{"id":1562,"date":"2015-11-14T22:52:28","date_gmt":"2015-11-14T21:52:28","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=1562"},"modified":"2015-11-14T22:52:28","modified_gmt":"2015-11-14T21:52:28","slug":"jean-yves-ferri-didier-conrad-asterix-36-der-papyrus-des-casar-egmont-ehapa-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/jean-yves-ferri-didier-conrad-asterix-36-der-papyrus-des-casar-egmont-ehapa-2015\/","title":{"rendered":"Jean-Yves Ferri &#038; Didier Conrad \u2013 Asterix (36) Der Papyrus des C\u00e4sar \u2013 Egmont Ehapa 2015"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1563\" title=\"Ferri &amp; Conrad - Asterix 36 Der Papyrus des C\u00e4sar\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Ferri-Conrad-Asterix-36-Der-Papyrus-des-C\u00e4sar.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (14.11.2015)<\/p>\n<p>Der zweite Asterix-Band unter neuer Autorenschaft ist sogar noch besser als der Vorg\u00e4nger. Wer h\u00e4tte das gedacht. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad greifen den alten Geist der Erfinder Uderzo &amp; Goscinny auf und transferieren ihn in die Gegenwart, ohne Federn zu lassen. Die Zeichnungen sind von denen Uderzos nicht zu unterscheiden, die Geschichte ist schlau und die \u00dcbersetzung funktioniert auf klassische Weise. Gro\u00dfartig gemacht. Im Mittelpunkt steht eine Art C\u00e4sarleaks, das zwar Anspielungen auf moderne Kommunikationsmittel und politische Themen mitbringt, aber dennoch zeitlos funktioniert. Ganz gro\u00dfes Comic.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In dieser Geschichte behandelt C\u00e4sar in seinem Buch-Deb\u00fct \u201eAnmerkungen zum Gallischen Krieg\u201c auch ein Kapitel \u00fcber die Unbeugsamen, wie die Gallier um Asterix bei den R\u00f6mern genannt werden, und dass er ihretwegen nicht ganz Gallien besetzt hat. Sein Berater r\u00e4t ihm jedoch, dieses Kapitel wegzulassen, um nicht bl\u00f6d dazustehen. Jedoch schmuggelt einer der numidischen Schreiber eine Kopie aus dem Palast und spielt sie einem gallischen Kolporteur zu, der aussieht wie Julian Assange und den Papyrus den Unbeugsamen bringt. Der Berater bekommt Wind davon und nimmt die F\u00e4hrte auf. W\u00e4hrend Asterix, Obelix und Miraculix den gallischen Weg einschlagen und einen daf\u00fcr eingesetzten Druiden im Karnutenwald den Text auswendig lernen lassen, damit er ihn nach alter Tradition seinen Nachfolgern weitererz\u00e4hlen kann, belagern die R\u00f6mer das gallische Dorf, in dem sich der Kolporteur noch aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Verwicklungen sind typisch f\u00fcr die alten Asterix-Geschichten. Ebenso typisch ist, dass sich die Handlung mit ihren Gags an einem Thema entlanghangelt und diesen Pfad stringent einh\u00e4lt. Das hat Uderzo allein zuletzt nicht mehr geschafft. Hier gibt es haufenweise Anspielungen an Whistleblower und moderne Kommunikationstechnik: Tauben dienen der Kurznachricht-\u00dcbertragung, es gibt Verteilerstationen und auch mal das Problem eines vergessenen Anhangs sowie das der Informationspiraterie. Dabei verzichtet der Text auf zeitgen\u00f6ssisches technisches Vokabular, das in zehn Jahren niemand mehr verstehen w\u00fcrde; er h\u00e4tte sich gewiss genau so auch ohne die modernen Querverbindungen schon 1975 lustig finden lassen.<\/p>\n<p>Nicht minder einfallsreich ist das Autorengespann bei den Randgags. Das missverstandene Horoskop sorgt f\u00fcr unerwartete Handlungsweisen bei einigen Galliern, Obelix&#8216; \u201eKonflikt\u201c dringt immer wieder ins Geschehen und die Kr\u00f6nung ist die Tarnungsszene der R\u00f6mer rund um den Wortstamm \u201eNadelbaum\u201c, bis hin zu Floskeln wie \u201everzapft\u201c und \u201edas ficht mich nicht an\u201c. Auch das ist klassischer Asterix. Ebenso leider das Zerfasern gegen Ende, wenn noch Seiten \u00fcbrig sind und die Handlung mit einem Kampf gef\u00fcllt wird. Aber das ist nicht so schlimm. Umso vers\u00f6hnlicher ist die Pointe, was aus dem von Mund zu Ohr kolportierten Druidenwissen so wird.<\/p>\n<p>Mit diesem Band empfiehlt sich das Autorenduo besonders bei den alten Fans. Neue zu gewinnen ist mit altgehaltenem Zeug ja nicht so einfach, es sei denn, man l\u00e4sst es im Kino von Hollywoodnachwuchs spielen und mit Special Effect so sehr aufbl\u00e4hen, dass die Charakteristika verschwinden. Darauf \u2013 in zeichnerischer Sicht \u2013 verzichtet man dankbarerweise. Jetzt k\u00f6nnte man von obsoletem Retroschei\u00df anfangen, aber die Versuche, zeitgen\u00f6ssisch zu sein, sind bei Asterix ja bislang gescheitert. Also kann man hier feststellen, dass die Autoren alles richtig gemacht haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (14.11.2015) Der zweite Asterix-Band unter neuer Autorenschaft ist sogar noch besser als der Vorg\u00e4nger. Wer h\u00e4tte das gedacht. 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