{"id":174,"date":"2012-07-15T16:39:51","date_gmt":"2012-07-15T14:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=174"},"modified":"2012-11-10T14:45:02","modified_gmt":"2012-11-10T13:45:02","slug":"gojira-the-flesh-alive-rough-trade-2012-gojira-lenfant-sauvage-roadrunner-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/gojira-the-flesh-alive-rough-trade-2012-gojira-lenfant-sauvage-roadrunner-2012\/","title":{"rendered":"Gojira \u2013 The Flesh Alive \u2013 Rough Trade 2012; Gojira \u2013 L&#8217;enfant sauvage \u2013 Roadrunner 2012"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-178\" title=\"Gojira - The Flesh Alive\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Gojira-The-Flesh-Alive.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"137\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-179\" title=\"Gojira - L'enfant sauvage\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Gojira-Lenfant-sauvage.jpg\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (15.07.2012)<\/p>\n<p>Da jubelt das Herz. Man entdeckt eine bereits etablierte Band f\u00fcr sich neu, von der man \u00fcber Umwege h\u00f6rte, kauft sich blind eine Live-Doppel-DVD, und sofort, ab dem ersten Ton, ist man mittendrin und hat das Gef\u00fchl, das schon immer gewesen zu sein. Die Musik von Gojira ist vertraut, von vorn bis hinten, und man wei\u00df gar nicht, warum es einem so geht, schlie\u00dflich kann man sie nicht kennen. Gojira ist eine Band aus Frankreich, die Metal macht, und zwar progressiven Death und Thrash Metal. Anders als andere eher schwer zug\u00e4ngliche Vertreter dieser Mischung lassen Gojira Strukturen zu, die sie dem Pop entnehmen, und mischen sie mit ihrer metallenen Vision. Die Rechnung geht aber sowas von auf. Und Joe Duplantier hat aber auch eine geile Stimme. Und \u00fcberhaupt ist alles an Gojira vertretbar.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eThe Flesh Alive\u201c ist das Live-Dokument zur Tour nach dem mittlerweile vorletzten Studioalbum \u201eThe Way Of All Flesh\u201c. Einen guten Eindruck macht, dass die vier Musiker schon verschwitzt sind, noch bevor sie einen Ton spielen. Das sieht nach Arbeit aus. Und die leisten sie in der Folge auch, auf jeder DVD (es sind zwei) mindestens eine Stunde lang. Die Tracklist der zwei dokumentierten Konzerte unterscheidet sich nur marginal, allem liegt eine CD mit einem Zusammenschnitt der Konzerte bei. Beide Gigs \u00fcberzeugen nicht einfach, sie rei\u00dfen mit, entwickeln einen Sog, schreien nach mehr, nach Lauterdrehen. Eigentlich kann man kein genaues und einziges Genre benennen, wenn man die Musik von Gojira beschreiben will. Es kommt alles darin vor, was man aus dem Metal kennt: Tapping aus dem Power Metal, Blast Beats aus dem Black Metal, Riffs aus dem Thrash Metal, Gitarreneffekte aus dem Hairspray Metal, Vertracktheit aus dem Progressive Metal, Melodien aus dem Pop, Energie aus \u2013 tja, wenn man das w\u00fcsste, man w\u00fcrde die Quelle auch anzapfen. Die Mischung jedenfalls ist komplex wie die von Meshuggah und doch so eing\u00e4ngig wie die eines Charts-Hits. Das sagt sich seltsam, ist aber gro\u00dfartig. Vor allem, weil die Band ihrer ansonsten kraftvollen Musik auch Entspannung und Ruhe g\u00f6nnt und so die Stilwechsel sch\u00f6n abwechslungsreich h\u00e4lt. Dazu kommt die wandelbare und charakterstarke Stimme von Joe Duplantier. Sie ist nicht ganz so variabel wie die von Michael \u00c5kerfeld oder Burton C. Bell, reicht aber dicht heran. Und \u201eA Sight To Behold\u201c mit Vocoder und Blesrhythmus ist echt mal ein Hit.<\/p>\n<p>Dieses Erfolgsrezept setzen Gojira auf \u201eL&#8217;enfant sauvage\u201c fort. Es ist kein reiner Aufguss von \u201eThe Way Of All Flesh\u201c, aber ein schl\u00fcssiges Folgealbum mit der gleichen Stilmixtur und dem gleichen Wohlf\u00fchlfaktor. \u201eThe Wild Healer\u201c ist das neue \u201eA Sight To Behold\u201c, auch der Rest \u00fcberzeugt mit Mosh und Kraft und Shouts und Ch\u00f6ren. Als Bonus gibt es einen weiteren Livemitschnitt der Tour zu \u201eThe Way Of All Flesh\u201c auf DVD sowie auf dem Hauptalbum zwei Bonustracks.<\/p>\n<p>Da bekommt man also zwei dicke Pakete mit Gojira-Material in einem Jahr und staunt \u00fcber so viel gutes Neues, das einem widerf\u00e4hrt. Mit der Recherche kommt zutage, dass sich Gojira mit Umweltschutz und gesellschaftlichen Schwierigkeiten auseinandersetzen, also nicht den \u00fcblichen Metal-Posen verfallen. Auch optisch nicht, die Shirts sind schwarz oder tragen Aufschriften wie \u201ePower To The People\u201c. Nicht von ungef\u00e4hr benennt die Organisation Sea Shepherd ihr neuestes Anti-Walfang-Schiff nach der Band, die wiederum so hei\u00dft wie Godzilla im japanischen Original und sich f\u00fcr die Ehre noch in diesem Jahr mit einer \u201eSea Shepherd EP\u201c revanchieren will.<\/p>\n<p>Und dann der Blitz. Beim Nachsummen der besten St\u00fccke wird einem pl\u00f6tzlich klar, woher einem mindestens die Stimme so vertraut vorkommt: Joe Duplantier singt \u201eBring Them To Light\u201c, eines der besten St\u00fccke auf dem Apocalyptica-Album \u201e7th Symphony\u201c. Ach, und den Namen kennt man von der Besetzung des Projektes Cavalera Conspiracy. Und mit Devin Townsend arbeitete er auch schon zusammen, auf dessen letztem Album \u201eDeconstruction\u201c. Alles deutete also darauf hin, dass man Gojira fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wahrnimmt. Es musste einfach so sein. Und es ist gut so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (15.07.2012) Da jubelt das Herz. Man entdeckt eine bereits etablierte Band f\u00fcr sich neu, von der man \u00fcber Umwege h\u00f6rte, kauft sich blind eine Live-Doppel-DVD, und sofort, ab dem ersten Ton, ist man mittendrin und hat das &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/gojira-the-flesh-alive-rough-trade-2012-gojira-lenfant-sauvage-roadrunner-2012\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,4],"tags":[],"class_list":["post-174","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album","category-musik-dvd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/174","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=174"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/174\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":181,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/174\/revisions\/181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=174"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=174"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}