{"id":237,"date":"2012-09-20T17:03:10","date_gmt":"2012-09-20T15:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=237"},"modified":"2012-11-10T14:41:58","modified_gmt":"2012-11-10T13:41:58","slug":"bob-dylan-tempest-smi-colsony-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/bob-dylan-tempest-smi-colsony-2012\/","title":{"rendered":"Bob Dylan \u2013 Tempest \u2013 Smi Col\/Sony 2012"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-239\" title=\"Bob Dylan - Tempest\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Bob-Dylan-Tempest.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (20.09.2012)<\/p>\n<p>Boby Dylan ist leider kein Musiker f\u00fcr Jedermann. Das liegt aber nicht an Bob Dylan, sondern an denen, die \u00fcber ihn schreiben und sprechen, die ihn und sein Oeuvre wie Wissenschaftler betrachten und nicht wie Musikfans. Sie erzeugen ein \u00f6ffentliches Bild von ihm, das ihn dergestalt \u00fcberh\u00f6ht darstellt, dass sich vergleichsweise normal an Musik Interessierte nicht an seine Alben herantrauen. Als Unwissender kann man sich zu ihm nur falsch \u00e4u\u00dfern, man kann ihn nur nicht oder missverstehen, gemessen an dem, was die Dylanonolgen so interpretieren. Schlimmstenfalls hei\u00dft es dann nur: Die Stimme ist schei\u00dfe, Mundharmonikaspielen kann er auch nicht. Mit dieser sehr wahren Betrachtung entzieht man sich berechtigt der intellektuellen Diskussion \u2013 und verpasst doch etwas Gutes. Denn man kann zu Dylan-Musik auch prima tanzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es lohnt sich nat\u00fcrlich, sich mit \u201eTempest\u201c und den Songs darauf intensiv zu befassen. Dylan behandelt den Untergang der Titanic, amerikanische Geschichte und eigene Mythen. Davon kreiert er wie immer eine ganze Menge. Das ist h\u00f6chst interessant, keine Frage, aber eigentlich auch egal. Denn was gerne vergessen wird: Dylan macht auch Musik.<\/p>\n<p>Sicher, auch was Dylans Musik betrifft, kann man \u00e4hnlich in historische Tiefen abtauchen und seine Referenzpunkte abklappern wie bei den Texten. \u201eTempest\u201c legt das nahe, so sehr, wie Dylan an alte zumeist amerikanische Traditionsmusik ankn\u00fcpft: Blues, amerikanischer Folk, Country, Swing, und am Ende gibt es einen Sprung \u00fcber den Ozean, nach Liverpool, wo er Lennon zuraunt: \u201eRoll On John\u201c. Dylans St\u00fccke sind nicht zum ersten Mal lang und episch: Drei Songs sind \u00fcber sieben, ein weiterer \u2013 das Titellied \u2013 sogar 15 Minuten lang; Dylan hat etwas zu sagen, mit cool angefressener Raspelstimme, und groovt dabei. Ja, er groovt, man wippt mit, kann nicht stillsitzen, zappelt herum, t\u00e4nzelt durch den Raum, f\u00e4ngt an zu h\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Das kann Dylan, das kann \u201eTempest\u201c, und es w\u00e4re ein gro\u00dfes Vers\u00e4umnis, in Robert Zimmerman und seinem Oeuvre nicht auch die Jukebox zu sehen, die er selbst gerne sein will. Roskilde Festival, 1995, Orange Stage: Bob Dylan spielt auf, bringt seine Hits, bringt seine Songs, und es bleibt einem einfach nichts anderes \u00fcbrig, als wild zu tanzen und eine Party zu feiern. Das ist Bob Dylan, das ist auch \u201eTempest\u201c: ein Riesenspa\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (20.09.2012) Boby Dylan ist leider kein Musiker f\u00fcr Jedermann. 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