{"id":2072,"date":"2016-11-16T23:29:37","date_gmt":"2016-11-16T22:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2072"},"modified":"2016-11-17T17:51:28","modified_gmt":"2016-11-17T16:51:28","slug":"yello-toy-polydoruniversal-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/yello-toy-polydoruniversal-2016\/","title":{"rendered":"Yello \u2013 Toy \u2013 Polydor\/Universal 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2073\" title=\"Yello - Toy\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Yello-Toy.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2074\" title=\"Yello - Toy Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Yello-Toy-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"137\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (15.11.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ein Spielzeug zwischen \u201eBostich\u201c, \u201eThe Rhythm Divine\u201c, \u201eDesire\u201c und \u201ePlanet Dada\u201c: Yello pr\u00e4sentieren sich 2016 mit einem Album, das Elemente aus allen Schaffensphasen kombiniert, und das auch noch schl\u00fcssig. Welten werden sie damit sicherlich nicht mehr bewegen, f\u00fcgen aber zumindest ihrem eigenen Universum etwas Brauchbares hinzu, und das ist ja auch schon eine Menge wert. Hei\u00dft: Den Techno erfinden sie kein zweites Mal neu, machen aber trippiges Elektrozeug mit Jazzhaltung. Dazu grummelt Dieter Meier wie gewohnt und l\u00e4sst sich manches Mal von Frauenstimme begleiten. Das ist sehr chic.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Vorabsingle \u201eLimbo\u201c wies schon den Weg, den auch das Album nimmt: Einige Sounds sind vertraut, Boris Blank bringt Samples aus 35 Jahren Yello in den neuen St\u00fccken unter. Das bedeutet aber nicht, dass man es mit einer kompletten Selbstkopie zu tun hat. Vielmehr erkennt man die Seele des Duos wieder, indem etwa mitten in einer Strophenpassage ein sanfter Bass blubbert, ein obskur reibendes Ger\u00e4usch ert\u00f6nt oder der Jazzdrummer die Besen auspackt. Zwischen die Bartanzst\u00fccke flie\u00dfen lateinamerikanische Rhythmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es macht nichts, dass man hie und dort doch mal etwas wiedererkennt. \u201eDrive\/Driven\u201c dringt irgendwo durch, der Stil der j\u00fcngeren, eher jazzigen Alben ist als Basis der Stand der Dinge, die Lust am Experiment ist nicht g\u00e4nzlich herausgewachsen. Eine Melodie klauen sie sogar bei den Doors. Von den j\u00fcngeren Vorg\u00e4ngerwerken unterscheidet \u201eToy\u201c, dass die Selbstreferenz nicht in Neuauflagen alter Hits gipfelt und dass trotz atmosph\u00e4rischer Passagen keine ziellosen Filler enthalten sind. Die Songs auf \u201eToy\u201c haben Sinn und sind, au\u00dfer gegen Schluss ab \u201eMagma\u201c vielleicht, kompakt. Als Referenz an die eigene Jugend machen sie jedoch bestimmt den Erwachsenen mehr Spa\u00df als den Heranwachsenden. Doch so ist das eben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es gibt das Album auch als Buch mit drei Liedern mehr: \u201ePacific AM\u201c, \u201eLost In Motion\u201c und \u201eToy Square\u201c. Ersteres ist die kompletteste Selbstkopie auf diesem Album, als einzige Neubearbeitung eines bereits ver\u00f6ffentlichten Songs, n\u00e4mlich \u201eBlue Horizon PM\u201c von \u201eThe Key To Perfection\u201c, der Werbe-CD f\u00fcr den Golf VII. Der Rest schl\u00e4gt sch\u00f6ne Br\u00fccken zwischen den Albumtracks, denn alle drei sind nicht hintenangeh\u00e4ngt, sondern gegen Ende dazwischengeschoben. \u201eLost In Motion\u201c etwa mit Gasts\u00e4ngerin Fifi Rong stellt einen Verlust f\u00fcr jeden dar, der sich lediglich die normale CD kauft: Es hat die aufbrausendsten Sounds und noch den gr\u00f6\u00dften Clubcharakter vor allen anderen neuen Songs, die eher zum stilvollen an der Theke Cocktails schl\u00fcrfen und dabei amtlich mitwippen einladen.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Toy\u201c zeigt die alten Schweizer in bestm\u00f6glicher Verfassung. Tats\u00e4chlich ist es aber so, dass Dieter Meiers Soloalbum \u201eOut Of Chaos\u201c von 2014 die beste Ver\u00f6ffentlichung ist, die aus dem Hause Yello seit \u201ePocket Universe\u201c 1996 kam: R\u00e4udige Lieder zwischen Element Of Crime und Tom Waits, weitab vom Kerngesch\u00e4ft und damit relevant als Solowerk.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.11.2016) Ein Spielzeug zwischen \u201eBostich\u201c, \u201eThe Rhythm Divine\u201c, \u201eDesire\u201c und \u201ePlanet Dada\u201c: Yello pr\u00e4sentieren sich 2016 mit einem Album, das Elemente aus allen Schaffensphasen kombiniert, und das auch noch schl\u00fcssig. 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