{"id":2460,"date":"2018-03-23T15:46:28","date_gmt":"2018-03-23T14:46:28","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2460"},"modified":"2018-03-29T23:22:34","modified_gmt":"2018-03-29T21:22:34","slug":"die-drei-fragezeichen-und-der-dreiaugige-totenkopf-horspielauffuhrung-im-planetarium-wolfsburg-am-22-marz-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/die-drei-fragezeichen-und-der-dreiaugige-totenkopf-horspielauffuhrung-im-planetarium-wolfsburg-am-22-marz-2018\/","title":{"rendered":"Die drei Fragezeichen und der drei\u00e4ugige Totenkopf \u2013 H\u00f6rspielauff\u00fchrung im Planetarium Wolfsburg am 22. M\u00e4rz 2018"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WOB-DDF-Planetarium.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2461\" title=\"Gebrauchtwarencenter T. Jonas\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/WOB-DDF-Planetarium-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (23.03.2018) | Auch ver\u00f6ffentlicht auf <a title=\"Kult-Tour\" href=\"http:\/\/www.kult-tour-bs.de\/die-drei-fragezeichen-und-der-dreiaeugige-totenkopf-hoerspielauffuehrung-im-planetarium-wolfsburg\/\" target=\"_blank\">Kult-Tour Der Stadtblog<\/a><\/p>\n<p>Das H\u00f6rspiel zum Comic, umgesetzt f\u00fcr die Surroundanlage von Planetarien: Mit den drei Fragezeichen erlebt man seit Jahrzehnten immerzu neue Darreichungsformen. Die sind f\u00fcr sich genommen jedoch zumeist spannender als die F\u00e4lle der j\u00fcngeren Zeit. Man darf sich also einerseits auf eine spezialgelagerte Sonderfolge freuen und muss andererseits doch f\u00fcrchten, dass sie wom\u00f6glich langweilig, krude und uninspiriert ist. Entwarnung: \u201eDer drei\u00e4ugige Totenkopf\u201c funktioniert \u00fcberraschend gut, die begleitenden Visuals sind stimmig, lediglich die Spieldauer ist ein winziges Bisschen zu lang f\u00fcr den daf\u00fcr etwas zu gew\u00f6hnlichen Inhalt.<\/p>\n<p><!--more-->Es \u00fcberrascht doch sehr, dass die akustische Umsetzung eines auf Visuellem basierenden Mediums sogar besser funktioniert als die Vorlage. Was jener selbst geschuldet ist, da der l\u00fcckenhafte Zeichenstil zwar seine eigene \u00c4sthetik hat, aber angesichts des Genres eine gr\u00f6\u00dfere Genauigkeit erfordert. So entgehen einem die in Bildern versteckten Andeutungen, auf die die drei Ermittler im H\u00f6rspiel f\u00fcr den Zuh\u00f6rer nicht weniger schl\u00fcssig sto\u00dfen, als wenn man es wie im Comic h\u00e4tte mitbeobachten und wie sie \u00fcbersehen k\u00f6nnen. Da muss der Regie und dem Skript mal Lob wiederfahren, wof\u00fcr es seit \u00fcber 70 H\u00f6rspielen bedauerlicherweise viel zu selten Anlass gibt; Ivar Leon Menger selbst, der Autor der Comic-Vorlage, war hier beteiligt, das k\u00f6nnte die Erkl\u00e4rung sein.<\/p>\n<p>Man kann sich richtig fallen lassen in die Geschichte, was sicherlich auch den bequemen Sesseln im Planetarium zu verdanken ist. \u00dcber dem H\u00f6renden spannt sich die Kuppel, in die das H\u00f6rspiel begleitende Darstellungen projiziert werden, und die sind ausgezeichnet gelungen: d\u00fcster, verwischt, unkonkret, teilweise animiert; der Schwerpunkt liegt auf dem H\u00f6ren, nicht auf dem Sehen. Den Stil des Comics \u00fcbernehmen diese Bilder indes nicht, das h\u00e4tte auch nicht gepasst, ebensowenig orientieren sie sich an den ikonischen Covern von