{"id":1916,"date":"2016-06-21T22:01:28","date_gmt":"2016-06-21T20:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1916"},"modified":"2016-06-21T22:01:28","modified_gmt":"2016-06-21T20:01:28","slug":"gojira-magma-roadrunner-records-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/gojira-magma-roadrunner-records-2016\/","title":{"rendered":"Gojira \u2013 Magma \u2013 Roadrunner Records 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1917\" title=\"Gojira - Magma\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gojira-Magma.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1918\" title=\"Gojira - Rock In Rio\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Gojira-Rock-In-Rio.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (21.06.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Magma ganich glaum, dass sich Gojira von Album zu Album weiterbewegen. Zwar benennt die franz\u00f6sische Metalband ihr sechstes Album nach der wichtigsten franz\u00f6sischen Progband, doch nimmt sie den Proganteil in ihrem Death Metal bedauerlicherweise weit zur\u00fcck. Noch nie waren Gojira-Songs eines ganzen (hier nicht mal 45-min\u00fctigen) Albums so kompakt wie auf \u201eMagma\u201c. Stattdessen arbeiten sie ihre anderen Qualit\u00e4ten aus: Harmonien, Melodien, Instrumentenbeherrschung, Wucht, Most, Atmosph\u00e4ren, Fingerfertigkeit, Stilmix. Es gibt im zeitgen\u00f6ssischen Metal kaum eine bedeutsamere Band als diese. Das untermauert \u201eMagma\u201c. Punkt.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Signatursounds behalten Gojira bei: bestimmte Gitarreneffekte, beim Herunterwischen auf den Saiten erzeugt, den in Kombination aus Bass und Gitarre erzeugten heruntergestimmten Groove, das Achtziger-Tapping, einige Neunziger-Thrashriffs, die zwischengeschalteten Blastbeats, den Wechsel von Klargesang, Grollen und Br\u00fcllen, den Hang, aus dem brutalsten Gemetzel mitrei\u00dfende Hymnen wachsen zu lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Progressivit\u00e4t von \u201eMagma\u201c liegt weniger im Gefrickel im Verlauf der Songs, als eher darin, dass Gojira innerhalb der St\u00fccke den unterschiedlichen Sounds genug Raum geben, um zur Geltung zu kommen. Kein Thrashteil \u00fcberdauert einen ganzen Track, h\u00f6chstens das Entspannte reicht mal als Grundstimmung f\u00fcr eine komplette Songl\u00e4nge. Das macht vor allem die heftigeren die St\u00fccke nachhaltig goutierbar: Man hat sie nicht \u00fcber, weil daf\u00fcr einfach zu viel Verschiedenes in ihnen passiert. Hat man etwa Bock auf ordentliche Hackbretter, reicht es nicht, einfach einen konkreten Track anzuskippen, sondern man muss ihn durchh\u00f6ren, und das mehrmals, weil der Most immer unterbrochen wird. Auch die Songs an sich tragen nicht alle dieselbe Farbe. Zwar erkennt man im Ablauf des Albums etwas Gojira-Typisches, das auch schon die Vorg\u00e4ngeralben ausmachte. Man kann damit schlechtestenfalls behaupten, den Hergang nachempfinden zu k\u00f6nnen; voraussehen kann man ihn aber nie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch nach fast 20 Jahren im Gesch\u00e4ft (f\u00fcr viele sind Gojira noch heute Newcomer) integrieren die Franzosen immer Unerwartetes in ihren Stil. Fast chorartigen Klargesang etwa, atmosph\u00e4rische Nichtmetal-Soundscapes, zum Ausklang an Mittneunziger-Sepultura erinnerndes Folkloreklimpern. Das ist sehr notwendig, weil es hier andererseits auch viele Passagen gibt, die einem aus den bisherigen Gojira-Alben sehr vertraut sind, nur anders angeordnet. Wobei dieses Mal nicht nur das Progressive, sondern auch das In-die-Fresse dem eher Fl\u00e4chigen gewichen sind. Doch wenn sie zuhauen, dann gewaltig. Gerade die Reduzierung l\u00e4sst die brutalen Passagen umso wirksamer erscheinen. Man bricht sich \u00fcberdies auch weniger das Genick als den Kn\u00f6chel: mehr H\u00fcpfen als Bangen. Und verdammt, Joe Duplantier hat einfach mal eine geile, wechselhafte Stimme.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Sicherlich lassen sich ein paar der vertrauten Ecken und Kanten vermissen. Doch geschehen die neuen relaxteren (noch nicht wirklich poppigen) Gojira im eigenen Sound und damit weitab vom Kitsch, weitab von Standards, weitab von Gef\u00e4lligkeiten. \u201eMagma\u201c ist eine Wohlf\u00fchlplatte, die Mainstreamh\u00f6rer dennoch \u00fcberfordert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Manche Anbieter, etwa das Label, legen als Bonus eine DVD im Pappschuber dazu: eine Stunde Gojira live bei Rock In Rio im September 2015. Wer die ganzen bisherigen Live-DVDs von Gojira hat, etwa \u201eThe Link Alive\u201c, \u201eThe Flesh Alive\u201c, die Bonus-DVD von \u201eL&#8217;enfant sauvage\u201c und \u201eLes enfants sauvages\u201c, gewinnt hier nicht wirklich neue Eindrucke von Gojiras ungez\u00fcgelten Livequalit\u00e4ten. Immerhin, wie bei \u201eRush In Rio\u201c bekommt man auch hier die ausgelassenen Brasilianer zu sehen und kann sich von deren Euphorie anstecken lassen. Und anders als noch auf \u201eLes enfants sauvages\u201c ist hier mit \u201eLove\u201c einmal wieder der beste Track vom vergriffenen Deb\u00fctalbum \u201eTerra Incognita\u201c vertreten. Was haben Gojira schon viele Hits. Und \u201eMagma\u201c addiert einige neue dazu.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (21.06.2016) Magma ganich glaum, dass sich Gojira von Album zu Album weiterbewegen. 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