{"id":2010,"date":"2016-10-04T21:41:23","date_gmt":"2016-10-04T19:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=2010"},"modified":"2016-10-04T21:41:23","modified_gmt":"2016-10-04T19:41:23","slug":"the-wedding-present-going-going-scopitonescargo-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-wedding-present-going-going-scopitonescargo-2016\/","title":{"rendered":"The Wedding Present \u2013 Going, Going &#8230; \u2013 Scopitones\/Cargo 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2011\" title=\"The Wedding Present - Going, Going\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/The-Wedding-Present-Going-Going.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (04.10.2016)<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Going, Going &#8230;\u201c beginnt mit dem Outro. Mit vier Outros sogar. Denen folgen dann noch 16 St\u00fccke, die musikalisch in allen Lebensphasen von The Wedding Present verankert sind. Die Engl\u00e4nder sind ja schon lange nicht mehr die reinen Schrammelk\u00f6nige wie in den Achtzigern, sondern auch harmonische Indierocker mit Tiefgang und Dunkelheit. Und auch mal Spa\u00df. An Sexualit\u00e4t sicherlich, wenn er denn schon so oft betrogen wird, der David Gedge. Die R\u00fcckkehr der Frauenstimme im Duettgesang ist erfreulich, das Album gut, und wer etwas Geld investiert, bekommt es als B\u00fcchlein mit Bonus-CD. Man kann von The Wedding Present ja nie genug bekommen.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Mit dem Alter wird man langsamer, doch bedeutet das nicht, dass man an Wucht und Ausdruckskraft verliert; das lernte man schon bei NoMeansNo (die k\u00fcrzlich leider ihren Ruhestand bekanntgaben), das gilt auch f\u00fcr The Wedding Present. In den \u00fcber 30 Jahren ihrer Existenz (die L\u00fccke mal eingerechnet) machten sie einige musikalische Erweiterungen mit; grobe Verschiebungen gab es nicht, aber man findet viele der abgesteckten Wegmarken auch auf dem erst neunten Album wieder. Ber\u00fchmt wurden die Engl\u00e4nder seinerzeit f\u00fcr ihr irrwitzig schnelles Gitarrenspiel, das ihnen den Ruf einbrachte, die K\u00f6nige des Schrammelrocks zu sein. Der schabernackige Song \u201eSecretary\u201c in der Albummitte legt daf\u00fcr Zeugnis ab. Als\u2026 fast einziger. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sp\u00e4testens 1991 auf \u201eSeamonsters\u201c, dem Einstiegsalbum des Rezensenten, lie\u00dfen The Wedding Present in ihrer Musik Raum f\u00fcr Dunkelheit, und zwar so verst\u00f6rend tiefe, dass man in der Musik beinahe zu versinken drohte. Vielleicht liegt es an der Gewohnheit des H\u00f6rers, aber auf \u201eGoing, Going &#8230;\u201c erh\u00e4lt die Dunkelheit, die es hier tats\u00e4chlich gibt, keine solche Schw\u00e4rze mehr. Sie ist eher Anthrazit und weniger beklemmend, also eher melancholisch als depressiv, streckenweise gar schwelgerisch traurig (nicht weinerlich!). Ach ja, die unerf\u00fcllte Liebe!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was auch zum Sound der Band geh\u00f6rt, ist das explosive Losrocken mit tiefbrummendem Bass. Da sch\u00fcttelt man gern sein Haupthaar zu. Manchmal kommen diese Sch\u00fcbe auch \u00fcberraschend inmitten einer Ballade und wirken damit noch effektiver. Die elektrische Slidegitarre in \u201eEmporia\u201c etwa verleiht dem Song zum Ende hin einen unerwarteten Krawall. Ein \u00fcberraschend pr\u00e4sentes Instrument ist auf diesem Album das Piano, und besonders erfrischend ist, dass mit Katharine Wallinger endlich wieder eine Frauenstimme den Grummelgedge begleitet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch die kompakten Rocksongs der Zeit nach der Pause treten hier wieder auf. Damit deckt das Album die Kreativit\u00e4t aller Bandepochen ab. Ja, das bedeutet auch, dass \u201eGoing, Going &#8230;\u201c keine neue Epoche einleitet. Das ist aber nicht so schlimm, das ist lediglich eine Feststellung, denn wer sein hohes Niveau immerhin h\u00e4lt, macht nichts Schlechtes. Das wendige \u201eTeen Sleep\u201c mit dem munteren Gitarrenlauf stellt da die einzige Ausnahme dar, indem es quasi s\u00e4mtliche Epochen in sich vereint und daraus etwas Neues generiert. Interessant ist, dass die Band ihr Album mit vier instrumentalen Balladen er\u00f6ffnet, bevor es den angesprochenen Reigen startet. Wer also nur mal eben in ein paar St\u00fccke reinh\u00f6ren will, soll sich davon nicht beirren lassen: Es geht anders weiter. Und h\u00f6rt dann wiederum balladesk auf, aber mit Stimme.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Als Pledger erh\u00e4lt man das Album wahlweise auch als Buch mit Bonus-CD, auf der ausgew\u00e4hlte Songs in h\u00f6renswerten alternativen Versionen (Piano, Streichquartett, Akustik, Live) enthalten sind. Eine zus\u00e4tzliche DVD enth\u00e4lt das gesamte Album ohne die Bonustracks. Und David Gedge signierte das Cover. Amtlich, solide, kraftvoll, verl\u00e4sslich, aber nicht mehr so experimentell, trotzdem gut: The Wedding Present sind einfach immer noch eine geile Band.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.10.2016) \u201eGoing, Going &#8230;\u201c beginnt mit dem Outro. Mit vier Outros sogar. 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