{"id":2239,"date":"2017-06-07T22:14:33","date_gmt":"2017-06-07T20:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2239"},"modified":"2017-06-07T22:14:33","modified_gmt":"2017-06-07T20:14:33","slug":"erasure-world-be-gone-mute-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/erasure-world-be-gone-mute-2017\/","title":{"rendered":"Erasure \u2013 World Be Gone \u2013 Mute 2017"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2240\" title=\"Erasure - World Be Gone\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Erasure-World-Be-Gone.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (07.06.2017)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Da kn\u00fcpft das Synthiepopduo doch tats\u00e4chlich endlich an sein eigentliches Meisterwerk an, 22 Jahre sp\u00e4ter, am selbstbetitelten Album, das den Blick vom Club l\u00f6ste, von den Charts gar, und beinahe experimentell f\u00fcr Erasure neue Songstrukturen auslotete, inklusive zweier Gastbeitr\u00e4ge von Diamanda Gal\u00e1s. Ganz so ausufernd ist \u201eWorld Be Gone\u201c zwar nicht geworden, aber so reflektiert, nach innen gewandt, mutig. Es ist tats\u00e4chlich das beste Erasure-Album seit 1995.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Sounds, die Vince Clarke synthetisch erzeugt, verweigern den schieren Effekt, sie tragen den Song. Und Andy Bell singt wie ein Chorknabe, er stimmt so manchen Gospel an. Die beiden \u00f6ffnen R\u00e4ume inmitten ihrer Lieder, sie laden zum Abtauchen ein, zur Meditation, und sie vermeiden den Kitsch dabei und die zwischendurch bisweilen recht cheesig ausgefallenen T\u00f6ne. Lediglich \u201eOh What A World\u201c hat mit den schleppenden industriellen Beats eine moderne, nachdr\u00fcckliche Grundstruktur, der Rauswerfer \u201eJust A Little Love\u201c versucht sich unpeinlich am Achtziger-Uptempo, der Rest ist im Sinne des Synthiepops wunderbar zeitlos.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nicht nur den Kitsch vermeiden sie, zuletzt versuchten Erasure zu h\u00e4ufig, wechselnd bis gleichzeitig an alte Strukturen oder an gegenw\u00e4rtige Clubsounds anzukn\u00fcpfen, und beides stand ihnen nicht so richtig gut. Nat\u00fcrlich hatte jedes Album gute Songs, aber ein komplett gutes gab es nicht mehr. Sieht man von den Remix-Compilations sowie den \u00fcberraschend gro\u00dfartigen Akustik-Country-Versionen ihrer eigenen Songs auf \u201eUnion Street\u201c ab. Und gute Songs, die hatten Erasure in den Achtzigern zuhauf, beinahe jede Single war ein Hit und das auch zu Recht. In der charakterlosen Eurodance-Hochphase Anfang der Neunziger punkteten sie mit dem zur\u00fcckgenommenen Hit \u201eAlways\u201c, dann kam schon das begnadete \u201eErasure\u201c. Wem auch immer sie hernach Erwartungen erf\u00fcllen wollten: Davon befreiten sie sich jetzt endlich.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">World Be Gone\u201c ist, wie der Vorg\u00e4nger \u201eThe Violet Flame\u201c, das Ergebnis einer Pledge-Kampagne. Jeder Pledger steht im Booklet (der Rezensent auch), und doch gibt es, wie bei der Aktion davor, eine Remix-Bonus-CD-Variante, die man nicht via Pledge ordern konnte. Das ist unfair, schm\u00e4lert aber nicht den Genuss am Hauptwerk. Das wird sicherlich kein Chartserfolg werden, so wenig, wie es die zehn Alben davor waren, aber wer Ohren hat zu h\u00f6ren, der h\u00f6re und freue sich.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.06.2017) Da kn\u00fcpft das Synthiepopduo doch tats\u00e4chlich endlich an sein eigentliches Meisterwerk an, 22 Jahre sp\u00e4ter, am selbstbetitelten Album, das den Blick vom Club l\u00f6ste, von den Charts gar, und beinahe experimentell f\u00fcr Erasure neue Songstrukturen auslotete, &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/erasure-world-be-gone-mute-2017\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2240,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-2239","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2239"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2239\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2241,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2239\/revisions\/2241"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2240"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}