{"id":2023,"date":"2016-10-15T13:45:00","date_gmt":"2016-10-15T11:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2023"},"modified":"2016-10-15T13:45:00","modified_gmt":"2016-10-15T11:45:00","slug":"phillip-boa-and-the-voodooclub-blank-expression-vertigocapitoluniversal-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/phillip-boa-and-the-voodooclub-blank-expression-vertigocapitoluniversal-2016\/","title":{"rendered":"Phillip Boa And The Voodooclub \u2013 Blank Expression \u2013 Vertigo\/Capitol\/Universal 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2024\" title=\"Phillip Boa And The Voodooclub - Blank Expression\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Phillip-Boa-And-The-Voodooclub-Blank-Expression.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (15.10.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sicherlich, Phillip Boa ist einer der kreativsten und umtriebigsten Indiemusiker des Landes (Malta). Aber. Seit Jahrzehnten schon gibt es Anlass, sich \u00fcber seine Ver\u00f6ffentlichungspolitik zu wundern, mit limitierten Bonus-12\u201ces, Bonus-Tracks, Rereleases mit davon abweichenden Bonus-Tracks, Best-Ofs mit Exklusivtracks, limitierten Versionen mit abweichenden Extrasongs zur Standardversion und so weiter. \u201eBlank Expression\u201c setzt diesem Vorgehen die Krone auf: Der Fan bekommt ein neues Studioalbum namens \u201eFresco\u201c lediglich als Bonus der limitierten Version einer neuen Best-Of. Nun kann man sagen: Lustiger Einfall, der Sammler erh\u00e4lt ein Geschenk. Oder auch: Boa ist sich der Irrelevanz seiner neuen Musik so gewiss, dass er sie lediglich versteckt ver\u00f6ffentlicht. So geil sein Indierock auch ist: Letzteren Eindruck verfestigt das Album. Leider. Zun\u00e4chst.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Eigentlich ist in \u201eFresco\u201c alles drin, was man an Boa mag: tanzbare Beats, s\u00e4gende Gitarren, gelegentliches eruptives Ausbrechen der Musik, fr\u00f6hliche Melodien, die sich sofort ins Ohr setzen, wechselnde Stimmungen zwischen Ballade und Motivation sowie Wechselgesang zwischen Boa und Frauenstimme, dieses Mal von jemandem namens Nadine. \u201eFresco\u201c bleibt, wie bislang alle Alben von Boa, schnell im Ged\u00e4chtnis h\u00e4ngen, man hat sofort Ohrw\u00fcrmer und erkennt die Songs als alte Bekannte wieder. Und doch: Dem Album haftet etwas Altersm\u00fcdes an. Es klingt bisweilen wie eine eingel\u00f6ste Verpflichtung, nicht wie ein ausgelebtes Verlangen. Der Sound ist durchgehend etwas sehr k\u00fcnstlich, trotz aller Gitarren. Eines der Highlights ist sicherlich \u201eTwisted Star\u201c, das stark an alte Gassenhauer wie \u201eLove On Sale\u201c erinnert \u2013 und das deshalb auch auf der Best-Of enthalten ist. Der Fan hat es also doppelt, wenn er nur diese eine Ver\u00f6ffentlichung erwirbt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die gibt es nun in verschiedenen Formaten. Wer mehr haben will als die Doppel-CD, kauft die Spezialversion mit 10\u201c, auf der Boa vier alte Hits neu einspielt, den beiden normalen Alben, einem Buch mit Fotos und Texten sowie einer dritten CD, auf der ausgew\u00e4hlte Livesongs zwischen 2013 und 2015 zu h\u00f6ren sind. Die weiblichen Stimmen stammen hier wechselnd von Pia und Nadines Vorg\u00e4ngerin Pris. Diese CD ist in der Tat reizvoller als die normale Best-Of, weil die Songauswahl (trotz \u00dcberschneidungen) mutiger und weniger vorhersehbar ist. Sicherlich sind die Unterschiede zu den Studioversionen marginal, aber mit \u201eStarman\u201c ist eine Soundcheckversion des David-Bowie-St\u00fcckes enthalten, das es vorab nur auf einer der unz\u00e4hligen anderen Boa-Best-Ofs gab (\u201eBoa 85-98 Singles Collection\u201c).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Titel der Compilation bezieht sich \u00fcbrigens ebenfalls auf eine alte Zusammenstellung: F\u00fcr Griechenland ver\u00f6ffentlichte Boa 1989 eine Best-Of titels \u201e30 Years Of Blank Expression\u201c, und zum (ungef\u00e4hr) 30. Geburtstag seines Voodooclubs lie\u00df er die 30 years lediglich weg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Na ja, und wenn man das Ganze dann ein paarmal geh\u00f6rt hat, stellt man schon fest, dass die erste Abneigung eigentlich der schlichten Abzocke geschuldet war. Nat\u00fcrlich ist \u201eFresco\u201c kein schlechtes Album. Aber nett geht anders.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.10.2016) Sicherlich, Phillip Boa ist einer der kreativsten und umtriebigsten Indiemusiker des Landes (Malta). Aber. 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