{"id":2500,"date":"2018-05-15T18:57:13","date_gmt":"2018-05-15T16:57:13","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2500"},"modified":"2018-05-15T18:57:13","modified_gmt":"2018-05-15T16:57:13","slug":"the-cure-torn-down-fictionpolydor-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-cure-torn-down-fictionpolydor-2018\/","title":{"rendered":"The Cure \u2013 Torn Down \u2013 Fiction\/Polydor 2018"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2501\" title=\"The Cure - Torn Down\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/The-Cure-Torn-Down.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (15.05.2018)<\/p>\n<p>F\u00fcr das Rerelease der Compilation \u201eMixed Up\u201c von 1990 nahm sich Robert Smith einige abseitige St\u00fccke aus der fast 40j\u00e4hrigen Historie seiner Postpunk-Wave-Goth-Band The Cure vor und unterzog sie Neubearbeitungen nach seinem eigenen Geschmack. An dem darf man angesichts der Ergebnisse allerdings getrost zweifeln. Waren schon die vier Vorabsingles zum bis dato letzten Studioalbum \u201e4:13 Dream\u201c fragw\u00fcrdig instrumentiert, steht die Hoffnung, dass es sich beim angek\u00fcndigten n\u00e4chsten Album ebenso verh\u00e4lt wie bei jenem Vorg\u00e4nger, dass n\u00e4mlich die Songs dort dann doch wieder Atmosph\u00e4re, Tiefe und Wucht haben. \u201eTorn Down\u201c ist leider weitgehend verzichtbar, als RSD-Edition im Doppel-Picture-Vinyl ist sie immerhin ansehnlich.<\/p>\n<p><!--more-->Man fragt sich, was Robert Smith so vorhat. Er beh\u00e4lt manche Gitarren- und sonstige Melodieinstrumentespuren bei und ersetzt das Schlagzeug durch etwas Synthetisches. Dabei verwendet er nicht einmal angesagte Clubsounds, Electrobeats oder wenigstens Industrial-Elemente, sondern undefinierbare Plastiksounds. Auch manche Basslinien blubbern billig vor sich hin. Die einst so gro\u00dfen Songs \u2013 \u00fcbrigens aus der gesamten Karriere, und das ist das Beste an diesem Album \u2013 geraten nun ins m\u00fcde Pl\u00e4tschern.<\/p>\n<p>Mehr gibt es zu den Remixen eigentlich auch nicht zu sagen. Das allein ist schon entt\u00e4uschend, dass einem die Worte fehlen. Man kann ja nicht einmal sagen, dass das Album abgrundtief schlecht ist, nicht einmal daf\u00fcr reicht es. Es ist einfach nur beliebig. Da gibt es weitaus bessere Neufassungen der ausgew\u00e4hlten Songs von anderen Leuten, etwa von Vanessa Van Basten. Als habe Robert Smith der Mut verlassen, musikalisch etwas zu wagen. Dabei hat er doch nichts zu verlieren, schlie\u00dflich wei\u00df er eine gro\u00dfe Fanschar hinter sich. Neue Fans generieren wird er mit diesem Album nicht und die alten werden es achselzuckend weglegen. Einzig h\u00f6rbar ist die wuchtigere Version von \u201eFrom The Edge Of The Deep Green Sea\u201c, richtig schlimm ist der \u201eFound Mix\u201c von \u201eLost\u201c, der mit seinem billig imitierten Drum-And-Bass-Beat den urspr\u00fcnglichen Gef\u00fchlsausbruch des Songs ausl\u00f6scht. Das Lustigste sind wohl die Namen, die sich Smith f\u00fcr die Remixe ausgedacht hat. Nun.<\/p>\n<p>Diese Doppel-Picture-LP, die es exklusiv beim Record Store Day gab, ist als CD Bestandteil der Neuver\u00f6ffentlichung von \u201eMixed Up\u201c, was man eher h\u00e4tte wissen m\u00fcssen, denn diese Edition verspricht zus\u00e4tzlich eine weitere CD mit alten Bearbeitungen als Bonus zur urspr\u00fcnglichen CD sowie n\u00e4mliches \u201eTorn Down\u201c als drittes. Die urspr\u00fcngliche \u201eMixed Up\u201c von 1990 versammelte haufenweise bereits existierende Versionen von 12\u201c-Singles sowie ausgew\u00e4hlte Neubearbeitungen. Dabei hat der Zeitgeist von 1990 deutlich besser \u00fcberlebt, als \u201eTorn Down\u201c heute klingt. Die zweite CD beschr\u00e4nkt sich ebenfalls auf Versionen, die bis einschlie\u00dflich 1990 erschienen sind; f\u00fcr CD-K\u00e4ufer ist jetzt auch endlich \u201eWhy Can\u2018t I Be You?\u201c verf\u00fcgbar, das es zwar auf der LP gab, auf der damals nur 74 Minuten fassenden CD aber weggelassen werden musste.<\/p>\n<p>Aber so kann man wenigstens mit einer 30 Euro teuren Doppel-LP am RSD ordentlich absahnen. Macht sich h\u00fcbsch in der Sammlung, aber nicht unbedingt im Ohr. Guter Bonus: Per Downloadcode erh\u00e4lt man das Album als wav, nicht als mp3. Damit klingt es digital etwas besser als analog, was dem Picture-Vinyl geschuldet ist.<\/p>\n<p>Torn Down:<br \/>\n01 Three Imaginary Boys (Help Me Mix) (von Three Imaginary Boys, 1979)<br \/>\n02 M (Attack Mix) (von Seventeen Seconds, 1980)<br \/>\n03 The Drowning Man (Bright Birds Mix) (von Faith, 1981)<br \/>\n04 A Strange Day (Drowning Waves Mix) (von Pornography, 1982)<br \/>\n05 Just One Kiss (Remember Mix) (von Japanese Whispers, 1983)<br \/>\n06 Shake Dog Shake (New Blood Mix) (von The Top, 1984)<br \/>\n07 A Night Like This (Hello Goodbye Mix) (von The Head On The Door, 1985)<br \/>\n08 Like Cockatoos (Lonely In The Rain Mix) (von Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me, 1987)<br \/>\n09 Plainsong (Edge Of The World Mix) (von Disintegration, 1989)<br \/>\n10 Never Enough (Time To Kill Mix) (von Mixed Up, 1990)<br \/>\n11 From The Edge Of The Deep Green Sea (Love In Vain Mix) (von Wish, 1992)<br \/>\n12 Want (Time Mix) (von Wild Mood Swings, 1996)<br \/>\n13 The Last Day Of Summer (31st August Mix) (von Bloodflowers, 2000)<br \/>\n14 Cut Here (If Only Mix) (von Greatest Hits, 2001)<br \/>\n15 Lost (Found Mix) (von The Cure, 2004)<br \/>\n16 It&#8217;s Over (Whisper Mix) (von 4:13 Dream, 2008)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.05.2018) F\u00fcr das Rerelease der Compilation \u201eMixed Up\u201c von 1990 nahm sich Robert Smith einige abseitige St\u00fccke aus der fast 40j\u00e4hrigen Historie seiner Postpunk-Wave-Goth-Band The Cure vor und unterzog sie Neubearbeitungen nach seinem eigenen Geschmack. 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