{"id":182,"date":"2012-07-20T11:30:35","date_gmt":"2012-07-20T09:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=182"},"modified":"2012-11-10T14:44:50","modified_gmt":"2012-11-10T13:44:50","slug":"modern-cubism-tout-le-firmament-autour-emmo-biz-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/modern-cubism-tout-le-firmament-autour-emmo-biz-2012\/","title":{"rendered":"Modern Cubism \u2013 &#8230;tout le firmament autour \u2013 Emmo.biz 2012"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-183\" title=\"Modern Cubism - ...tout le firmament autour\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Modern-Cubism-...tout-le-firmament-autour.jpg\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-184\" title=\"Modern Cubism - ...tout le firmament autour Box\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Modern-Cubism-...tout-le-firmament-autour-Box.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (20.07.2012)<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich also eines der bei Front 242 f\u00fcr die Musik zust\u00e4ndigen Bandmitglieder bei Nothing But Noise austobt, singt einer der S\u00e4nger eben auch anderswo. Jean-Luc de Meyer tobt sich aus, wo er nur kann, und er kann viel. Ein Projekt wie 32Crash k\u00f6nnte er sich zwar beinahe sparen, aber daf\u00fcr mit anderen Projekten wie C-Tec oder Cobalt 60 mal wieder aktiv werden. Nicht auf dem Schirm hat der geneigte Fan indes das Projekt Modern Cubism, mit dem de Meyer 2008 das Album \u201eLes plaintes d&#8217;un Icare\u201c und 2009 die Live-CD \u201eLive Complaints\u201c ver\u00f6ffentlichte. Eine str\u00e4fliche Vernachl\u00e4ssigung, denn die Alben sind gro\u00dfartig, und nicht minder gro\u00dfartig ist, dass de Meyer und sein Compagnon Jean-Marc M\u00e9lot dieser Tage ganz \u00fcberraschend ein zweites Studioalbum nachlegen, mit formidablem, latent dunklem Elektropop und Texten des belgischen Dichters Norge (Georges Mogin).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ja, Elektropop, und nicht EBM. Die Sounds sind beim besten Willen nicht zeitgem\u00e4\u00df trendy, wie sie es bei anderen Bands und Projekten sind, die im EBM-Sektor seit Jahren die Tanzfl\u00e4chen f\u00fcllen. Darauf legen es de Meyer und M\u00e9lot gottlob nicht aus. Keine harschen Sounds, keine messerscharfen Beats. Vielmehr klingen die Sounds bisweilen gar veraltet. Nicht immer sind die St\u00fccke zeitlich genau zu verorten, sie k\u00f6nnten h\u00e4ufig auch viel \u00e4lter sein. Doch ebensowenig springen die beiden Belgier damit auf den parallel losbretternden Retro-Zug auf, denn sonst g\u00e4be es mehr \u00c4hnlichkeiten zu Front 242. M\u00e9lot gelingen positiv-euphorische, obgleich dunkle Atmosph\u00e4ren, Arrangements, Sounds und Melodien, wie man sie aus seligen Chartstagen der 80er kennt; sie klingen aber \u2013 trotz auch mal ans Anstrengende grenzender Fanfaren \u2013 nicht nach den 80ern. Es gibt diese Art, Musik zu machen, heute kaum noch bis gar nicht mehr. Dazu passt, wie de Meyer singt: Es shoutet nicht wie ein EBM-S\u00e4nger, tr\u00e4llert aber auch nicht wie ein Popstar. Er presst die Lyrik dramatisch heraus und passt sich damit perfekt der Musik an. Eine sch\u00f6ne Einheit, die einmal rund ums Firmament zu reichen scheint.<\/p>\n<p>Trotz aller Dramatik f\u00fcgen M\u00e9lot und de Meyer in ihren Albumfluss viele auch tanzbare St\u00fccke. Sie fallen aber nicht vordergr\u00fcndig als Clubhits auf, weil sie eben deren moderne Kriterien nicht erf\u00fcllen. Daf\u00fcr gibt es die \u201eClub EP\u201c, mit drei Remixen, die allerdings ebenfalls nicht nach aktuellem Bummbumm klingen, sowie dem ohnehin ohrwurmtauglichsten Albumst\u00fcck \u201eD&#8217;enfance\u201c. Das Album selbst ist auf nur 888 Exemplare limitiert, kommt aber in zus\u00e4tzlichen 111 Ausgaben in einer sch\u00f6nen schwarzen Schachtel mit der \u201eClub EP\u201c, einem Patch und einem T-Shirt. Offenbar ahnen alle Beteiligten, dass kaum jemand das Projekt auf dem Schirm hat. Wie gesagt: str\u00e4flich!<\/p>\n<p>Seltsam ist nebenbei die Haltung der versammelten Gruft-Postille, die zwar artig die Musik lobt, sich aber ausnahmslos daran st\u00f6rt, dass de Meyer die Texte im franz\u00f6sischen Original singt. Als k\u00f6nnten die Schwarzkittel so gut Englisch, dass sie da absolut textsicher sind. Als w\u00e4ren englische (oder gar deutsche?) Texte in sich schon ein Qualit\u00e4tsmerkmal. Als br\u00e4chten sie dieses Argument bei ihren sonstwiesprachigen Lieblingsbands auch an. Als w\u00e4re es relevant, die Texte zu verstehen, um die Einheit aus Musik und Gesang einfach nur fabelhaft zu finden. Bei dem Schei\u00df, den sie ansonsten so loben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (20.07.2012) W\u00e4hrend sich also eines der bei Front 242 f\u00fcr die Musik zust\u00e4ndigen Bandmitglieder bei Nothing But Noise austobt, singt einer der S\u00e4nger eben auch anderswo. 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