n<p>Neben Haruo Togashi geh\u00f6rten umtriebige Leute zu seinen Mitmusikern. Darunter Stefan Walkau, der auch f\u00fcr The Perc den Bass spielte, Achim F\u00e4rber, Schlagzeuger unter anderem f\u00fcr Phillip Boa, Project Pitchfork und Die Krupps, oder Uwe Bauer, Schlagzeuger bei den Fehlfarben. Kirschbaum selbst arbeitete in der Pause bis 2007 als musikalischer Experte unter anderem f\u00fcr The Electric Family (einmal mehr Tom Redecker), Fehlfarben, Joachim Witt und Taj Mahal.<\/p>\n<p>Die vorliegende Compilation geht die Zeitreise chronologisch, aber r\u00fcckw\u00e4rts an. Beginn ist also bei den j\u00fcngsten St\u00fccken vom Comeback-Album \u201eA Hundred Ways To Kill Your Love\u201c von 2007, weiter geht es erst 1993 mit \u201ePor La Vida\u201c, 1990 mit \u201eYo Kundam\u201c sowie 1989 mit dem selbstbetitelten Deb\u00fct-Album. Von der wilden allerersten 12\u201c \u201eLook The Other Side\u201c ist das schr\u00e4ge \u201eJet Lag\u201c enthalten. Es fehlen selbstredend Beitr\u00e4ge der Rarit\u00e4ten-Compilation \u201eClaustrophobia And Other Joys\u201c, die Sireena 2002 ver\u00f6ffentlichte, aber leider auch diverse Single-Beitr\u00e4ge; spannend w\u00e4ren etwa die auf zehn Minuten erweiterte \u201eExtended Dance Version\u201c des auf zwei W\u00f6rter gek\u00fcrzten \u201ePush Me\u2026\u201c, die Tracks der 1991er-12\u201c \u201eTheme From Batman\u201c sowie einige St\u00fccke der Deb\u00fct-12\u201c gewesen, die auch auf der \u201eClaustrophobia\u201c nicht zu haben sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (19.07.2018) Kleiner Dienst unter Freunden: \u201eThe Perc\u201d Tom Redecker ver\u00f6ffentlicht auf seinem Label Sireena eine Best-Of der Band The Pachinko Fake seines Buddies Rolf Kirschbaum. 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