{"id":2036,"date":"2016-11-02T21:26:23","date_gmt":"2016-11-02T20:26:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2036"},"modified":"2016-11-02T21:26:23","modified_gmt":"2016-11-02T20:26:23","slug":"meshuggah-the-violent-sleep-of-reason-nuclear-blast-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/meshuggah-the-violent-sleep-of-reason-nuclear-blast-2016\/","title":{"rendered":"Meshuggah \u2013 The Violent Sleep Of Reason \u2013 Nuclear Blast 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2037\" title=\"Meshuggah - The Violent Sleep Of Reason\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Meshuggah-The-Violent-Sleep-Of-Reason.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (02.11.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nicht viele Bands k\u00f6nnen immerzu das Gleiche machen und damit trotzdem permanent Neues kreieren. Weil das Gleiche bei einer Band wie Meshuggah so komplex ist, dass jederzeit Raum f\u00fcr Variationen bleibt, die fraglos als Neukreation durchgehen k\u00f6nnen. Zumindest, wenn man ein Ohr daf\u00fcr hat und die Sorte Metal, die andernorts als Djent bezeichnet wird, nicht f\u00fcr schlichten Soundbrei h\u00e4lt. Den aufmerksamen Zuh\u00f6rern schenken die Schweden nach 25 Jahren noch ein anspruchsvolles Brett, bei dem man wie gewohnt Schwierigkeiten hat, \u00fcberhaupt den Takt mitzuwippen. Und dann garnieren sie das intellektuelle Gerumpel auch noch mit feinen Effekten und \u2013 \u00e4hm \u2013 Melodien.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sowas wie das hier kann man also auch mit Gitarren, Bass und Schlagzeug anstellen, wenn man keinen Bock mehr auf Viervierteltakte und Strophe-Refrain-Strophe-Strukturen hat. Wer zumindest mal eine Live-DVD von Meshuggah gesehen hat, wundert sich, wie die f\u00fcnf das, was sie da im Studio abtechniken, auch auf der B\u00fchne unfallfrei rekonstruieren k\u00f6nnen. Da spielt jeder etwas Anderes in einem anderen Rhythmus und das Ganze ergibt St\u00fccke, die in sich trotzdem nicht chaotisch wirken. Alles ist etwas tiefer gestimmt, au\u00dfer der gelegentlich flirrenden Effektgitarre von Fredrik Thordendal. An das Geschrei von Stimmbandtr\u00e4ger Jens Kidman muss man sich etwas gew\u00f6hnen, aber es f\u00fcgt sich bald als Strukturgeber in den Sound ein. Das Schlagzeugspiel von Thomas Haake taugt dazu nur bedingt: Daf\u00fcr kann er einfach viel zu viel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Interessant ist, dass man immer wieder Elemente h\u00f6rt, die man von anderen Gitarrenstilrichtungen kennt: Saitenschrubben, Riffgewitter, Bassslappen, Blastbeats, Feedbacks. Doch nix davon so kontinuierlich, dass es zum Festhalten Bestand hat. Die Kontinuit\u00e4t dieser Musik liegt in der Vielfalt und darin, dass so viele unterschiedliche Dinge nacheinander passieren und dadurch einen Fluss bilden. Ja, sogar einen Groove bilden k\u00f6nnen. Oder sogar richtig sch\u00f6ne Passagen. Und, was dabei so \u00fcberzeugend ist: Meshuggah musizieren nicht zur schlichten Effekthascherei oder Egowichse. Es wird deutlich, dass sie mehr auf der Pfanne haben als der durchschnittliche Saufrocker, der sie privat offenbar auch sein k\u00f6nnen, aber sie nutzen ihre Expertise zur Kreativit\u00e4t. Es entstehen Songs, die sogar schl\u00fcssig sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">An ihrer Wiedererkennbarkeit arbeitet man indes eine ganze Weile. So richtig sofort und gleich extrem positiv sticht \u201eBorn In Dissonance\u201c heraus: Es ist hypernerv\u00f6s und zappelig und melodi\u00f6s und eigen. Der Rest ist auch geil, aber solides Meshuggah-Material. Etwas songorientierter als beispielsweise die \u201eCatch Thirtythree\u201c, aber das waren ja alle Alben danach schon. So vergleichsweise poppig wie zu ihren Anfangszeiten mit \u201eDestroy Erase Improve\u201c werden Meshuggah aber auch nicht mehr. Und das ist gut so, es geht nun mal voran. Auf gleichbleibend komplexem Niveau. Der einzige, der hierzu taktgenau mitbangen kann, ist Zaphod Beeblebrox.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (02.11.2016) Nicht viele Bands k\u00f6nnen immerzu das Gleiche machen und damit trotzdem permanent Neues kreieren. 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