{"id":1872,"date":"2016-06-08T17:17:43","date_gmt":"2016-06-08T15:17:43","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1872"},"modified":"2016-06-08T17:17:43","modified_gmt":"2016-06-08T15:17:43","slug":"melvins-live-im-logo-hamburg-am-7-juni-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/melvins-live-im-logo-hamburg-am-7-juni-2016\/","title":{"rendered":"Melvins \u2013 Live im Logo, Hamburg, am 7. Juni 2016"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Melvins-17.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1873\" title=\"Melvins, logo!\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Melvins-17-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Melvins-15.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1874\" title=\"Mein Name ist Mosh. Pit Mosh.\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Melvins-15-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Melvins-16.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1875\" title=\"The Buzzo King\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Melvins-16-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (08.06.2016)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ist das noch Metal? Ach nee, war&#8217;s ja nie. Als Trio kn\u00fcppeln die Melvins das Logo trotzdem in Schwei\u00df und Boden, mit einer Stilvielfalt, wie sie andere im Leben nicht mal zu Geh\u00f6r bekommen. Sludge und Punk und vieles dazwischen. Kein Wunder, dass es irgendwann selbst im tosendsten Moshpit nach Kiffe riecht: geht beides. Eines nur l\u00e4sst den Zuschauer etwas unber\u00fchrt: Es kommt kein Kontakt zwischen Band und Publikum zustande, das Konzert endet kommentarlos nach CD-tauglichen 80 Minuten. Trotzdem: geil gewesen.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die ersten zehn Minuten lang zeigen die drei Uraltmusiker, was sie k\u00f6nnen, indem sie zu einem langsamen Basslauf per vermeintlichem Zufallsprinzip ihre Instrumente maltr\u00e4tieren. Dieses vermeintlich Zuf\u00e4llige zeichnet die Musik der Melvins ohnehin aus: Man kann oftmals nur schwerlich mitnicken oder vorahnen, wann welcher Break kommen k\u00f6nnte. Die Musik ist somit lebendig und fordernd und unterscheidet sich damit sogar von denen, die einzelne Passagen, die im Melvins-Kosmos vorkommen, zu ihrer Kernkompetenz erhoben haben. Hei\u00dft: Die Melvins machen besseren Sludge, besseren Riffrock, besseren Punk, besseren Stoner, besseren Psychedelic, selbst besseren Poprock. Eigentlich machen sie sogar besseren Metal, aber uneigentlich ist das, was sie machen, ja gar kein Metal, trotz aller Heavyness.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Weil sie es k\u00f6nnen, platzieren sie ihre Tracks dicht an dicht, und damit auch die verschiedenen Stile. Hat man sich gerade auf den entspannten Hip-Hop-Beat im Riffnicker eingelassen, bricht schon die n\u00e4chste Punksalve los. Keine Atempause, auch keine Ansage, bis auf King Buzzos launiges Wortspiel, dass er nicht aus Hamburg sei, sondern aus Cheeseburg. Zum Schluss treten alle drei an die B\u00fchnenkante und skandieren einen Acapellasong, Abgang und aus, keine Zugaben. Nuja, war ja auch schwei\u00dftreibend genug.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Erz\u00e4hlt man den Leuten, dass man zu den Melvins gehen wird, zum ersten Mal im Leben (und das 2016), bekommt man viele Fragen mit: Spielt King Buzzo immer noch mit dem R\u00fccken zum Publikum? Haben sie wieder zwei Schlagzeuger dabei? Wird es wieder so geil wie letztes Mal? In allen F\u00e4llen lautet die Antwort \u201enein\u201c: King Buzzo steht nur dann abgewandt auf der B\u00fchne, wenn er keinen Einsatz hat oder die Arbeit des Bassisten im Vordergrund steht. Es gibt nur ein Schlagzeug, bedient von Fast-Urmitglied Dale Crover. Und glaubt man den Umstehenden, war es zwar geil, aber letztes Mal nat\u00fcrlich geiler.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ist ja egal, wie geil es war, so lange es geil war. Hits gibt\u2019s keine, der Rezensent erkennt keine seiner Favoriten aus den Neunzigern wieder. Irgendwann verlor er den \u00dcberblick \u00fcber das Melvins-Oeuvre, weil die ja im Vierteljahrestakt neue Musik herauszubringen scheinen. Macht aber nix, die Mucke \u00fcberzeugt auch ohne Hits und Bekanntes; vertraut ist sie ja dennoch. Au\u00dferdem ist es ja schon hinrei\u00dfend genug, die Jungs aus Seattle (stilecht leitete \u201eThe Star-Spangled Banner\u201c von Jimi Hendrix die Show ein; am Vortag coverten sie in Amsterdam die anderen Seattle-Helden Malfunkshun und Green River) \u00fcberhaupt mal live zu sehen. Moppelchen King Buzzo, die im Wortsinne graue Eminenz, spielt in schillernder Jacke und mit Halstuch, w\u00e4hrend das Logo vor Schwei\u00df zerflie\u00dft, mit der erblichenen Korkenzieherfrisur, deren Bewegungen im stets roten Gegenlicht aussehen wie eine Mischung aus Seeanemone und Slideshow Bob. Dale Crover behandelt sein Schlagzeug, als w\u00e4re es das leichteste von der Welt, und unterbricht sein Spiel an Stellen f\u00fcr Breaks, an denen niemand anders je wieder in den Song gefunden h\u00e4tte. Der gegenw\u00e4rtige Bassist hei\u00dft Jared Warren und f\u00fcgt sich mit einer Pr\u00e4zision ins Bandgef\u00fcge ein, die die abenteuerlichsten Spielereien zul\u00e4sst. Was will man mehr! Nicht viel, aber eines weniger: das Fiepen im Ohr am n\u00e4chsten Tag. Obwohl, ein sch\u00f6nes Souvenir.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (08.06.2016) Ist das noch Metal? Ach nee, war&#8217;s ja nie. Als Trio kn\u00fcppeln die Melvins das Logo trotzdem in Schwei\u00df und Boden, mit einer Stilvielfalt, wie sie andere im Leben nicht mal zu Geh\u00f6r bekommen. 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