{"id":1641,"date":"2016-01-09T18:31:46","date_gmt":"2016-01-09T17:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1641"},"modified":"2016-01-09T18:33:30","modified_gmt":"2016-01-09T17:33:30","slug":"weltraumkrumel-space-dumplins-craig-thompson-faber-faberreprodukt-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/weltraumkrumel-space-dumplins-craig-thompson-faber-faberreprodukt-2015\/","title":{"rendered":"Craig Thompson \u2013 Weltraumkr\u00fcmel (Space Dumplins) \u2013 Faber &#038; Faber\/Reprodukt 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1642\" title=\"Craig Thompson - Space Dumplins\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Craig-Thompson-Space-Dumplins.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"129\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1643\" title=\"Craig Thompson - Weltraumkr\u00fcmel\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Craig-Thompson-Weltraumkr\u00fcmel.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"128\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1644\" title=\"Craig Thompson - Weltraumkr\u00fcmel Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Craig-Thompson-Weltraumkr\u00fcmel-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"129\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (09.01.2016)<\/p>\n<p>Nach \u201eBlankets\u201c und \u201eHabibi\u201c legt der nun vierzigj\u00e4hrige Zeichner und Autor Craig Thompson mit \u201eSpace Dumplins\u201c seine erste Science-Fiction-Graphic-Novel vor. Seinem wundervollen und wiedererkennbaren Zeichenstil bleibt der US-Amerikaner treu. Der Rest ist anders: Die Bilder sind koloriert, die Panels nicht mehr so frame\u00fcbergreifend opulent ausgestattet und die Handlung ist eher d\u00fcnn und gew\u00f6hnlich, was vermutlich daran liegt, dass er dieses Mal auch Kinder und Jugendliche in die Zielgruppe einschlie\u00dft. Trotzdem liest man es gern, schlie\u00dflich schickt einen Thompson mit fast jedem Bild auf eine Entdeckungsreise. Und er vermittelt, wie immer, Werte, sowohl nebenbei als auch mit dem erhobenen Zaunpfahl.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dieser Betrachtung liegt \u00fcbrigens die englischsprachige Originalausgabe zugrunde, daher kann hier nicht auf die deutsche Reprodukt-Version mit \u00dcbersetzung, Lettering und sonstigen Abweichungen eingegangen werden.<\/p>\n<p>Zuvorderst ist \u201eSpace Dumplins\u201c offenbar eine Hommage an Thompsons eigene Tochter, denn die Hauptfigur tr\u00e4gt deren Namen: Violet. Diese ist im Buch die Tochter einer Modedesignerin und eines S\u00e4gewerkarbeiters. Zusammen leben sie in einem Trailerpark, der aus vielen an eine Tankstelle angedockten Wohn-Raumschiffen besteht. Mutter Cera muss t\u00e4glich in eine Raumstation zur Arbeit pendeln, Vater Gar s\u00e4gt Brennstoff aus Walexkrementen, die er mit seinem Vehikel aus dem All fischt. Es gibt n\u00e4mlich im Weltall Wale, die dummerweise in ihrem Hunger ganze Planeten verschlingen. Einer dieser Wale hat nun Durchfall und sorgt mit seinen Ausscheidungen f\u00fcr eine gigantische Katastrophe und einen Ausnahmezustand allerorten. Weil die Wale auch Violets Schule verschlangen, muss Cera sie mit zur Arbeit nehmen. Dort erf\u00e4hrt sie, dass ihr Gatte Gar im Zuge eines speziellen Einsatzes verschwand. Nun macht sich Violet mit zwei Freunden in einem Weltraumtrike auf die Suche nach ihrem Vater. Diese Freunde k\u00f6nnten unterschiedlicher nicht sein: Elliot ist ein depressives, hypergebildetes und sensibles H\u00fchnchenkind, Zachhaeus ein unf\u00f6rmiges Alienkind mit Technikkenntnissen und einigem ungest\u00fcmen Draufg\u00e4ngertum. Zusammen bilden sie ein anf\u00e4nglich feindseliges, dann nat\u00fcrlich schlagfertiges Team, das Gefahren aller Art \u00fcbersteht und unerwartete Verbindungen zu anderen Wesen eingeht.<\/p>\n<p>Die Familie ist der h\u00f6chste Wert, den Thompson hier herausstellt. Damit meint er sowohl die genetische als auch die selbstgew\u00e4hlte, also Vater-Mutter-Kind wie Freunde. Nebenbei flicht er biblische Themen ein und legt der Walkatastrophe ein fehlendes Umweltbewusstsein zugrunde. Das ist ehrenr\u00fchrig und s\u00fc\u00df, und damit erf\u00fcllt das Buch sicherlich den Tatbestand des Bildungsromans. Nur ist die Handlung eben wirklich kaum au\u00dfergew\u00f6hnlich spannend oder so richtig besonders. Daf\u00fcr aber die Charaktere, und in die steckt Thompson alle Phantasie. Auch gestaltet er das Weltall nicht eben zwingend der Physik gem\u00e4\u00df: So ein Raumschiff kann auch schon mal vom Walen angeknabbert werden, ohne dass die Insassen davon ersticken. Das passt gut in diese fantastische Welt und st\u00f6rt nicht, ebenso wenig, dass Wale im All umherschwimmen oder sich ein gigantisches Schrottband wie eine k\u00fcnstliche Milchstra\u00dfe durch den Kosmos zieht.<\/p>\n<p>Na, und richtig toll ist eben Thompsons Zeichenstil. Man erkennt ihn sofort. Seine Violet und ihre Weggef\u00e4hrten gestaltet er so liebevoll wie Craig und Raina aus \u201eBlankets\u201c sowie Dodola und Zam aus \u201eHabibi\u201c. Was die Weltraumausstattung betrifft, f\u00fchlt man sich an mancher Stelle an andere Comics erinnert, etwa die von Seyfried oder die \u201ePer Anhalter durch die Galaxis\u201c-Adaption von John Arnell und Steve Leialoha. So ist \u201eHabibi\u201c das gr\u00f6\u00dfere Meisterwerk, aber \u201eSpace Dumplins\u201c leichter zu ertragen als jenes, weil die Themen nicht so heftig sind. So schm\u00f6kert man sich gern durchs All und genie\u00dft die liebevollen Zeichnungen und Figuren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (09.01.2016) Nach \u201eBlankets\u201c und \u201eHabibi\u201c legt der nun vierzigj\u00e4hrige Zeichner und Autor Craig Thompson mit \u201eSpace Dumplins\u201c seine erste Science-Fiction-Graphic-Novel vor. Seinem wundervollen und wiedererkennbaren Zeichenstil bleibt der US-Amerikaner treu. 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