{"id":2068,"date":"2016-11-15T16:35:40","date_gmt":"2016-11-15T15:35:40","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2068"},"modified":"2016-11-15T16:35:40","modified_gmt":"2016-11-15T15:35:40","slug":"alcest-kodama-prophecysoulfood-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/alcest-kodama-prophecysoulfood-2016\/","title":{"rendered":"Alcest \u2013 Kodama \u2013 Prophecy\/Soulfood 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2069\" title=\"Alcest- Kodama\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Alcest-Kodama.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (15.11.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Und dann gab&#8217;s da ja auch noch den Black Metal in der Biographie von Neige alias St\u00e9phane Paut alias Alcest (alias weitere Projekte). Vom Puristen-Black-Metal wandte sich der Franzose ja schon als Teenager ab; heute spricht man bei seiner Musik von Post-Metal oder, sofern man Hipster ist, von Blackgaze. Hei\u00dft: Die Gitarren t\u00fcrmen sich zu, \u00e4hm, T\u00fcrmen auf, H\u00e4rte wird nicht mit Blastbeats oder Tempo erzeugt, der Pop gewinnt bisweilen Oberhand, der S\u00e4nger ist in sich gekehrt. Ist sch\u00f6n, aber man vermisst das vertraute Pfund im Sound. Immerhin ist \u201eKodama\u201c nicht mehr ganz so watteweich wie der Vorg\u00e4nger \u201eShelter\u201c.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Man wird halt erwachsen. Mit 31. Da l\u00e4sst man nicht mehr so sehr die Sau raus, wenn man sie schon ein paar Jahre lang durchs Dorf getrieben hat. Mal zur Ruhe kommen, Luft holen, das Tempo drosseln, den Burn-Out vermeiden. Oder sich drin w\u00e4lzen, wer wei\u00df, was da letztlich wirklich Grundlage f\u00fcr die Entschleunigung war. \u201eKodama\u201c nimmt gottlob wieder etwas Fahrt auf, und das ist gut so, ein weiteres \u201eShelter\u201c h\u00e4tte man eh nur verschlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Trotzdem gef\u00e4llt Herrn Neige das Schleppende. Er streut das, was fr\u00fcher wohl Blast Beats gewesen w\u00e4ren, eher wie gelegentliche Trommelwirbel ein, aber immerhin \u00fcberhaupt wieder. Auch schreit er hier mal wieder gegen seine Soundw\u00e4nde an, was zusammen \u00fcberraschend sch\u00f6n klingt. F\u00fcr Leute, die so etwas einigerma\u00dfen gewohnt sind, versteht sich. Oft ert\u00f6nt ein Poprock, der seine Hymnenhaftigkeit unter anderem bei U2 abgeguckt hat. Was fabelhaft funktioniert, weil es bei Alcest weniger kitschig ist als bei den gegenw\u00e4rtigen Popolympioniken. Die allgegenw\u00e4rtigen Vergleiche mit Shoegazern wie My Bloody Valentine indes sind auch nicht von der Hand zu weisen: Man ger\u00e4t oftmals in einen hypnotischen Rauschrausch. So richtig in Lobeshymnen mag man \u00fcber dieses Album jedoch nicht verfallen. Die Musik ist hervorragend, aber die Songs sind etwas beliebig.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Kodama\u201c gibt es, ebenso wie schon \u201eShelter\u201c, auch als siebenz\u00f6lliges Buch mit einer Bonus-CD, die einen sechsmin\u00fctigen Mehrwert birgt, was eine Gesamtl\u00e4nge von gut 48 Minuten f\u00fcr das ganze Album macht. Aber Qualit\u00e4t l\u00e4sst sich ja nicht allein an Quantit\u00e4t festmachen. Richtig festmachen kann man die beiden CDs in dem B\u00fcchlein \u00fcbrigens auch nicht, da sie nur lose in einem knickanf\u00e4lligen Cut-Out klemmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Falls einem Alcest nicht ausreichen, kann man sich ja die anderen Projekte von Neige mal zu Gem\u00fcte f\u00fchren, allen voran Lantl\u00f4s und das beendete Amesoeurs. Nicht wundern hingegen sollte man sich \u00fcber seine Teilnahme am Demo \u201eAryan Supremacy\u201c der sp\u00e4ter in Peste Noire umbenannten Dor Daedeloth, die auch nach dem Namenswechsel noch von sich sagen, ihre Musik sei nationalsatanistischer Black Metal. Davon hat Neige sich zum Gl\u00fcck distanziert \u2013 zudem war er damals noch fast ein Kind, gerade 15 Jahre alt. Trotzdem blieb er dieser absto\u00dfenden Combo acht Jahre lang treu und gr\u00fcndete sogar mit seinen damaligen Mitmusikern das Project Alcest. Sein Nachfolger bei Peste Noire, Winterhalter, ist au\u00dferdem aktuelles Alcest-Mtglied. Einfach gar nicht ignorieren?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Titel \u201eKodama\u201c \u00fcbrigens ist inspiriert von dem Film \u201ePrinzessin Mononoke\u201c und hei\u00dft wahlweise \u201eBaumgeist\u201c oder \u201eEcho\u201c. Passt beides zum Sound. Ein sch\u00f6nes Album, aber kein umwerfendes. Man sollte sich r\u00fcckw\u00e4rts durch das Oeuvre h\u00f6ren, dann wird\u2019s besser. Zeitlich!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.11.2016) Und dann gab&#8217;s da ja auch noch den Black Metal in der Biographie von Neige alias St\u00e9phane Paut alias Alcest (alias weitere Projekte). 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