{"id":2116,"date":"2016-12-07T16:27:27","date_gmt":"2016-12-07T15:27:27","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2116"},"modified":"2016-12-07T16:27:27","modified_gmt":"2016-12-07T15:27:27","slug":"project-pitchfork-look-up-im-down-there-trisolsoulfood-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/project-pitchfork-look-up-im-down-there-trisolsoulfood-2016\/","title":{"rendered":"Project Pitchfork \u2013 Look Up, I&#8217;m Down There \u2013 Trisol\/Soulfood 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2117\" title=\"Project Pitchfork \u2013 Look Up, I'm Down There\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Project-Pitchfork-\u2013-Look-Up-Im-Down-There.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2118\" title=\"Project Pitchfork \u2013 Look Up, I'm Down There Limited\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Project-Pitchfork-\u2013-Look-Up-Im-Down-There-Limited.jpg\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (08.12.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Bei einem Preis von 50 Euro plus P&amp;V f\u00fcr die limitierte Doppel-CD und mit Blick auf die eher mittelm\u00e4\u00dfigen Alben seit \u00fcber zehn Jahren fragt man sich, ob man das neueste Album von Project Pitchfork wirklich braucht. Aus dem einst Skinny-Puppy-infizierten, ger\u00e4uschlastigen Elektro ist l\u00e4ngst wohlklingender Pop geworden, die Eigenst\u00e4ndigkeit blieb nach zaghaften Erfolgen vor den Charts h\u00e4ngen. Andererseits sind solche limitierten Ausgaben von Project-Pitchfork-Alben recht schnell recht wertvoll. Na, gut, einmal noch. Und dann die \u00dcberraschung: Inmitten vertrauter Standardkompositionen funktioniert offenbar der Verzerrer wieder. Kann man gut h\u00f6ren, das Album. Ch\u00e2peau!<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ein bisschen sehr plakativ sind die Songs von Project Pitchfork immer noch. Manche Kompositionen wirken wie von einem Hobbymusiker nachgeh\u00f6rt: einfach, wirkungsvoll, vertraut. Es f\u00fchlt sich halt sch\u00f6n an in den Charts, im Mainstreamclub, im Fr\u00fchst\u00fccksfernsehen. Dieses Mal verl\u00e4sst Bandchef Peter Spilles aber ein Wenig die Komfortzone, indem er einige Sounds auf eine Weise durch den Verzerrer schickt, die man von den Alben von vor \u00fcber 20 Jahren noch in angenehmer Erinnerung hat. Es scheppert und brummt, schnarrt und bratzt, und Spilles&#8216; rauhe Stimme ist auch nicht gerade die gef\u00e4lligste. Das tut sehr gut, das so zu h\u00f6ren. Unge\u00fcbten w\u00fcrden wom\u00f6glich von \u201eIndustrial\u201c sprechen, aber da sollten sie mal Throbbing Gristle, Esplendor Geom\u00e9trico oder Dive h\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es ist erstaunlich, wie dicht viele Aspekte bei den Pitchies am Schlager gebaut sind, ganz so, wie es in der Gruftiszene leider seit Jahrzehnten Mode ist. Dabei liegen die Chartserfolge doch auch schon wieder 15 Jahre zur\u00fcck, da h\u00e4tte das Umdenken viel fr\u00fcher erfolgen m\u00fcssen. Doch tobte sich Spilles in Nebenprojekten aus, die bewusst unkommerziell angelegt waren, wie das experimentellere Imatem (da gibt\u2019s grad beide vergriffenen Alben als Doppel-CD neu) oder das albernpeinliche Santa Hates You. Zwar kann Spilles die Pitchies von poptauglichen Gef\u00e4lligkeiten nicht befreien, doch muss man z\u00e4hneknirschend zugeben, wie eigentlich bei jedem Album, sobald man es nach ein paar Wochen erneut h\u00f6rt, dass sich die Songs ins Geh\u00f6r und dann ins Herz festbei\u00dfen und man sich beinahe \u00e4rgert, diese plakativ-simplen Sachen zu m\u00f6gen. Doch das bleibt nicht aus. Irgendwie sind sie eben gut.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sonst w\u00fcrde man ja auch nicht so viel Geld f\u00fcr sie ausgeben. Mit dem zweiten richtigen Album \u201eEntities\u201c begannen Project Pitchfork 1992, limitierte Fassungen mit einer Bonus-CD anzubieten. Heute sind diese Exemplare unbezahlbar. Oft wusste der Durchschnittsh\u00f6rer gar nicht, dass es die entsprechende Version \u00fcberhaupt gab, weil das auch nicht bei jedem Album der Fall war: Weiter ging&#8217;s 1994 mit \u201eIO\u201c, dann 1998 mit \u201eEon:Eon\u201c, erst 2009 mit \u201eDream, Tiresias!\u201c, 2010 mit \u201eContinuum Ride\u201c, 2011 mit \u201eQuantum Mechanics\u201c, 2013 mit \u201eBlack\u201c und 2014 mit \u201eBlood\u201c. Die Tracks der ersten drei Bonus-Mini-CDs erh\u00e4lt man immerhin auf der Compilation \u201eCollector: Lost And Found\u201c, die sich auch aus anderen Gr\u00fcnden mindestens f\u00fcr den geneigten Sammler lohnt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auf der neuen Bonus-CD gibt\u2019s einen unver\u00f6ffentlichten Song sowie f\u00fcnf Neubearbeitungen von Songs, die Spilles dem vorliegenden Album entnahm. Dieses Konzept betreibt er seit einigen Alben schon so. Au\u00dferdem steckt die Musik in einem B\u00fcchlein in quergelegtem DVD-Format, das einem Schuber zu entnehmen ist. Man kriegt also wirklich was f\u00fcrs Geld. Vergleicht man das allerdings mit der limitierten Best-Of der Szenegenossen Deine Lakaien, dann liegen die Pitchies weit zur\u00fcck: Die Best-Of der Lakaien kostet als Box mit Buch und vier CDs nur halb so viel.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.12.2016) Bei einem Preis von 50 Euro plus P&amp;V f\u00fcr die limitierte Doppel-CD und mit Blick auf die eher mittelm\u00e4\u00dfigen Alben seit \u00fcber zehn Jahren fragt man sich, ob man das neueste Album von Project Pitchfork wirklich &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/project-pitchfork-look-up-im-down-there-trisolsoulfood-2016\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2117,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,21],"tags":[],"class_list":["post-2116","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-album","category-box"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2116"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2119,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2116\/revisions\/2119"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}