{"id":2521,"date":"2018-05-29T17:54:48","date_gmt":"2018-05-29T15:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2521"},"modified":"2018-05-29T17:54:48","modified_gmt":"2018-05-29T15:54:48","slug":"afsky-sorg-vendettabroken-silence-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/afsky-sorg-vendettabroken-silence-2018\/","title":{"rendered":"Afsky \u2013 Sorg \u2013 Vendetta\/Broken Silence 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2522\" title=\"Afsky - Sorg LP\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Afsky-Sorg-LP.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2523\" title=\"Afsky - Sorg Tape (wei\u00df)\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Afsky-Sorg-Tape-wei\u00df.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"111\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (29.05.2018)<\/p>\n<p>F\u00fcr die mondlosen N\u00e4chte muss ein Soloprojekt her: Deutlich pers\u00f6nlicher als mit seiner Hauptband Solbrud verarbeitet S\u00e4nger und Gitarrist Ole Luk aus Kopenhagen das, was ihn bewegt, mit Afsky. \u201eSorg\u201c stellt das erste volle Album dar, das zwar auf Black Metal basiert und damit die N\u00e4he zu Solbrud belegt, indes eine andere musikalische Farbe und weit mehr Melancholie in sich tr\u00e4gt. Und Ausfl\u00fcge abseits der Wege, in Richtung Doom und skandinavische Folklore etwa, letztere beigesteuert von der geistesverwandten Gastmusikerin Myrkur. So nahe liegen Freundschaften bisweilen.<\/p>\n<p><!--more-->Malmen, doomen, temporeich Strecke machen, Atmosph\u00e4ren \u00fcber Riffgeschrubbe erzeugen: \u201eSorg\u201c bedient vordergr\u00fcndig die erwartbaren Elemente der Kategorie Black Metal. Doch stimmt Luk seine Gitarre etwas h\u00f6her als bei Solbrud und passt seinen ohnehin gern seinen von Qualen getriebenen Gesang dem Ganzen noch an. Die n\u00e4chste \u00dcberraschung kommt mit dem ersten Break: Kurz vor Ablauf des zweiten Tracks, also beinahe nach einer Viertelstunde, verf\u00e4llt die Band in ein beinahe reflektiertes Postrockz\u00f6gern. F\u00fcr einen Moment kontempliert die Combo, dann zieht sie das Tempo noch einmal an \u2013 und \u00fcberl\u00e4sst das Feld daraufhin dem Meer, aus dem die rauhe Gitarre das n\u00e4chste St\u00fcck heraushebt, wiederum mit Blastbeats und Geschrei; ins Meer zur\u00fcck tr\u00e4gt den Song nach einer Weile eine Akustikgitarre.<\/p>\n<p>Die zweite Seite beginnt mit Doom und verf\u00e4llt dann in den beinahe klassischen Dreivierteltakt des Black Metal. Nachdem Luk bis dahin seine monolithischen Songs mit nur sehr sp\u00e4rlich gewechselten Akkorden errichtete, wagt er hier so etwas wie Melodien; zumindest, bis das St\u00fcck in den postrockigen Doom zur\u00fcckf\u00e4llt. Dann tritt Myrkur erstmals auf: Mit der Nyckelharpa dirigiert sie das Geschehen f\u00fcr kurze Zeit in die Folklore, bis Luk wieder das Ruder \u00fcbernimmt und in vertrautem Sound losbrettert. Nach einem folkigen Akustikgitarrenintermezzo weht ein ganz anderer Wind, dann kehrt Myrkur zur\u00fcck und erschafft mit der Nyckelharpa eine frostige Atmosph\u00e4re, auf die die Band im getragenen Tempo aufsetzt, bis Myrkur sie wieder unterbricht, dieses Mal zus\u00e4tzlich mit ihrer hellen Stimme.<\/p>\n<p>\u201eAfsky\u201c (gesprochen \u201eausk\u00fc\u201c, r\u00e4tselhaftes D\u00e4nisch) hei\u00dft Ekel, \u201eSorg\u201c hei\u00dft Trauer \u2013 doch l\u00e4sst sich jene wohl am ehesten in den Texten verankern, weniger in der Musik, sofern man zumindest an Stimmungen dieser Art gewohnt ist, denn so richtige Deprimucke klingt nochmal anders als dieses Album. Melancholie, ja, die dringt heraus, sicherlich, aber gleichzeitig \u2013 dem Genre wohl geschuldet \u2013 auch so viel Energie, wie sie Depressive nicht haben. Emotionale Themen und Black Metal passen kombiniert bestimmt nicht ins Weltbild der Kritiker dieses Genres, doch treffen sie hier schl\u00fcssig aufeinander. Die Auftritte von Amalie Bruun alias Myrkur auf genau diesem Album erscheinen wie Stimmen aus der Vergangenheit, wie ein Kommentar aus alten Tagen; ihre schiere Anwesenheit mit Nyckelharpa und Gesang streut der titelgebenden Trauer Salz in die Wunden. Der arme Mann, m\u00f6chte man meinen; dem empathischen H\u00f6rer sei versichert, dass es sich bei Luk um einen sehr lebensfrohen, positiven und sympathischen Menschen handelt.<\/p>\n<p>Das Album gibt es als CD, LP (in Schwarz oder Wei\u00df) und Tape (ebenfalls in Schwarz oder Wei\u00df und in einer handgefertigten Holzkiste mit Wachssiegel), letztere beide Formate inklusive Downloadcode. Auf Bandcamp kann man au\u00dferdem die ersten beiden Demos von Afsky erwerben, deren Tracks nicht auf \u201eSorg\u201c enthalten sind. Und, wer\u2018s noch nicht getan hat, gleich mal bei Solbrud einchecken.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (29.05.2018) F\u00fcr die mondlosen N\u00e4chte muss ein Soloprojekt her: Deutlich pers\u00f6nlicher als mit seiner Hauptband Solbrud verarbeitet S\u00e4nger und Gitarrist Ole Luk aus Kopenhagen das, was ihn bewegt, mit Afsky. \u201eSorg\u201c stellt das erste volle Album dar, &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/afsky-sorg-vendettabroken-silence-2018\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2522,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,24,16],"tags":[],"class_list":["post-2521","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-album","category-tape","category-vinyl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2521"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2524,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2521\/revisions\/2524"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2522"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}