Aiga Rasch, noch am ehesten an denen des Spin-Offs Die DR3I. Am Ende fragt man sich aber doch, ob man das H\u00f6rspiel auch ohne die Bilder so intensiv verfolgt h\u00e4tte, und daran gibt es bei allem Genuss doch Zweifel, aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Zur Geschichte: Die drei Detektive aus Rocky Beach werden einmal mehr in einen Fall hineingezogen, der ins alte Hollywood zur\u00fcckf\u00fchrt; Erinnerungen etwa an \u201eDas Labyrinth der G\u00f6tter\u201c werden angeregt. \u00c4hnlich wie dort geschah einst im Zuge von Dreharbeiten ein Verbrechen, der Filmdreh wurde gestoppt und entsprechende Aufnahmen sind seither verschollen. Hier geht es nicht um einen Mordverdacht, sondern um einen Juwelenraub, der auch Jahre nach der Tat noch unaufgekl\u00e4rt ist. In der Gegenwart erhalten die drei Fragezeichen vom damaligen Regisseur den Auftrag, das Juwel zu finden. Die Geschichte schreitet anhand von klassischer Detektivarbeit voran, denn bei jedem Kontakt mit einem der vier Hauptverd\u00e4chtigen treten neue Informationen zutage, denen Justus, Peter und Bob nachgehen. Zuletzt spielen Requisiten und Masken eine wichtige Rolle, ganz wie in Hollywood. Das H\u00f6rspiel setzt die Handlung des Comics l\u00fcckenlos und vollst\u00e4ndig um.<\/p>\n<p>Im Planetarium verfolgt man die Geschichte dank der Filmeinspielungen direkt an den jeweiligen Schaupl\u00e4tzen, die man mit ihnen teilweise sogar durchschreitet; an mancher Stelle muss man schwindelfrei sein, ein beeindruckender Effekt. Besonders gelungen sind die Szenen in Bobs K\u00e4fer, speziell die Verfolgungsjagd im Maisfeld, sowie im Regen; ein sch\u00f6ner Gag ist die Szene, als die drei vor einem Museum im Auto \u00fcbernachten m\u00fcssen und \u00fcber sich den Sternenhimmel \u201ewie in einem Planetarium\u201c bestaunen. Ebenso unterhaltsam sind die vielen beinahe niedlichen Gags, die hier untergebracht sind. Peters \u201edie sch\u00f6nen M\u00f6wen\u201c hat Autor Ivar Leon Menger aus seiner \u201eDreitag\u201c-Episode \u201eFremder Freund\u201c kopiert, Justus wird als Pummelchen wiedererkannt, \u201eDie schwarze Katze\u201c, das erste H\u00f6rspiel dieser zweiten Planetariumsstaffel, findet Erw\u00e4hnung; daran hat der Fan seinen Spa\u00df und der Neuling kein Vers\u00e4umnis. Der Fan indes wundert sich, dass Peter so \u00fcber Bobs Leidenschaft f\u00fcr Horrorfilme schimpft, war er es doch, der im Fall \u201eRoter Pirat\u201c eine Lanze f\u00fcr Zombievideos brach.<\/p>\n<p>Mit Spoileralarm muss noch die schauspielerische Leistung von Holger Mahlich gelobt werden: Es ist nicht zu erkennen, dass mehr als nur eine Figur von ihm gesprochen wird. Selbst mitten im Satz wechselt er so \u00fcberzeugend die Stimme, dass man sich fragt, wie man das in der Regie bei zwei Sprechern hinbekommen haben mag, ohne zu wissen, dass es keine zwei sind. Und \u00fcbrigens kann man die Produktion dieser Episode zeitlich einordnen, weil hier noch der seit Folge 187 durch Axel Milberg ersetzte Thomas Fritsch als Erz\u00e4hler auftritt.