{"id":2108,"date":"2016-12-01T18:31:04","date_gmt":"2016-12-01T17:31:04","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2108"},"modified":"2016-12-01T18:31:04","modified_gmt":"2016-12-01T17:31:04","slug":"deine-lakaien-xxx-the-30-years-retrospective-chromsoulfood-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/deine-lakaien-xxx-the-30-years-retrospective-chromsoulfood-2016\/","title":{"rendered":"Deine Lakaien \u2013 XXX: The 30 Years Retrospective \u2013 Chrom\/Soulfood 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2109\" title=\"Deine Lakaien - XXX\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Deine-Lakaien-XXX.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2110\" title=\"Deine Lakaien - XXX Box\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Deine-Lakaien-XXX-Box.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (01.12.2016)<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zu Weihnachten werden Deine Lakaien 30 Jahre alt und feiern ihren Geburtstag mit einer Mischung aus Best-Of und Greatest Hits (ja, da gibt es einen Unterschied). Die gibt es wahlweise als Doppel-CD und als Doppel-Doppel-CD, und f\u00fcr den gew\u00f6hnlichen Fan ist eher die zweite Variante interessant, mit seltenem Live- und Studio-Material n\u00e4mlich. Die chronologische Zusammenstellung verdeutlicht, was beim Durchh\u00f6ren der Alben l\u00e4ngst klar ist: Bei den Lakaien verbirgt sich die musikalische Eingenwilligkeit zusehends hinter einer milden Gef\u00e4lligkeit. Immer noch sind Alexander Veljanov ein guter S\u00e4nger und Ernst Horn ein guter Komponist, doch fehlt dem Gothic-Wave-Synthie-Band-Pop l\u00e4ngst der Biss.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die handels\u00fcbliche Doppel-CD braucht der Fan nicht wirklich. CD 1 beinhaltet die \u201eGreatest Hits\u201c mit Klassikern aus Club und Radio von \u201eColour-Ize\u201c \u00fcber \u201eDark Star\u201c, \u201eReturn\u201c und \u201eWhere You Are\u201c zu \u201eWhere The Winds Don&#8217;t Blow\u201c aus allen Alben (inklusive dem erst 2003 als \u201e1987\u201c wiederver\u00f6ffentlichten zweiten Album \u201eThe Silver Tape\u201c), auf der zweiten CD gibt es zus\u00e4tzlich ein von der Band bestimmtes \u201eBest Of\u201c mit Album-Perlen sowie dem Sampler-Beitrag \u201e2nd Sun\u201c, der Single-B-Seite \u201eMadiel\u201c und drei Neuversionen alter Songs. Man verfolgt die Entwicklung von der experimentellen, kraftvollen Synthieband mit dem Gesang in dunklem Timbre und mit schlechtem Englisch hin zu Perfektionismus mit zwischenzeitig erg\u00e4nzenden analogen Instrumenten und weicheren Songs, aber weniger Mut. Dennoch, wer sich besonders die alten Sachen wieder anh\u00f6rt, schwenkt sofort in seine Jugend ein und freut sich, dass es auch heute noch geschmackssichere Indie-\u00dc30-Partys gibt, auf denen beispielsweise \u201eLove Me To The End\u201c l\u00e4uft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die dritte und vierte CD der zweiten Doppel-CD indes stellen die wahrhafte Perle dar: einmal eine Sammlung mit Studiorarit\u00e4ten, zum anderen eine mit Live-Besonderheiten. Aus dem Studio grub das Duo unver\u00f6ffentlichte St\u00fccke und seltene Remixe aus fast allen Schaffensphasen aus, darunter das \u00fcberraschend grobschl\u00e4chtige Bob-Dylan-Cover \u201eIt&#8217;s Alright, Ma\u201c sowie diverse Tracks, die es auf Sonderver\u00f6ffentlichungen des Magazins \u201eSonic Seducer\u201c gab (au\u00dfer der \u201e2nd Version\u201c von \u201eFarewell\u201c, das dem Heft einst als gelbe 7\u201c beilag und dessen B-Seite auf der vierten CD zu finden ist, eine Live-Version von \u201eWhere The Winds Don&#8217;t Blow\u201c n\u00e4mlich). Diese Live-Sammlung wiederum d\u00fcrfte besonders den alten Fans das Strahlen in die Augen bringen: Hier gibt es l\u00e4ngst verschollene Aufnahmen der allerersten \u201eAcoustic\u201c-Tour zu h\u00f6ren, als Veljanov und Horn mit einem pr\u00e4parierten Klavier unterwegs waren und ihren Songs neue Geister einhauchten; von der zweiten und der letzten Tour gibt es CD-Dokumente. Au\u00dferdem h\u00f6rt man die Lakaien live im Band-Sound sowie im rein elektronischen Gewand, je nach Inkarnation.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Man kann die Lakaien f\u00fcr kitschig halten, f\u00fcr klischeehaft \u2013 aber das eigentlich auch eher, wenn man dieser Sorte dunkler Musik nichts abgewinnen kann oder grunds\u00e4tzlich Vorbehalte gegen\u00fcber oft balladesker, klassikinspirierter Kunst mit sekul\u00e4rem Anstrich hat. Unbestrittenerweise gelingt es den beiden alten M\u00e4nnern (Veljanov ist 51, Horn 67), Stimmungen auszul\u00f6sen und zu bedienen, sowohl melancholische als auch hymnische oder gar latent aggressive. Nicht zu vergessen der teilweise mehr als nur augenzwinkernde Humor, der sich etwa in der Selbstpersiflage \u201eLass mich\u201c Bahn bricht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Angenehm ist, dass die Lakaien auf dieser Compilation ihre Quellen nachvollziehbar machen. Man muss nicht erst in der eigenen Plattensammlung oder bei Discogs recherchieren, von welcher Ver\u00f6ffentlichung welcher Song nun stammt. Vorbildlich. Zudem liegt der Box ein \u00fcppiges B\u00fcchlein mit noch mehr Hintergrundinformationen bei. Und das Ganze gibt es auch noch zum mehr als nur vertretbaren Preis. Wenn man dann das alles so h\u00f6rt, auf Ausgew\u00e4hltes reduziert, dann bekommen auch die j\u00fcngeren Lieder pl\u00f6tzlich eine Relevanz. Mindestens daf\u00fcr lohnt sich die Auseinandersetzung mit dieser Sammlung.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (01.12.2016) P\u00fcnktlich zu Weihnachten werden Deine Lakaien 30 Jahre alt und feiern ihren Geburtstag mit einer Mischung aus Best-Of und Greatest Hits (ja, da gibt es einen Unterschied). 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