{"id":2094,"date":"2016-11-23T19:14:26","date_gmt":"2016-11-23T18:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2094"},"modified":"2016-11-23T19:14:26","modified_gmt":"2016-11-23T18:14:26","slug":"devin-townsend-project-transcendence-hdrinsideout-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/devin-townsend-project-transcendence-hdrinsideout-2016\/","title":{"rendered":"Devin Townsend Project \u2013 Transcendence \u2013 HDR\/InsideOut 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2095\" title=\"Devin Townsend Project - Transcendence\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Devin-Townsend-Project-Transcendence.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (23.11.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nein, dieser Devin! Im Sekundentakt haut er uns die Lieblingslieder in spe nur so um die Ohren. Gerade erst ist seine Autobiographie \u201eOnly Half There\u201c mit Bonus-CD (\u201eIceland\u201c) und -Tape (\u201eAncient\u201c) erschienen, schon legt er parallel das Doppel-Album \u201eTranscendece\u201c nach. Im Vergleich zu noch k\u00fcrzlich benutzte Dev hier weniger Weichsp\u00fcler und Grauschleier, er entzog seinem Gospelmetal das Wattige. Wie anders er noch kann, belegt er auf der Bonus-CD. Muss das sch\u00f6n sein, seine Depressionen \u00fcberwunden zu haben! Nur daf\u00fcr extra erstmal welche bekommen? Och n\u00f6, lieber nur die Therapieergebnisse anderer Leute. Wie dieses.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Den Auftakt \u201eTruth\u201c kennt man schon vom Livealbum \u201eThe Retinal Circus\u201c, und hier klingt es fast genauso, man vermeint sogar den Applaus zu h\u00f6ren. Vielleicht ist da ja auch nur der Wunsch der Vater des Vernommenen, denn das Album ist des permanenten Applauses w\u00fcrdig. Die Komponenten in Devins Heavymetalmusik sind seit der Projektwerdung kontinuierlich \u00e4hnlich: Gospel, Ambient, Keyboards, Gegniedel, nun: Kitsch; nur verkleistert er hier den Sound nicht mehr so wie noch auf \u201eEpicloud\u201c und \u201eSky Blue\u201c. Hier dringen Kantigkeit und Exaktheit so weit nach vorn, dass man sich im Studio bei den Aufnahmen als Gast w\u00e4hnt. Auf diese Weise erf\u00e4hrt der Metal eine Verrauhung angenehmster Spielart: Jede Ecke steht hervor, jede Fl\u00e4che l\u00e4sst Raum f\u00fcr genaue Wahrnehmung. Und f\u00fcr seine Band, das ist auch fein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Eigentlich m\u00fcsste man sagen, dass Devins Metal inzwischen vielmehr ein sehr unbequemer Pop geworden ist. Ihm fallen wundersch\u00f6ne Melodien ein, und wenn er Anneke van Giersbergen mitsingen l\u00e4sst, w\u00e4hnt man sich fast in Florian Silbereisens N\u00e4he. Doch flicht Devs Project Elemente ein, die den Unterschied zum Herk\u00f6mmlichen machen, sei es zum Pop, zum Schlager und eben auch zum Metal: harte Gitarrenriffs und Doublebassattacken sind kein Erkennungsmerkmal f\u00fcr nur den Metal allein, Dev verkn\u00fcpft ihn mit allem. Seine Musik ist zwangsl\u00e4ufig progressiv zu nennen. Dabei ist sie weitaus warmherziger als die s\u00e4mtlicher Genres, die er zusammenf\u00fchrt, egal, wie heavy er voranprescht. Sp\u00e4testens mit seiner vielf\u00e4ltigen Stimme holt er den H\u00f6rer zu sich; wenn er wahlweise br\u00fcllt, growlt, im Falsett singt oder sanft croont.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Man kann Dev immer zugutehalten, dass sein Metal bei all den Inhaltsstoffen nicht tats\u00e4chlich in den Kitsch abdriftet. Er bleibt auf der ernstzunehmenden Seite, trotz vergleichbarer Sounds anders als viele Epic-Metaler oder Female Fronted Metal Bands, wie sowas gern hei\u00dft, wahlweise italienischer oder finnischer Herkunft. Dazu tr\u00e4gt bei, dass seine Songs ganz andere Strukturen haben als im Mainstream, nicht so zwangsl\u00e4ufig oder vorhersehbar. Den Ausklang bildet mit \u201eTransdermal Celebration\u201c \u00fcbrigens ein Cover-St\u00fcck, und zwar, man h\u00f6re und staune, von Ween.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Und weil das nicht reicht, legt Dev dem einst\u00fcndigen Album noch eine dreiviertelst\u00fcndige Bonus-CD bei, titels \u201eHolding Patterns\u201c. Zus\u00e4tzlich zu den beiden Vinyl-Bonus-Tracks enth\u00e4lt diese CD neun lediglich so genannte Demos, die wie ein Mixtape des Kanadiers klingen: Anders als das Hauptalbum nicht wie aus einem Guss, sondern quer durch Devins Stiloeuvre, also mit Techno, Bluesrock, Mathemetal, Opulenz, Thrash und Spa\u00df am Musizieren. Seinen eigenen Song \u201eVictim\u201c nimmt er hier mit ins Gef\u00fcge auf. Und weil ihm das ja immer noch nicht reicht, gibt\u2019s in Japan noch drei Songs mehr. Frechheit! So ein Schlawiner. Na, dem Rest der Welt schenkt er bestimmt schon in zwei Wochen das n\u00e4chste Doppelalbum.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (23.11.2016) Nein, dieser Devin! Im Sekundentakt haut er uns die Lieblingslieder in spe nur so um die Ohren. 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