{"id":2097,"date":"2016-11-24T21:32:25","date_gmt":"2016-11-24T20:32:25","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2097"},"modified":"2016-11-25T00:31:30","modified_gmt":"2016-11-24T23:31:30","slug":"renatus-topke-martin-hoffmann-wer-malen-will-muss-metal-sein-verlag-andreas-reiffer-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/renatus-topke-martin-hoffmann-wer-malen-will-muss-metal-sein-verlag-andreas-reiffer-2016\/","title":{"rendered":"Renatus T\u00f6pke &#038; Martin Hoffmann \u2013 Wer malen will, muss Metal sein \u2013 Verlag Andreas Reiffer 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2098\" title=\"T\u00f6pke &amp; Hoffmann - Wer malen will\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/T\u00f6pke-Hoffmann-Wer-malen-will.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"101\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (24.11.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Malb\u00fccher f\u00fcr Erwachsene sind seit einiger Zeit der hei\u00dfe Schei\u00df, und da liegt es nahe, auf dem Kamm dieser Welle das Spektrum zu erweitern: um Motive aus Heavy Metal und Rock, genau genommen deren Plattencover. Was f\u00fcr den einen ein fl\u00e4chiger Spa\u00df ist, entlockt den anderen eine handfeste Genrediskussion. Und eine um die Auswahl der Alben und damit der Bands \u2013 aber die ist bewusst subjektiv, darauf muss man sich einlassen. So dient das Heftchen den nostalgischen Metaleltern zum gemeinsamen kunterbunten Horizonterweitern mit den Kindern. Die revanchieren sich dann in ein paar Jahren mit dem Malbuch rund um Hip Hop und R&#8217;n&#8217;B. Oder was sonst dann gerade modern ist.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Untiefen dieses Malbuchs sind sich die Autoren nicht nur bewusst, sie steuern sie ebenso bewusst an: Renatus T\u00f6pke und sein Zeichner Martin Hoffmann orientieren sich bei der Auswahl an der eigenen musikalischen Sozialisation, nicht an Trends, Erfolgen, Meilensteinen. Wer seine Lieblinge hier sucht, kann unter Umst\u00e4nden entt\u00e4uscht werden, und bei manchen in die Auswahl genommenen Motiven verwundert, dass die Musik dahinter zwar gef\u00e4llt, das Motiv aber wenig Herausforderung zum Ausmalen birgt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Daf\u00fcr gibt es dann die Metaebene: Man kann sich vortrefflich ausmalen, wie die v\u00e4ter- oder m\u00fctterlichen Betrachter beim Ausmalen in Vergangenheit und Gegenwart schwelgen, wie sie dem Nachwuchs oder dem Partner oder dem Internet ihre eigene Plattensammlung zum Vergleich herhalten und dann beim Durchbl\u00e4ttern mal recherchieren, womit sie es denn bei all den ihnen unbekannten Motiven \u00fcberhaupt zu tun haben. Und derer gibt es einige, man muss im weiten Feld des Rockenroll schon enorm sattelfest sein, um die abgebildeten Alben aus der Zeitspanne von 1983 bis 2015 alle zu kennen, geh\u00f6rt zu haben oder gar zu besitzen. So ermuntert einen dieses B\u00fcchlein dazu, sich wahlweise beim Plattenh\u00e4ndler oder beim Streamingdienst seines Vertrauens umzutun.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Beim schlichten Betrachten dieser zweckdienlich auf ihre Umrisse reduzierten Werke f\u00e4llt zudem auf, dass sich in Sachen Covergestaltung im Hardrock und Metal in den vergangenen 33 Jahren nichts verbessert hat: heroische Gesten, bullenstarke Tiere, some kind of Monster, Fantasy, wilde Typographie. Es erstaunt indes, dass gewisse metaltypische okkulte Symbole hier gar nicht auftauchen; die schwarzen Stifte bleiben also eher ungenutzt. Bei manchen Alben wundert man sich, dass sie erst zwei Jahre alt sind, besonders, wenn wie in einem Falle eine uralte Band wie \u201eAccept\u201c als Urheber draufsteht. Unter die ganzen fantasyvollen kleinteiligen Frickelbilder mengte das Autorenduo au\u00dferdem zur Auflockerung einige rein fl\u00e4chige Motive, die man mit ausholenden Gesten fl\u00e4chendeckend ausf\u00fcllen kann, aus einer rasenden Antizenmotivation heraus; das zumindest muss der Grund daf\u00fcr sein, dass sie hier enthalten sind, denn die \u00c4sthetik ist es eher nicht. F\u00fcr die ist eben der Rest gut.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Zeitreise, Bildungsauftrag, Freizeitbesch\u00e4ftigung: Was auf den ersten Blick wie ein m\u00fcder Witz erscheinen mag, hat erstaunlich viel Tiefe und Wirkung. Der Rezensent gibt freim\u00fctig zu, aus den versammelten Alben lediglich zwei selbst zu besitzen, und nur eines davon auf Vinyl. Der Auftrag ist also klar. Auch an die Autoren: Ein Teil zwei ist konzeptimmanent. Wo kann man seine Vorschl\u00e4ge einreichen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Alben:<br \/>\nTankard \u2013 Hair Of The Dog (1989)<br \/>\nDemon \u2013 Breakout (1987)<br \/>\nRunning Wild \u2013 Blazon Stone (1991)<br \/>\nTrixter \u2013 Trixter (1990)<br \/>\nDie \u00c4rzte \u2013 Die Bestie in Menschengestalt (1993)<br \/>\nStormwarrior \u2013 Heading Northe (2008)<br \/>\nRaven \u2013 Destroy All Monsters (Live In Japan) (1995)<br \/>\nExplorer \u2013 Symphonies Of Steel (1984)<br \/>\nThe Vintage Caravan \u2013 Voyage (2012)<br \/>\nGrand Magus \u2013 Triumph And Power (2014)<br \/>\nAshbury \u2013 Endless Skies (1983)<br \/>\nAccept \u2013 Blind Rage (2014)<br \/>\nDanko Jones \u2013 Garage Rock (A Collection Of Lost Songs From 1996 \u2013 1998) (2014)<br \/>\nMarillion \u2013 Misplaced Childhood (1985)<br \/>\nMajesty \u2013 Thunder Rider (2013)<br \/>\nThe Other \u2013 Fear Itself (2015)<br \/>\nKingdom Come \u2013 Bad Image (1993)<br \/>\nThundermother \u2013 Road Fever (2015)<br \/>\nFlotsam And Jetsam \u2013 Doomsday For The Deceiver (1986)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (24.11.2016) Malb\u00fccher f\u00fcr Erwachsene sind seit einiger Zeit der hei\u00dfe Schei\u00df, und da liegt es nahe, auf dem Kamm dieser Welle das Spektrum zu erweitern: um Motive aus Heavy Metal und Rock, genau genommen deren Plattencover. 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