{"id":2141,"date":"2017-01-06T14:52:09","date_gmt":"2017-01-06T13:52:09","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2141"},"modified":"2017-01-06T14:52:09","modified_gmt":"2017-01-06T13:52:09","slug":"automat-ostwest-bureau-bindigo-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/automat-ostwest-bureau-bindigo-2016\/","title":{"rendered":"Automat \u2013 Ostwest \u2013 Bureau B\/Indigo 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2142\" title=\"Automat - Ostwest\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Automat-Ostwest.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (06.01.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was bleibt eigentlich \u00fcbrig, wenn man der Dubmusik den Dub langsam austreibt? Das Trio Automat begeht mit seinem dritten Album \u201eOstwest\u201c den Versuch. Das Ergebnis ist nicht weniger groovend, aber wegen der reduzierten Wiederholungseffekte deutlich minimalistischer. Es bleibt Tanzmusik f\u00fcr Menschen, die vor einem zur Schau gestellten Hedonismus Rei\u00dfaus nehmen, sich aber doch mal rhythmisch bewegen wollen. Zudem soll \u201eOstwest\u201c auch was f\u00fcrs Hirn sein, was aber bei Instrumentalmusik ein eher aufgesetztes Unterfangen bleibt. Festzuhalten ist: \u201eOstwest\u201c ist anders als die beiden Vorg\u00e4nger und Stillstand ist der Tod.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Beinahe zaghaft, z\u00f6gerlich lassen die Musiker ihre Instrumente erklingen. Lediglich das treibende, aber nicht schnelle Schlagzeug sowie einige (Sprach-)Samples setzen sich im Vordergrund fest, drumherum liegen sanftes Pluckern, dezidierte watteweiche Piept\u00f6ne und Blubberbass, nur selten noch die dubtypischen getoasteten Effekte. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Interessanterweise ist das Ergebnis clubtauglicher, aber weniger genreorientiert als die Alben davor. Clubtauglich jedoch eher im Sinne einer chilligen After-Show-Party oder so, hier bleibt die Hose undick. Die beteiligten Herren wurden sicherlich mit den handgespielten Discobeats der Siebziger sozialisiert, zumindest erinnern einige Passagen daran, mit Handclaps und analogen Instrumenten. Tanzmusik mit echtem Schlagzeug hat immer einen besonderen Tiefgang, einen organischen Drive. Steht der Musik gut. F\u00fcr die moderne Indiedisco ist das hier aber wohl zu dunkel und zu wenig effekthascherisch. Also angenehm erwachsen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Neben der prominenten Grundbesetzung aus Achim F\u00e4rber (Project Pitchfork), Jochen Arbeit (Einst\u00fcrzende Neubauten) und Zeitblom (Sovetskoe Foto) ist dieses Mal der vorherige EP-Partner Max Loderbauer mit seinen Elektrospielereien enger am Geschehen beteiligt; nicht sonderlich auff\u00e4llig, aber wer wei\u00df, vielleicht war er es ja, der den Dub zur\u00fccknahm. Der inhaltliche Rahmen liegt im Titel \u201eOstwest\u201c verankert; in der Musik schl\u00e4gt sich das nur sehr akribischen H\u00f6rern nieder. Die ist sehr homogen, was oberfl\u00e4chlich geh\u00f6rt den klitzekleinen Eindruck erwecken kann, dass sie nicht sehr abwechslungsreich sei. Das Album ist halt trotz seines infekti\u00f6sen Grooves eher was f\u00fcr Zuh\u00f6rer, die sich dann zum Tanzen animieren lassen. Dem Vinyl liegt wieder die CD bei.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (06.01.2016) Was bleibt eigentlich \u00fcbrig, wenn man der Dubmusik den Dub langsam austreibt? Das Trio Automat begeht mit seinem dritten Album \u201eOstwest\u201c den Versuch. 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