<\/p>\n<p>Noch vor dem Start des H\u00f6rspiels findet man sich dank einer dunkel-dr\u00e4uenden und vernebelten Projektion auf dem Schrottplatz von Titus wieder, auf dem der Campinganh\u00e4nger, also die Zentrale, der drei Fragezeichen untergebracht ist. Aufmerksame G\u00e4ste h\u00f6ren leise die Kreiss\u00e4ge singen. Ein angemessener Auftakt, den das H\u00f6rspiel leicht aufnimmt. Das hat allerdings bei einer Spielzeit von 108 Minuten leider einige L\u00e4ngen. Manche Sequenzen sind mit unterhaltsamen Albereien oder nervigen Streitereien der drei Hauptfiguren angef\u00fcllt, andere mit sp\u00fcrbar die Spielzeit streckenden Ger\u00e4uschansammlungen wie Weinen, Husten, Schluchzen, Stammeln. Ansonsten ist das Tempo in Begleitung der Visuals angemessen. Ohne die Bilder indes, also etwa auf CD oder bei Spotify zu Hause, kann man sich leicht vorstellen, dass das H\u00f6rspiel etwas z\u00e4h wirken und latent langweilen kann. Ganz so schlimm wie die drei Werke der ersten Staffel wird das aber nicht sein.<\/p>\n<p>Das Planetarium als Vorf\u00fchrort ist urspr\u00fcnglich eher wegen der Surroundanlage als wegen der Projektion ausgew\u00e4hlt. Daf\u00fcr ist das H\u00f6rspiel so produziert, dass man Stimmen und Ger\u00e4usche aus verschiedenen Richtungen h\u00f6rt und sich inmitten des Falls w\u00e4hnt. Die Bilder unterst\u00fctzen dies lediglich, aber bestens. Eine wundervolle Idee, die h\u00f6chstens daran krankt, dass das Studio Europa in Sachen Sounds und Atmosph\u00e4re bei seinen H\u00f6rspielen zuletzt den Anschluss an andere Produktionen verpasst hat. Es fehlt der Wumms, der erst in der Abspannmusik zutage kommt; da w\u00e4ren H\u00f6rspiele von Volker Sassenberg oder Oliver D\u00f6ring sicherlich noch eindrucksvoller gewesen. \u201eDer Fl\u00fcsterer\u201c etwa, die erste Folge von Gabriel Burns, existiert bereits in einer 5.1-Version. Dennoch, in dieser Planetariumsfolge steckt mehr technische Detailverliebtheit als sonst in der Serie.<\/p>\n<p>Nach Buch, H\u00f6rspiel, PC-Spiel, Live-H\u00f6rspielen, H\u00f6rspielvorf\u00fchrungen von CD mit den Originalsprechern, der Rockshow-Umsetzung des Vollplaybacktheaters, Escape Room, Kinofilmen und Live-DVDs ist dies eine weitere Variante, die drei Fragezeichen dargereicht zu bekommen. Das Erlebnis ist ein sch\u00f6nes, das Konzept beim \u201edrei\u00e4ugigen Totenkopf\u201c geht auf, man erlebt eine bereichernde Zeit. Bei einer Zweitverwertung dieser Staffel sollte das Label vielleicht in Erw\u00e4gung ziehen, dies auf DVD geschehen zu lassen und die Visuals mitzuliefern. Das w\u00e4re dann noch ein neuer Baustein in der Verwertungskette, aber ein attraktiver.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (23.03.2018) | Auch ver\u00f6ffentlicht auf Kult-Tour Der Stadtblog Das H\u00f6rspiel zum Comic, umgesetzt f\u00fcr die Surroundanlage von Planetarien: Mit den drei Fragezeichen erlebt man seit Jahrzehnten immerzu neue Darreichungsformen. Die sind f\u00fcr sich genommen jedoch zumeist spannender &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/die-drei-fragezeichen-und-der-dreiaugige-totenkopf-horspielauffuhrung-im-planetarium-wolfsburg-am-22-marz-2018\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2461,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15,13],"tags":[],"class_list":["post-2460","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-besonderes","category-horspiel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2460"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2471,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2460\/revisions\/2471"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}