{"id":1864,"date":"2016-06-03T21:54:52","date_gmt":"2016-06-03T19:54:52","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1864"},"modified":"2016-06-03T21:54:52","modified_gmt":"2016-06-03T19:54:52","slug":"fear-of-domination-atlas-inverse-records-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/fear-of-domination-atlas-inverse-records-2016\/","title":{"rendered":"Fear Of Domination \u2013 Atlas \u2013 Inverse Records 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1865\" title=\"Fear Of Domination - Atlas\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Fear-Of-Domination-Atlas.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Von Matthias Bosenick (03.06.2016)<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Shock Metal\u201c nennen Fear Of Domination ihre Musik. Das ist so beliebig wie f\u00fcr jeden unzutreffend, der sich schon mal mit Metal befasst hat. Der Metal hier ist druckvoll uptempo groovend mit Keyboardbegleitung, Geschrei und Popinterludien \u2013 also typisch finnisch. Nicht schlecht, aber auch nicht innovativ. Doch je \u00f6fter man das vierte Album \u201eAtlas\u201c h\u00f6rt und zufrieden feststellt, dass es gar nicht so richtig nervt, desto mehr mag man es dann. Das wiederum haben Fear Of Domination vielen anderen zweitrangigen Metalbands voraus.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Das ist wirklich das \u00fcberraschendste: Trotz der Keyboards und des dichten Sounds ist \u201eAtlas\u201c nicht so aalglatt totproduziert wie der meiste zeitgen\u00f6ssische Metal, besonders aus Finnland. Wenn keine L\u00fccken mehr sind f\u00fcr einzelne Instrumente oder auch mal leichte Ungenauigkeiten, die Musik also seelenlos ist, macht es keinen Spa\u00df mehr, sie sich anzuh\u00f6ren. Das ist dann auch nicht mehr hart oder Metal oder brutal oder was, sondern einfach nur ein Ger\u00e4uschteppich. Plastikm\u00fcll. Das kann man bei der Studiotechnik, die da drinsteckt, auch ohne Gitarren machen. Musikalisch ist \u201eAtlas\u201c zwar in der Ecke gelagert, also irgendwie treibend und angef\u00fcllt mit Sound, bis hin zum schrillen Kleisterkeyboard und zum Chorgeb\u00f6lk, also so, wie man es auch von Children Of Bodom, Nightwish und den zahllosen weiteren Vertretern kennt, aber mit einer leichten Schippe Dreck in der Produktion. Nicht viel, aber zur Unterscheidung beitragend.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dennoch stellt man fest, dass \u201eAtlas\u201c musikalisch nicht eben Neues generiert. Da ist nichts, das man nicht schon geh\u00f6rt hat, dutzend-, hundertfach. Nicht besser, weil es diese Sorte Metal einfach selten in Gut gibt, wenn man es gern dreckiger, rockiger oder progressiver hat. Es gibt in fast jedem Track immerhin einige spannende Passagen, die den Fluss aufbrechen, und das ist das, was der Musik guttut, nur einzigartig ist es nicht. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch die Themen sind nicht so neu:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Unerbittlichkeit, Gebrechlichkeit, Verlust und Endlichkeit\u201c, <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">sagt das Infoschreiben. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Joa.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nur wo steckt da nun der Schock im Metal? In der Musik schon mal nicht, wenn man nicht gerade am liebsten Helene Fischer h\u00f6rt <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">und metal an sich schon schockend findet<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Auch musikhistorisch f\u00fcgen Fear Of Domination dem Schock keine neue Ebene hinzu, das haben Alice Cooper, Alien Sex Fiend und Marilyn Manson ausgiebig vorexerziert. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ist es die Kost\u00fcmierung, die Industrial-Metal-typisch mit vielen Gruftischnallen <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">und Ketten <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">dekoriert ist und \u00fcber schwarzwei\u00df bemalte Gesichter nicht hinausgeht? Nach Black Metal, Slipknot, Kiss und Co? Nope. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Offenbar lebt die Band von ihren Shows, sagt die Info, mit Pyrotechnik und durchgeknallten Theaterelementen. Mag sein, die h\u00f6rt man aber nicht. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Obwohl: Wenn man das Album h\u00f6rt und davon wei\u00df, versteht man die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Existenz mancher Elemente besser.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">N<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">ach Ablauf der knapp 40 Minuten ist man wie gepl\u00e4ttet, von einer Ger\u00e4uschwelle \u00fcberschwappt. An diesem \u201eAtlas\u201c hat man schwer zu tragen. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Melodic Power Death Metal. Sarichma. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Kann man sich mal geben, ab und zu. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dann ist aber auch wieder f\u00fcr eine Weile gut.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (03.06.2016) \u201eShock Metal\u201c nennen Fear Of Domination ihre Musik. 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