{"id":2040,"date":"2016-11-03T20:40:01","date_gmt":"2016-11-03T19:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2040"},"modified":"2016-11-03T20:40:01","modified_gmt":"2016-11-03T19:40:01","slug":"pixies-head-carrier-pixies-musicplay-it-again-sam-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/pixies-head-carrier-pixies-musicplay-it-again-sam-2016\/","title":{"rendered":"Pixies \u2013 Head Carrier \u2013 Pixies Music\/Play It Again Sam 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2041\" title=\"Pixies - Head Carrier\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pixies-Head-Carrier.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (03.11.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betreutes Rocken: Daf\u00fcr, dass die Pixies vor 25 Jahren den Indierock und indirekt den Grunge erfanden, gestaltet sich ihre neue Musik nach der fragw\u00fcrdigen Reunion als selbstplagiierender Aufguss. Die interessantesten Passagen sind Eigenkopien, der Rest eine Melange aus nett und langweilig. Da war das fr\u00fche Solowerk von Chefquerulant Frank Black alias Black Francis deutlich innovativer. Die nunmehr Erwachsenen tauschen das Subversive gegen die fr\u00f6hliche Retromanie ein. Oh wie sch\u00f6n war Panama, als wir es entdeckten. So richtig schlimm an \u201eHead Carrier\u201c ist indes, dass das Album der Jugend immer noch etwas vormachen kann. Wer kann, wende sich dennoch den alten Alben zu.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sicher, das Wiedererkennen funktioniert einwandfrei. Die Pixies ordnen ihre altbekannten Elemente anders an und geben das verlangsamte Ergebnis als neue Songs aus. Mag bei manchen Bands funktionieren, doch fehlt hier die Vision, die den alten Alben innewohnte. Der Blick auf die eigene Vorreiterschaft bleibt 25 Jahre sp\u00e4ter nichts weiter als ein R\u00fcckblick. Mit ehrlichem Blick muss man sogar feststellen, dass \u201eHead Carrier\u201c die Antithese zu den alten Pixies ist. Anders ist es bei Bands, die permanent musizieren und nach derselben Zeit ein solches Album herausbringen: Die haben sich dorthin entwickelt und nicht neu erfunden. Die der Pixies ist keine Reunion, die der Musikgeschichte etwas Essentielles hinzuf\u00fcgt; das gelang strenggenommen so gut wie nur den Swans.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Abseits davon ist \u201eHead Carrier\u201c nat\u00fcrlich doch irgendwie ganz toll. H\u00fcbsche Melodien, ein Bisschen Rumschreien, die Nirvana-inspirierende Laut-Leise-Dynamik, balladesker Unsinn, schleppende Gitarrenschrammelw\u00e4nde, weiblich-m\u00e4nnlicher Wechselgesang. Die Pubert\u00e4t der Geronten. In die 33 Minuten Indierock dieses Albums schleichen sich kaum St\u00f6rger\u00e4usche ein, der Classic-Rock-Fan mit alternativer Pr\u00e4gung wird nicht aus seinem Nachmittagsschl\u00e4fchen gerissen. Ein gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr die ganze Familie, die ja musikalisch auch irgendwie gepr\u00e4gt werden muss. Auf Songs wie \u201eVamos\u201c, \u201eBroken Face\u201c, \u201eCrackity Jones\u201c, \u201eHang Wire\u201c oder \u201eSubbacultcha\u201c bringen wir den Nachwuchs erst, sobald er vollj\u00e4hrig ist. Bis dahin sei er an diesen gef\u00e4lligen Rock der alten Leute gew\u00f6hnt. H\u00f6r, jetzt hat er \u201efuckin&#8217;\u201c gesagt! Uh! Vielleicht wird das Album ja interessanter, wenn man es auf 45 abspielt. Dann hat es zwar nur die L\u00e4nge einer EP, aber das reicht ja auch schon, wenn&#8217;s dann wenigstens gut ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nach der kommerziell fragw\u00fcrdigen EP-Sammlung \u201eIndie Cindy\u201c ist dies das eigentliche Reunionalbum, sagt die Band. Dabei ist dies keine Reunion, schlie\u00dflich ist Kim Deal schon wieder nicht mehr dabei. Paz Lenchantin ersetzt sie inzwischen, bekannt von A Perfect Circle und den anderen Wiederg\u00e4ngern Smashing Pumpkins in ihrer Interimsinkarnation als Zwan. Kein Krieg gegen die gute Kim sei hier gef\u00fchrt, schlie\u00dflich darf Paz, ganz gegen die misogynen Angewohnheiten des Platzhirsches Frank Black, Frau Deal ein eigenes Liedchen singen, was Black Deal nach dem Erfolg ihres \u201eGigantic\u201c noch neidvoll verweigerte. Man wird ja \u00e4lter, und wenigstens in solchen Aspekten zeigt sich der Vorteil davon. Neben Black weiterhin im Boot sind David Lovering und Joey Santiago sowie Coverk\u00fcnstler Vaughan Oliver.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Doch, \u201eHead Carrier\u201c ist zumindest ganz nett. Aber \u00fcberfl\u00fcssig. Braucht kein Mensch, frisst im CD- oder LP-Regal oder auf der Festplatte aber auch kein Brot. Kann man mal mitnehmen, wenn&#8217;s billig irgendwo rumliegt. Pledgen h\u00e4tte man es jetzt nicht zwingend m\u00fcssen. F\u00fcrs n\u00e4chste Mal merken.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.11.2016) Betreutes Rocken: Daf\u00fcr, dass die Pixies vor 25 Jahren den Indierock und indirekt den Grunge erfanden, gestaltet sich ihre neue Musik nach der fragw\u00fcrdigen Reunion als selbstplagiierender Aufguss. 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